Lichten­hagen darf sich nicht wieder­holen

Schwesig: Jede und jeder ist gefordert

Erinnerungsveranstaltung in der Rostocker Marienkirche mit 300 Besucherinnen und Besuchern Details anzeigen

Während der Erinnerungs­veranstaltung in der Marienkirche

Erinnerungsveranstaltung in der Rostocker Marienkirche mit 300 Besucherinnen und Besuchern

Während der Erinnerungs­veranstaltung in der Marienkirche

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf der Erinnerungs­veranstaltung anlässlich der rassistischen Ausschrei­tungen 1992 vor und im Sonnen­blumen­haus dazu aufgerufen, rechtsextremistische Tendenzen konsequent entgegenzutreten: Jede und jeder in unserem Land ist gefordert, sich rechtsextremistischen Tendenzen entschieden entgegenzustellen, denn von Hass und Hetze ist es nicht mehr weit bis zur ausgeübten Gewalt, betonte die Regierungschefin in der Rostocker Marienkirche.

Die furchtbaren Bilder seien immer noch in Erinnerung: Ich war 18, als ich die schlimmen Nachrichten aus Rostock hörte: aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger, die die Zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge angriffen, die immer wütender wurden, immer aggressiver. Aufgestachelt von Beifall klatschenden Schaulustigen, von Rechtsgesinnten aus ganz Deutschland und begünstigt durch überforderte Verantwortliche.

Kampf gegen Rechtsextremismus ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Blick ins Publikum der Gedenkveranstaltung in der Rostocker Marienkirche Details anzeigen

Rund 300 Menschen waren bei der Gedenkveranstaltung dabei

Blick ins Publikum der Gedenkveranstaltung in der Rostocker Marienkirche

Rund 300 Menschen waren bei der Gedenkveranstaltung dabei

An den Vorfällen von 1992 sei nichts zu beschönigen. Sie mahnen und verpflichten uns bis heute auf besondere Weise. Wir haben diese Verpflichtung angenommen. Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, dass wir den Kampf gegen den Rechtsextremismus als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen. Mit konsequenter Bekämpfung rechtsextremistischer Straftaten, mit unseren Regionalzentren für demokratische Kultur, mit landesweiten Bündnissen wie „Wir. Erfolg braucht Vielfalt“ und vor allem mit vielen bunten Initiativen vor Ort.