Aktionswoche Kinderschutz 2018 - „Gemeinsam für das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen“

Danksagung

Sehr geehrte Akteure der Aktionswoche Kinderschutz 2018, sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,

das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung M-V dankt allen Beteiligten, die durch Ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft zum Gelingen der Aktionswoche beigetragen haben.

Besonderer Dank gilt den Vertreterinnen und Vertretern der Steuerungsgruppe. Dazu gehören:

  • das Jugendamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte
  • das Zentrum für Praxis und Theorie der Jugendhilfe – Schabernack – e. V. Güstrow
  • der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband M-V e. V.
  • das Diakonische Werk M-V e. V.
  • die Start gGmbH als Träger im „Bündnis Kinderschutz M-V

Ebenso möchten wir allen Referentinnen und Referenten sowie Moderatorinnen und Moderatoren danken, die uns durch die verschiedenen Veranstaltungen geführt haben. Sie haben uns allen wichtige Informationen für die praktische Arbeit im Kinder- und Jugendschutz vermittelt und zum Nachdenken angeregt. Diese Impulse können wir für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe nutzbar machen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch bei zukünftigen Aktionen im Kinder- und Jugendschutz partnerschaftlich unterstützen könnten.

Aufruf zur Kinderschutzwoche zum Thema: „Vertrauensvoll und Verbindlich – Gemeinsam und Verlässlich“

Kinderschutzwoche 2018Details anzeigen
Kinderschutzwoche 2018

2018 findet die Kinderschutzwoche im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte statt.

2018 findet die Kinderschutzwoche im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte statt.

Veranstaltungsübersicht 2018  (wird ständig aktualisiert)

Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern ruft zum dritten Mal die Aktionswoche Kinderschutz aus!

Vom 21. bis 27. September 2018 stehen in unserem Gastgeberkreis – der Mecklenburgischen Seenplatte – verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm, die sich schwerpunktmäßig um das Thema der fachübergreifenden Vernetzung im Kinderschutz drehen. Der Startschuss fällt mit der Kinder- und Jugendschutzkonferenz, die in diesem Jahr in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ausgerichtet wird. 

Unterstützung bei der Planung und Koordination der Angebote kommt von einer Steuerungsgruppe, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bildungsstätte Schabernack e. V., des Diakonischen Werkes M-V e. V., des Jugendamtes Mecklenburgische Seenplatte, des DKSB LV e. V., der Start gGmbH als Träger im „Bündnis Kinderschutz M-V“ sowie des zuständigen Fachministeriums zusammensetzt. Sie alle engagieren sich gerne zum Wohl unserer Kinder und Jugendlichen.

Alle weiteren Informationen zu den Ansprechpartnern vom VerbundNetzwerkKinderschutz Mecklenburgische Seenplatte finden Sie HIER.

Damit die Aktionswoche ein Erfolg wird, brauchen wir auch Ihre Unterstützung!

Wenn Sie mit Ihrem Angebot aktiv auf den Kinderschutz aufmerksam machen wollen, dann melden Sie sich bei uns. Ob mit einem Tag der offenen Tür, einem Elternabend in der Kindertageseinrichtung, einem Workshop oder einer Diskussionsrunde in Schulen – es gibt viele Möglichkeiten, Kinder und Familien zu erreichen, über die Arbeit im Kinderschutz zu berichten oder in den Fachaustausch zu treten.

Mitmachen können alle Einrichtungen und Dienste, die sich beruflich oder ehrenamtlich im Kinderschutz engagieren oder es noch wollen. Das gilt für Akteure der Kinder- und Jugendhilfe ebenso wie für Partnerorganisationen aus den Bereichen Gesundheit, Polizei, Bildung, Justiz, Sport etc. Einsendeschluss ist der 17. September 2018.

Schicken Sie einfach eine Nachricht an Diana.Lueth@sm.mv-regierung.de oder wenden Sie sich direkt an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Unter der Kontaktadresse Marion.Schild@lk-seenplatte.de werden alle Bewerbungen gesammelt.

Angebotsabgabe:

Bitte konkretisieren Sie Ihr Angebot wie folgt:

1

Datum der Veranstaltung

2

Zeitraum von …bis… Uhr

3

Titel der Veranstaltung

4

Ziel der Veranstaltung mit kurzer inhaltlicher Darstellung

5

Zielgruppe (Wer soll mit der Veranstaltung erreicht werden?)

6

Veranstaltungsort (PLZ, Ort, Str., Hausnummer)

7

Veranstalter

8

Kontakt (Tel., E-Mail, ggf. Verweis auf Homepage)

Ihre Angaben werden dann in einen Veranstaltungskalender übertragen, der in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird.

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen? Gerne beraten Sie auch die Mitglieder der Steuerungsgruppe bei der Gestaltung Ihrer Angebote.

Wir zählen auf Ihre Unterstützung!

