Kinderrechte

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Kinderrechte stärken

Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten und Träger eigener Rechte. Sie haben einen Anspruch auf Fürsorge und Unterstützung. Die Stärkung von Kindern hinsichtlich ihrer Stellung in der Gesellschaft und Beteiligung an allen sie betreffenden Entscheidungen ist für ein gelingendes Aufwachsen unverzichtbar.

Die UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) bekräftigt den Geltungsanspruch aller Menschenrechte für Kinder und formuliert verbindliche Mindeststandards für ihren Schutz, ihre Förderung und Partizipation. Sie verpflichtet die Vertragsstaaten -darunter auch Deutschland- zur Einhaltung dieser Bestimmungen und fordert eine entsprechende Umsetzung im nationalen Recht. Ihr Anwendungsbereich umfasst alle das Kind berührenden Lebensbereiche und Rechtsgebiete. Die Umsetzung wird durch das Deutsche Institut für Menschenrechte begleitet und überwacht. 

Um die Rechtsposition von Kindern zu stärken wurden bereits einzelne Vorschriften durch die Aufnahme von Anhörungs- und Mitwirkungsrechten erweitert. Dies betrifft insbesondere das Kinder- und Jugendhilferecht, Familienrecht, Schulrecht, Sozialrecht sowie das Aufenthalts- und Asylrecht. Diese Maßnahmen gehen jedoch nicht weit genug. Deshalb setzt sich die Landesregierung M-V für eine Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz ein. Eine Maßnahme, die insbesondere mit Blick auf die soziale Lage von Kindern und deren Bildungs- und Teilhabechancen Signalwirkung hat.

Kinderrechte sind als eine strategische Handlungsleitlinie des Landes im „Landesprogramm Kinderschutz“ verankert. Sie finden ihren Ausdruck in verschiedenen Initiativen, Projekten und Maßnahmen. Gleichzeitig sind sie integraler Bestandteil von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für beruflich und ehrenamtlich tätige Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

 

Weiterführende Links

UN-Kinderrechtskonvention

UN-Behindertenrechtskonvention

Artikel 14 Landesverfassung MV

BMFSFJ Broschüre „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“

Aktionsplan der Bundesregierung „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 – 2010“

Institut für Menschenrechte