Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilligendienste

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MV bietet viele Möglichkeiten für junge Menschen

MV bietet viele Möglichkeiten für junge Menschen

Die Teilnahme am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) fördert die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen, ihre Berufswahlkompetenz und Studienentscheidung, ihre Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit sowie die gesellschaftliche Teilhabe durch freiwilliges soziales Lernen.

Gerade mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen durch die Auswirkungen des demografischen Wandels, sollte das FSJ auch zunehmend als eine Möglichkeit der Nachwuchsgewinnung betrachtet werden.

Sich über ein FSJ beruflich zu orientieren und gleichzeitig gesellschaftlich zu engagieren, hat sich in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten fast 28 Jahren immer mehr etabliert. So nutzten allein im Jahr 2017/18 791 junge Erwachsene in 565 Einsatzstellen diese Möglichkeit.

Jedes Jahr starten im September die neuen Jahrgänge der Freiwilligendienste im Land.

Im FSJ können sich junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel 12 Monate) in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung engagieren. Dazu zählen u.a. Kindertagesstätten, Schulen, Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Jugendarbeit, in denen das FSJ über die Jahre hinweg zu einer festen Institution im Sinne eines Bildungs- und Orientierungsjahres geworden ist.

Chancen des EU-Programmes „Europäisches Solidaritätskorps“ in Mecklenburg-Vorpommern nutzen und bis zum 1. Oktober 2019 Anträge stellen

Die Europäische Union unterstützt den europäischen Freiwilligendienst, wie auch Solidaritätsprojekte im Rahmen des neuen EU-Programmes „Europäisches Solidaritätskorps“.
Ziel aller dieser Vorhaben ist es, dass junge Menschen die Möglichkeit haben, sich für ein demokratisches, solidarisches und soziales Europa einzusetzen. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, interkulturell zu lernen und somit ihre persönliche, bürgerschaftliche und berufliche Entwicklung zu stärken.

Solidarität und Zusammenhalt sind Grundwerte unserer Gesellschaft und tragendes Element der Europäischen Union. Selbst aktiv zu werden, sich für Mitmenschen verantwortlich zu fühlen und sich nicht nur auf staatliche Institutionen oder Einrichtungen zu berufen - diesen Grundwerten sollten sich alle verpflichtet fühlen und sie täglich neu mit Leben erfüllen.

Durch die Einbettung in das Programm „Europäisches Solidaritätskorps“ haben die Freiwilligendienste im Ausland, wie auch Solidaritätsprojekte massiv an Bedeutung gewonnen. So stehen in Deutschland allein für das Jahr 2019 17 Mio. Euro zur Verfügung, mit denen sich bis zu 10.000 junge Menschen im In- und Ausland solidarisch engagieren können.

Weiterhin sollen über dieses Programm u.a. auch Praktika und Arbeitsstellen für engagierte junge Menschen im Ausland vermittelt werden.
Aktuell haben hier auf der entsprechenden europäischen Datenbank bereits über 70.000 junge Menschen, allerdings nur wenige aufnehmende Stellen, ihr Interesse an einer solchen Stelle bekundet.

Die Solidaritätsprojekte können sehr unbürokratisch von den jungen Menschen selbst beantragt und in unserem Land umgesetzt werden können. Ideen z.B. in der Nachbarschaftshilfe und in der Flüchtlingshilfe sind hier genauso gefragt, wie im Klimaschutz oder im Bereich Demokratie und können für bis zu 12 Monate unterstützt werden.

Nähere Einzelheiten und Informationen zu den verschiedenen Projektangeboten aus dem Europäischen Solidaritätskorps erhalten Sie auf der Internetseite: www.solidaritaetskorps.de.

Informationen zum FSJ

Voraussetzungen

Das FSJ können in der Regel junge Menschen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt aber noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben, ableisten. Besondere Schulabschlüsse oder Qualifikationen sind nicht erforderlich.

Rechtsgrundlagen

Die Rahmenbedingungen zur Förderung der Jugendfreiwilligendienste werden durch das Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) vom 16. Mai 2008 (BGBl. I S. 842), das durch Artikel 30 des Gesetzes vom 20.Dezember 2011 (BGBl. I S. 2854) geändert worden ist, vorgegeben: https://www.gesetze-im-internet.de/jfdg.

Träger des FSJ

Die Zulassung als Träger des FSJ richtet sich nach § 10 Abs. 1 und 2 JFDG. Demnach sind als Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres im Inland im Sinne dieses Gesetzes zugelassen:

  1. die Verbände, die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen sind, und ihre Untergliederungen,
  2. Religionsgemeinschaften mit dem Status einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft und
  3. die Gebietskörperschaften sowie nach näherer Bestimmung der Länder sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Als weitere Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres im Inland und als Träger des freiwilligen ökologischen Jahres im Inland im Sinne dieses Gesetzes kann die zuständige Landesbehörde solche Einrichtungen zulassen, die für eine den Bestimmungen der §§ 2, 3 oder 4 und 5 entsprechende Durchführung Gewähr bieten.

Zuständige Landesbehörde für die Zulassung weiterer Träger in Mecklenburg-Vorpommern ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) Mecklenburg-Vorpommern.

Link zum LAGuS – Anerkennungsverfahren

Die Zulassung erfolgt ohne Rechtsanspruch. Ein Anspruch auf öffentliche Förderung kann aus dieser Zulassung nicht abgeleitet werden.

Eine Übersicht der in Deutschland zugelassenen Träger im FSJ findet sich nachfolgend in der Rubrik „Antworten auf häufig gestellte Fragen“ rund um das Thema Freiwilliges Soziales Jahr.

Förderung

Bund:

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt auf Grundlage der Förderrichtlinien Jugendfreiwilligendienste (RL-JFD) vom 11. April 2012 die pädagogische Begleitung der Freiwilligen mit einem trägerbezogenen Festbetrag von bis zu 200 Euro pro Monat.

Land:

Dem Land Mecklenburg-Vorpommern ist es wichtig, jungen Menschen eine Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten anzubieten. Aus diesem Grund gibt das Sozialministerium gerade den Einsatzstellen in den Bereichen Sport, Demokratie, Politik, Denkmalpflege, Archäologie sowie der Kultur „Starthilfe“ und unterstützt so auch in diesen Bereichen die Verbindung von Berufsorientierung und gesellschaftlichem Engagement. Das Land gewährt hier aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) an die Träger des FSJ Zuwendungen nach der Richtlinie zur Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres vom 18. August 2016.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum FSJ

Nachfolgender Link gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Freiwilliges Soziales Jahr: https://www.jugendfreiwilligendienste.de/antworten-auf-haeufige-fragen.html

Unter diesem Link findet sich auch eine Datei mit der Übersicht der Träger des FSJ in Deutschland.

Die Servicestelle Jugendfreiwilligendienste beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) steht Trägern, Einsatzstellen und Freiwilligen beratend und unterstützend zur Seite.

Download der Adressen von FSJ-Trägern in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Kontakt

Referatsleiterin 210 - Jugend- und Schulsozialarbeit, Produktionsschulen, Regionale Förderung der sozialen Teilhabe
Svea Schünemann
Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung
Abteilung Jugend und Familie
Werderstr. 124
19055 Schwerin
Telefon: +49-385 588 9210
Telefax: +49-385 588 9705

Publikationen und Dokumente

Richtlinien

Richtlinie zur Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres

vom 18. August 2016

Sonstiges

Adressliste FSJ Träger in Mecklenburg-Vorpommern