Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2019

Schwesig: Patienten und Fachkräfte müssen im Mittelpunkt stehen

#Gesundheit2019 - Gesundheit neu denken! lautet das Thema der 15. Nationalen Branchen­konferenz Gesundheits­wirtschaft in der Yachthafen­residenz Hohe Düne in Rostock. Rund 700 Fachleute aus Medizin, Politik und Wirtschaft befassen sich zwei Tage lang mit Zukunfts­fragen und Heraus­forderungen der Gesundheits­wirtschaft.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am RednerpultDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Rednerpult

Schwesig: Patienten und Fach­kräfte müssen im Mittel­punkt stehen

Schwesig: Patienten und Fach­kräfte müssen im Mittel­punkt stehen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte zur Eröffnung am 12. Juni, es sei richtig, sich auf der Branchenkonferenz mit dem Thema "Ökonomisierung der Gesundheit", das viele Aspekte habe, zu beschäftigen. Diese Ökonomisierung, verbunden mit der Frage nach den Kosten einer Behandlung, werde von vielen Menschen mit Sorge gesehen. Ihre Haltung hierzu sei klar: Nicht Umsatz und Gewinn, sondern die Patienten und die Fach­kräfte müssen im Mittelpunkt stehen. Das muss unser gemeinsames Ziel sein. Dafür gilt es, gute Lösungen zu finden.

Gesundheitsbranche trägt im Land zur Wirtschaftskraft bei

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung der Konferenz am Rednerpult, zu den Gästen gewandtDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung der Konferenz am Rednerpult, zu den Gästen gewandt

Blick auf die Gäste

Blick auf die Gäste

Gleichzeitig biete die Ökonomisierung viele Chancen. Die Gesundheits­branche trage im Land maßgeblich zur Wirtschaftskraft bei: Mecklenburg-Vorpommern ist deutschlandweit Spitzenreiter beim Anteil der Beschäftigung und Brutto­wert­schöpfung in diesem Bereich. 154.000 Menschen arbeiten in der Pflege, in Kranken­häusern und Praxen, in der Medizin­technik oder der Biotechnologie. Mit 15 Prozent an Brutto­wert­schöpfung ist die Branche ein starker Impuls­geber und Jobmotor in Mecklen­burg-Vorpom­mern.

Gesundheitswesen und Gesundheitswirtschaft - öffentliche Daseinsvorsorge mit Kliniken und Ärzten sowie Jobs in Medizintechnik und im Gesundheitstourismus - sollten nicht als Gegensatz gesehen werden, beides lasse sich gut miteinander vereinbaren, so die Ministerpräsidentin. Dies berge Wachstumspotenzial für die Wirtschaft und Chancen für das Land - auch in Zukunft.

Vereinbarung über Projekte zur Verbesserung der Kindergesundheit unterzeichnet

Unterzeichnung der Vereinbarung zweier Projekte zur Verbesserung der Kindergesundheit mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Landrat Michael Sack und Katja Enderlein, Medigreif ParkklinikDetails anzeigen
Unterzeichnung der Vereinbarung zweier Projekte zur Verbesserung der Kindergesundheit mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Landrat Michael Sack und Katja Enderlein, Medigreif Parkklinik

Die Ministerpräsidentin mit Landrat Michael Sack und Katja Enderlein

Die Ministerpräsidentin mit Landrat Michael Sack und Katja Enderlein

Zum Abschluss des Besuchs der Ministerpräsidentin auf der Branchen­konferenz wurden zwei Projekte zur Verbesserung der Kinder­gesund­heit im Land vorgestellt. Sie basieren auf Vorarbeiten in der Strategie­gruppe II des Kuratoriums Gesund­heits­wirt­schaft. Eine entsprechende Verein­barung wurde von der Minister­präsidentin und den anderen Projekt­partnern unterzeichnet.

Es geht darum, dass Kinder, die im Rahmen einer Mutter-Vater-Kind-Kur ihrer Eltern in eine Reha-Einrich­tung kommen und selbst einen Reha-Bedarf haben, nach Mög­lich­keit noch vor Ort eine entsprechende Unter­stützung erhalten, erläuterte die Strategie­gruppen­leiterin Katja Ender­lein. Im zweiten Projekt gehe um ein vereinfachtes Verfahren zur Beantragung von Reha-Maßnahmen. Das ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, sagte Minister­präsidentin Manuela Schwesig. Es geht um eine gute medizinische Versorgung und um die Stärkung der Familien im Land.

Wirtschaftsminister Harry Glawe macht auf Herausforderungen der Branche aufmerksam

Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Gespräch bei der Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft mit weiteren Diskussionsteilnehmern an StehtischenDetails anzeigen
Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Gespräch bei der Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft mit weiteren Diskussionsteilnehmern an Stehtischen

Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Gespräch bei der Branchen­konferenz Gesund­heits­wirt­schaft

Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Gespräch bei der Branchen­konferenz Gesund­heits­wirt­schaft

Zum Abschluss der Konferenz machte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe auf die Herausforderungen der Branche aufmerksam: Die Gesundheits­branche wachse rasant weiter und sei ein Schlüssel­bereich, um zu mehr zukunfts­fähigen, innovativen Arbeits­plätzen sowie zu mehr Wert­schöpfung im Land zu kommen. Glawe: Drängende Heraus­forderungen sind die Fachkräfte­sicherung und Fachkräfte­gewinnung, Existenz­gründungen mit nach­haltigen Produkten und Dienst­leistungen sowie die weitere Inter­nationa­lisierung insgesamt. Zugleich verdeutlichte der Minister, dass mehr Gründungen in der Gesundheitswirtschaft notwendig seien: Existenzgründungen sind die Frischzellenkur für die heimische Wirtschaft. Umso wichtiger ist es, Unternehmen bei der Umsetzung von neuen, innovativen Ideen zu unterstützen.