Fonds Heimerziehung

Aufarbeitung und Hilfe für ehemalige Heimkinder

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Landespressekonferenz vom 11.12.2018

Die Sozialministerin, Landesbeauftragte Drescher und der Leiter der Beratungsstelle zogen auf der LPK eine Bilanz über die Arbeit der letzten sechseinhalb Jahre.

Die Sozialministerin, Landesbeauftragte Drescher und der Leiter der Beratungsstelle zogen auf der LPK eine Bilanz über die Arbeit der letzten sechseinhalb Jahre.

Etwa 3.200 Betroffene von DDR-Heimerziehung haben über die Beratung der Anlauf- und Beratungsstelle bei der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Stasi-Unterlagen Leistungen des Fonds „Heimerziehung in der DDR“ in Anspruch genommen.

Der Heimkinderfonds ist Ausdruck der staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung des Unrechts, das die Betroffenen erleiden mussten. Er hat vielen Opfern geholfen, ihre Sprache wieder zu finden und das Thema aus der Tabuzone zu holen. Das ist der Landesregierung ein sehr wichtiges Anliegen. Die Zahlungen aus dem Fonds können das widerfahrene Unrecht nicht wieder gut machen. Sie können aber zumindest finanzielle Benachteiligungen mildern.

Zwischen der Einrichtung des Fonds im Juli 2012 bis zum Meldeschluss am 30. September 2014 hatten sich allein für MV fast 4.000 Betroffene gemeldet. Neben unzähligen Auskünften, Vor- und Folgegesprächen wurden bis Ende 2017 durch die bis zu 14 Mitarbeiter mit knapp 3.300 Menschen die eigentlichen Erstberatungsgespräche geführt. In diesen Gesprächen standen die biografischen Berichte der Betroffenen, die Glaubhaftmachung ihrer Erfahrungen von Leid und Unrecht, die Vereinbarung von Leistungen und die persönliche Aufarbeitung im Mittelpunkt.

Weiterführende Information und Kontakt: www.landesbeauftragter.de

Pressemeldung zur Pressekonferenz vom 11.12.2018