Warum ist Kooperation und Vernetzung wichtig?

In den letzten Jahren wurde dem Ausbau einer fachübergreifenden Kooperation und Vernetzung im Kinderschutz erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Dahinter steht die Erkenntnis, dass positive Lebens- und Entwicklungsperspektiven für Kinder und Jugendliche nur durch eine gemeinsam verantwortete Daseinsvorsorge gewährleistet werden können. Kein Leistungsfeld kann für sich allein genommen „Schutz und Förderung - Bildungs- und Sozialisationserfolg“ sicherstellen. Diese Sichtweise kommt auch in den Regelungen des Bundeskinderschutzgesetzes zum Ausdruck. Deshalb sollen unter Federführung der Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitsämter, Sozialämter, Schulen, und andere Akteure verbindlich zusammenkommen, um gemeinsam an einer nachhaltigen Strukturentwicklung zu arbeiten. Das bedeutet auch, dass aus der Perspektive junger Menschen und Familien heraus gelingende Übergänge zwischen den Leistungssystemen gestaltet werden müssen.

Ein Blick in die Praxis - Wo stehen wir heute?

In vielen Regionen zeigen die Kooperations- und Netzwerkaktivitäten bereits Wirkung. Funktionierende Zusammenschlüsse haben zur Weiterentwicklung und Verstetigung effektiver Strukturen und Verfahren im Kinderschutz beigetragen. Gleichzeitig wurden Veränderungsprozesse angestoßen, die den Blick auf eine frühe Förderung und Unterstützung von Familien schärfen (Frühe Hilfen). Diese Integrations- und Vernetzungsprozesse sind jedoch insgesamt sehr heterogen. Bisweilen existieren familienunterstützende Angebote noch nebeneinander und sind nur wenig miteinander verknüpft. Dadurch bleiben vielfältige Potenziale ungenutzt. Besonders in strukturschwachen Regionen ist eine tragfähige Zusammenarbeit oftmals schwierig. Deshalb braucht es kluge und innovative Ideen, um ein stabiles und wirksames Unterstützungssystem für Kinder und Familien aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Gelingende Zusammenarbeit braucht Akzeptanz und Wertschätzung!

Netzwerkstrukturen im Kinderschutz sollen helfen, die Grenzen einzelner Leistungssysteme und Handlungslogiken zu überwinden. Das gelingt am ehesten, wenn alle Beteiligten einen Nutzen darin erkennen. An eine gelingende Zusammenarbeit werden daher hohe Erwartungen gestellt. Betrachtet man allein die Vielzahl der Akteure, die aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen im Netzwerk mitwirken sollen, so bleibt die Planung, Koordination und Abstimmung zwischen den Verantwortlichen eine dauerhafte Herausforderung. Eine gute und verlässliche Zusammenarbeit ist daher auf geregelte Verfahren und ein gemeinsam entwickeltes Fach- und Fallverständnis angewiesen. Dieser Aushandlungsprozess ist nicht immer einfach. Deshalb ist es wichtig, über Transparenz und Wertschätzung das nötige Vertrauen aufzubauen, um notwendige Entwicklungen anzuschieben. Nur so können letztlich funktionierende Präventionslandschaften im Sozialraum entstehen.

Was ist bei der Angebotsgestaltung zu beachten?

„Ganzheitliche Unterstützung“ – das ist mehr als ein moderner Slogan. Vielmehr liegt darin die Chance, positive Veränderungen im Leben von Kindern, Familien und Gesellschaften zu ermöglichen. Grundlage dafür ist ein Hilfesystem, dass sich aus bedarfsgerechten, fachübergreifenden Maßnahmen zusammensetzt. Damit diese Leistungen jedoch auch in Anspruch genommen werden, müssen sie auf die Lebens- und Interessenlagen ihrer Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten sein. Ein niederschwelliger Zugang trägt dazu bei, dass sich auch diejenigen angesprochen fühlen, denen eine Bitte um Unterstützung häufig schwerfällt. Angebotsträger müssen daher wissen, was Kinder und Familien bewegt. Um das herauszufinden, eignen sich „Tür- und Angelgespräche“ ebenso wie angemessene Begegnungen in Elterncafés oder Veranstaltungen. Folgende Fragen können dabei in Bezug auf die Zielgruppen hilfreich sein:

  • Welche Interessen, Kompetenzen und Erfahrungen sind vorhanden?
  • In welcher Form und zu welchen Themen werden Angebote gewünscht?
  • An welcher Stelle kann geeignete Hilfe ansetzen?
  • Wie können die Zielgruppen bei der Gestaltung der Angebote aktiv mitwirken?
  • Wann und wie entsteht eine vertrauensvolle Atmosphäre?
  • Wie kann der Austausch mit Eltern über Entwicklungsschritte des Kindes gelingen?
  • Was ist zu tun, wenn Eltern im Vertrauen kindswohlgefährdende Details erzählen?
  • Welche Kooperationspartner müssen eingebunden werden, um maßgeschneiderte Angebote zu unterbreiten?

