Jugendschutz

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Jugendlliche schützen

Jugendlliche vor Gefahren u.a. in der Öffentlichkeit und Medien schützen

Jugendlliche vor Gefahren u.a. in der Öffentlichkeit und Medien schützen

Der Kinder- und Jugendschutz hat die Aufgabe, die Rechte und Chancen junger Menschen auf eine positive gesundheitliche und psychosoziale Entwicklung zu sichern und ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Dabei sollen Kinder und Jugendliche vor Gefährdungen und Beeinträchtigungen unterschiedlicher Art geschützt werden.

Neben dem ordnungsrechtlichen und strukturellen Jugendschutz bildet der erzieherische Kinder- und Jugendschutz eine wichtige Säule der präventiven Arbeit.

 

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Die Angebote des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes richten sich an junge Menschen, Eltern und andere Erziehungsberechtigte. Ziel ist es, durch Information, Beratung und erzieherische Impulse möglichen Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken. Dazu werden verschiedenen jugendschutzrelevanten Themen, wie z. B. Medienkompetenz, Sexualpädagogik, Mobbing und Gewalt, Sucht und religiöse oder politische Radikalisierung behandelt. Ziel ist es, die Kritik- und Entscheidungsfähigkeit junger Menschen sowie ihre Eigenverantwortung und Verantwortung gegenüber Mitmenschen zu fördern. Dieser Auftrag wird in § 14 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) normiert.

Struktureller Kinder- und Jugendschutz

Zum strukturellen Kinder- und Jugendschutz zählen alle Aktivitäten und Maßnahmen der Jugendhilfe, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen und -räume junger Menschen beitragen und Gefährdungspotenzialen vorbeugen bzw. entgegenwirken. Dabei sollen gesellschaftliche Zusammenhänge und Strukturen identifiziert und durch planerische und gestaltende Maßnahmen positiv beeinflusst werden. Hierzu zählen z. B. sozialräumliche und -ökologische Ansätze wie Verkehrs- und Städtebauplanung, Planungen von Spiel- und Freizeitstätten, Umweltschutz usw. Die rechtlichen Grundlagen ergeben sich insbesondere aus §§ 1, 8, 79, 80 SGB VIII.

 

Ordnungsrechtlicher Kinder- und Jugendschutz

Im Rahmen des ordnungsrechtlichen bzw. gesetzlichen Jugendschutzes sorgen Jugendämter, Polizei, Ordnungsämter, Gewerbeaufsichtsämter und andere Ordnungsbehörden für die Einhaltung jugendschutzrechtlicher Bestimmungen. Darin eingeschlossen ist die Verantwortung zur Information über aktuelle Regelungen, die Beratung zur Einhaltung der Vorschriften sowie die Kontrolle und Ahndung bei Verstößen. Die Grundlagen ihres Handels ergeben sich aus dem Jugendschutzgesetz (JuSchG), Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) und der Kinderarbeitsschutzverordnung (KindArbSchV). Darüber hinaus enthalten auch einige nicht jugendspezifische Gesetze einschlägige Bestimmungen, wie z. B. die Gewerbeordnung, das Gaststättengesetz oder der Glücksspiel-Staatsvertrag.

 

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