Informationen zur Badestelle
Nr. 8: Lankower See, Südufer







Das Südufer des Lankower Sees liegt direkt am Rundweg um den See und ist auch mit dem Auto über den Stadtteil Weststadt gut zu erreichen. Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Die weitläufige Uferzone mit kleinem Sandstrand lädt auch kleine Kinder zum Buddeln und Plantschen ein. Eine große Wiese, Spielplatz und zeitlich begrenzte Badeaufsicht in den Ferien runden den Badespaß ab. Bootsverleih und Kiosk befinden sich in der näheren Umgebung.
Untersuchung und Einstufung

Einstufung: gute Qualität im Bewertungszeitraum 2022 bis 2025
Auskunft: GA Schwerin, Tel. 0385 545-2867, -2868
Untersuchungsstelle: Landesamt für Gesundheit und Soziales
Kurzprofil zum Badegewässer
Kurzprofil herunterladen (pdf)Der Lankower See ist geomorphologisch als Rinnensee in einem Endmoränengebiet, mit teilweise sehr steilen Hängen, zu bezeichnen. Er entstand während der letzten Eiszeit (Würmeiszeit) aus einer Schmelzwasserrinne, die sich nach dem Rückgang des Eises dauerhaft mit Wasser füllte. Der See ist 0,54 km² groß. Die Tiefe beträgt im im Mittel 5,2 m und an der tiefsten Stelle 10,2 m. Im Einzugsgebiet befinden sich nördlich vorwiegend Privatgärten, im Bereich des West- und Nordwestufers parkartig genutzte Grünflächen mit Wanderwegen für Naherholungszwecke.
Der Zustand des Gewässers wird als nährstoffreich eingeschätzt. Die Wasserqualität wird daher durch Algenwachstum, meist ohne Einschränkungen der Sichttiefe, beeinträchtigt. Es wird regelmäßig ein starkes Wachstum von Wasserpflanzen festgestellt. In den Sommermonaten kann es im Badebereich zu Massenansammlungen von Cyanobakterien (Blaualgen) kommen. Sie lassen sich durch bläulich-grüne Schlieren an der Wasseroberfläche gut erkennen. Zusammengeschobene Cyanobakterienmassen können am Badestrand zu einem Algenteppich führen. Die Algensituation ist sehr stark wind- und strömungsabhängig, kann sich innerhalb weniger Stunden verändern und ist daher nicht vorhersagbar. Bei Hautkontakt können Reizungen und allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Im Flachwasserbereich können Zerkarien (mikroskopisch kleine Larvenstadien von Saugwürmern) auftreten, die sich in die Haut bohren und gerötete Stellen, verbunden mit einem unangenehmen Juckreiz, hervorrufen.
Das hohe Vogelaufkommen und Starkregenereignisse können die Wasserqualität beeinflussen. Das Badegewässerprofil lässt keine Gefahr für kurzzeitige mikrobiologische Verunreinigungen erkennen, die auf Grund bekannter Ursachen vorhersehbar wären.
Aktuelle Messwerte
| Zeitpunkt | EC/100ml | IE/100ml | Temp. | Sichttiefe | pH-Wert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 07.05.2026 | <10 | 21 | 13,9 °C | >1,00 m | 8,7 | zum Baden geeignet |
| 03.06.2026 | 110 | <10 | 20,2 °C | >1,00 m | 8,2 | zum Baden geeignet |
EC - Escherichia coli ist ein Bakterium, das in hoher Anzahl spezifisch in Warmblüterfäkalien vorkommt und bei unseren klimatischen Bedingungen in der Umwelt abstirbt. Untersuchung nach EN ISO 9308-3. Höchstwert 1800 KBE/100 ml.
IE - Intestinale Enterokokken stammen aus dem Darm von Mensch und Tier. Sie sind widerstandsfähiger als E. coli und können in der Umwelt länger überleben. Untersuchung nach EN ISO 7899-1. Höchstwert 700 KBE/100 ml.
Die Höchstwerte entsprechen der BadegewLVO M-V vom 6. Juni 2008.Diese mikrobiologischen Parameter sind Indikatoren für (fäkale) Verunreinigungen, die ab einer bestimmten Höhe gesundheitliche Probleme hervorrufen können.
Weitere Informationen
Das Badegewässerprofil umfasst eine gemäß der Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG erstellte Beschreibung der relevanten physikalischen, geografischen und hydrologischen Eigenschaften des Badegewässers.



