Das Landes­behinderten­gleich­stellungs­gesetz und seine Rechtsverordnungen

Leichte Sprache - Evaluation des Maßnahmeplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in MV

Zusammenfassung der Evaluation in leichter Sprache © Prognos AG

Sellering: Kultur ist lebendig, wenn viele Menschen teilnehmen

Nr.260/2009  | 23.11.2009  | MP  | Ministerpräsident

Anlässlich der Verleihung des Kulturpreises und des Förderpreises des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsident Erwin Sellering appelliert, mit mehr Selbstbewusstsein auf das zu schauen, was in unserem Land an Kunst und Kultur geschaffen wird: "Ich finde, dass wir stolz sein können, wie vielfältig das kulturelle Angebot in unserem Land ist. Das gilt für Kunst mit hohem professionellem Anspruch genauso wie für Kinder- und Jugendprojekte, die jungen Menschen einen fröhlichen, unverkrampften Zugang zu Musik, Film oder Theater bieten wollen und sie einladen, selbst kreativ zu werden. Beides ist wichtig. Beides unterstützt die Landesregierung nach Kräften."

Es sei beeindruckend, wie viele Menschen sich auf ganz unterschiedlichen Gebieten mit Kultur beschäftigen, wie viele selbst künstlerisch aktiv sind und wie viele sich mit Idealismus und großem persönlichem Engagement dafür einsetzen, unser Land noch reicher an Kultur zu machen. "Ich finde, das verdient großen Respekt und große Anerkennung, besonders, weil das meiste ehrenamtlich und aus persönlicher Initiative geschieht." Genauso erfreulich sei, dass große Veranstaltungen wie das Filmkunstfest MV, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder das Usedomer Musikfestival deutschlandweit Beachtung und Anerkennung finden.

Dass Mecklenburg-Vorpommern nicht nur als schöne Landschaft, sondern auch als interessante Kunstlandschaft wahrgenommen werde, liege nicht zuletzt an den hervorragenden Bildenden Künstlerinnen und Künstlern, die im Land leben und arbeiten. "Das finde ich wunderbar. Sie sorgen dafür, dass es viele Möglichkeiten gibt, Kunst zu begegnen, nicht nur in Museen, Galerien oder Künstlerhäusern. Kunst lebt von dieser Vielfalt. Lebendig ist für mich eine Kultur, die die Menschen neugierig macht, die sie zum Nachdenken anstößt, die sie dazu bringt, miteinander zu diskutieren. Lebendig ist für mich eine Kultur, an der möglichst viele Menschen teilnehmen und zeigen, dass sie Kunst wollen und brauchen."

Mit dem Kulturpreis des Landes wurde der Bildhauer Wieland Schmiedel ausgezeichnet. Den Förderpreis erhielt die St.-Johannis-Kantorei Rostock.

Der Ministerpräsident würdigte die Ausgezeichneten: "Einen großen Teil seiner Arbeiten hat der Bildhauer Wieland Schmiedel gezielt für den öffentlichen Raum geschaffen, als Herausforderung zur Wahrnehmung, Diskussion und Auseinandersetzung. Diesen Werken können Menschen unmittelbar in ihrem Alltag begegnen, wie z.B. den sechs ausdrucksstarken "Denkzeichen" auf dem Friedhof Neuruppin und die Stelen entlang der Todesmarschstrecke der Häftlinge der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück im Landkreis Parchim. Es gelingt dem Künstler, mit seinen Kunstwerken viele Menschen zu berühren und zu bewegen. Er leistet damit einen wertvollen Beitrag gegen das Vergessen, für eine Kultur des Erinnerns."

Zur St. Johannis-Kantorei Rostock erklärte der Ministerpräsident: "Man kann sich kaum vorstellen, wie das musikalische Leben in der Hansestadt Rostock ohne die Kantorei mit ihren 7 Chören aussehen würde. Mehr als 50 Konzerte geben die rund 400 Sängerinnen und Sänger im Jahr auf höchstem künstlerischem Niveau. Es verdient besondere Anerkennung, dass Sie sich mit so großem Einsatz um die Jugendarbeit kümmern. Mehr als 200 Kinder und Jugendliche bekommen derzeit in der Kantorei eine musikalische Ausbildung. Auch das macht die Arbeit in den Chören so wertvoll. Es geht darum, dass Kinder Zugang zur Musik finden – als Gewinn für sich selbst, aber auch um Nachwuchs für eine lebendige Kultur in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern."

Anlagen

260-2009.pdf (PDF, 0,06 MB)
Die Presseinformation als pdf-Dokument.

Festansprache des Ministerpräsidenten (PDF, 0,02 MB)
Die Festansprache im Schweriner Schloss im Wortlaut (vier Seiten).

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Menschen mit Behinderungen sollen in unserem Land gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Um das zu gewährleisten, gibt es das Gesetz zur Gleichstellung, gleichberechtigten Teilhabe und Integration von Menschen mit Behinderungen (Landesbehindertengleichstellungsgesetz). Ziel des Gesetzes ist es, Benachteiligungen zu beseitigen und zu verhindern. Menschen mit Behinderungen sollen so weit wie möglich selbst über ihr Leben bestimmen können.

Dafür brauchen Sie eine starke Lobby. Deshalb ist der Integrationsförderrat seit dem Jahr 2000 der gesetzliche Interessenvertreter der Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Der Integrationsförderrat wird hinsichtlich der Belange von Menschen mit Behinderungen an allen Gesetzgebungsverfahren beteiligt und kann selbst Gesetzesinitiativen anregen.

Dieses Gremium wurde weiter gestärkt.

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist eine Querschnittsaufgabe und erfordert die Präsenz aller Ministerien in der fachlichen Arbeit des Integrationsförderrates. Zusätzlich wurde der Sozialverband VdK Mecklenburg- Vorpommern aufgenommen, der dem größten Sozialverband Deutschlands angehört und sich unter anderem auch für chronisch kranke Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen einsetzt und bisher im Integrationsförderrat nicht vertreten ist. Neu dabei ist auch der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern, der die besonderen Lebenslagen von Frauen mit Behinderungen im Fokus hat.

Das Landesbehindertengleichstellungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern wird in Filmen (siehe unten Links) in Gebärdensprache präsentiert. Damit soll Ihnen die Möglichkeit gegeben werden, das Gesetz besser kennen zu lernen und über die für Sie damit verbundenen Rechte informiert zu sein.

Kontakt

Referatsleiterin 340 - Belange von Menschen mit Behinderungen, Soziales Entschädigungsrecht, Geschäftsstelle des Integrationsförderrates (IFR)
Martina Krüger
Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung
Abteilung Soziales und Integration
Werderstr. 124
19055 Schwerin
Telefon: +49-385 588 9340
Telefax: +49-385 588 9704