Familienzentren – Potenziale im Sozialraum!

Familienzentren sind als Knotenpunkte für eine sozialräumliche Steuerung besonders geeignet. Als zentrale Anlauf- und Begegnungsstätten können sie die verschiedenen wohnortnahen Angebote besonders gut koordinieren und vermitteln. Dazu müssen sie jedoch mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet sein. Das gilt auch für ein erfolgreiches Netzwerkmanagement. Wer die Leitung und Koordination personell übernimmt, ist anhand der jeweiligen Strukturen und Gegebenheiten vor Ort zu klären. Dabei sollte die Rolle des Familienzentrums als Teil des regionalen Gesamtnetzwerkes durch kommunale Entscheidungsträger legitimiert werden. Auch ist eine Anbindung an regionale Struktur- und Qualitätsentwicklungsprozesse erforderlich. Bisher sind solche Modelle in der Praxis wenig etabliert. Deshalb sollte weiter darüber diskutiert werden, wie die Potenziale von Familienzentren verstärkt genutzt werden können und welche Bedeutung ihnen im sozialräumlichen Gesamtgefüge zukommen kann.

Was hat es mit wirkungsorientierter Steuerung auf sich?

Die Kinder- und Jugendhilfe hat den Auftrag, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern und ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen. Damit ist klar: Es soll eine „Wirkung“ erzielt werden – eine „Wirkung“, die sich nicht nur auf die Erfüllung von Leistungsansprüchen reduziert.

Deshalb müssen sich steuernde Akteure ebenso wie Fachkräfte, Einrichtungsträger und Verwaltung dazu verständigen, welche Maßnahmen im Sinne eines gelingenden Aufwachsens tatsächlich Wirkung zeigen und anhand welcher Indikatoren diese Wirkung gemessen werden kann. Dieser Aushandlungsprozess ist als gemeinschaftlicher Lernprozess zu verstehen. Er beleuchtet dabei nicht nur den Einzelfall, sondern auch die gesamte Organisation und Prozessgestaltung. Im Ergebnis sollen öffentliche Ressourcen dorthin gelenkt werden, wo sie am meisten gebraucht werden und die größten Effekte zu erwarten sind. Das gelingt am ehesten, wenn die Steuerung auf einem kommunalen Gesamtkonzept beruht, das in eine gelebte Steuerungsphilosophie mündet.

Die Chance kommunaler Gesamtkonzepte – der Aufbau von Präventionsketten

Die Kommune ist der zentrale Ort, in dem sich Leben, Freizeit, Arbeit und Gemeinschaft abspielen. Hier gibt es eine Fülle von Angeboten in unterschiedlicher Trägerschaft und inhaltlicher Ausrichtung. Doch wie können diese Leistungen sinnvoll miteinander verknüpft werden, um jungen Menschen optimale Lebens- und Entwicklungsbedingungen zu bieten?

Eine Chance liegt in integrierten kommunalen Gesamtkonzepten! Darin finden alle Handlungsfelder und Akteure des Sozialraums - von Jugend, Gesundheit, Soziales, Bildung bis hin zur Stadtteil- und Nachbarschaftsentwicklung Berücksichtigung. Auf der Grundlage einer integrierten Fachplanung sollen präventive Angebote und Netzwerke so aufeinander abgestimmt werden, dass eine (lückenlose) alters- und bedarfsgerechte Unterstützung über alle Lebensphasen hinweg ermöglicht wird. Allgemein spricht man auch von Präventionsketten. Für den Aufbau solcher Präventionsketten gibt es jedoch keinen Masterplan. Jede Kommune zeichnet sich durch eigene regionale Besonderheiten aus, denen individuell Rechnung zu tragen ist.

Publikationen und Dokumente

Publikationen

Flyer 12. Kinder- und Jugendschutzkonferenz des Landes MV

"Vertrauensvoll und Verbindlich - Gemeinsam und Verlässlich"

Programm und Anmeldung

Stand: 27.6.2018

Aktionswoche Kinderschutz 2018

Plakat zur Kinderschutzwoche 2018 - "Gemeinsam für das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen"

Sonstiges

Veranstaltungsübersicht Aktionswoche Kinderschutz 2018

Stand: 26.09.2018

Foto der Steuerungsgruppe MSE Kinderschutz

v.l.n.r.: Frau Schild, Sachgebietsleiterin „Jugendförderung“ und Leiterin der Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen“ im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Herr Bock, Start gGmbH/ Träger Bündnis Kinderschutz M-V, Herr Spies, Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband M-V e.V., Frau Lüth, Sozialministerium M-V, Herr Bull, Bildungsträger Schabernack e. V., Frau Gäde, Bildungsträger Schabernack e. V.