Deutsch-Polnische Medientage in Stralsund

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: Wir wollen die Partnerschaft mit Polen weiter ausbauen

Das Logo der Deutsch-Polnischen Medientage zeigt unter anderem eine Fotokamera, ein Mikrophon, einen Film sowie ein Smartphone und ein MegaphonDetails anzeigen
Das Logo der Deutsch-Polnischen Medientage zeigt unter anderem eine Fotokamera, ein Mikrophon, einen Film sowie ein Smartphone und ein Megaphon

Ist es Zeit, Europa neu zu denken? Europäische Politik oder Europa der Nationen? - unter diesem Motto standen die Deutsch-Polnischen Medientage am 6. und 7. Juni in der Hansestadt Stralsund. Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Medien, Politik und Grenzregionen tauschten sich in sechs Workshops aus und berichteten über Herausforderungen in der aktuellen Medienlandschaft auf beiden Seiten der Grenze.

21. Verleihung des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalisten­preises

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Festrede im Stralsunder KatharinenklosterDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Festrede im Stralsunder Katharinenkloster

Die Ministerpräsidentin bei ihrer Festrede

Die Ministerpräsidentin bei ihrer Festrede

Feierlicher Höhepunkt der Deutsch-Polnischen Medientage war die 21. Verleihung des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises im Remter des Stralsunder Katharinenklosters. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte in ihrer Festrede: Die Partnerschaft mit Polen hat für Mecklenburg-Vorpommern eine ganz besondere Bedeutung. Wir haben starke Regionalpartnerschaften mit den Wojewodschaften in Westpommern und Pommern. Es gibt Verbindungen zwischen Kommunen, Schulen und Hochschulen, Kirchen und Vereinen. Polen ist aktuell unser wichtigster Wirtschaftspartner.

Stettin wachse mit seinem Umland auch über die deutsch-polnische Grenze hinweg zusammen. Wir wollen die gute Partnerschaft mit unseren polnischen Nachbarn in den nächsten Jahren weiter ausbauen, erklärte die Ministerpräsidentin vor den rund 200 Gästen der Festveranstaltung. Es sei für beide Länder ein Gewinn und trage zum besseren Verständnis bei, wenn sich die Medien mit dem jeweils anderen Land und dem deutsch-polnischen Verhältnis befassten.

Der Journalistenpreis wurde zum 21. Mal in den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen, Journalismus in der Grenzregion (seit 2014) und erstmalig in der Kategorie Multimedia/Online verliehen. Deutschland und Polen wechseln sich bei der Preisverleihung jedes Jahr ab.

Die Preisträger des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2018

Kategorie Print: Jacek Harłukowicz, Gazeta Wyborcza / Duży Format: Jestem patriotą: Sieg heil!

Kategorie Hörfunk: Jan Pallokat, RBB-ARD-Studio Warschau und RBB Inforadio: Erzfeind oder Partner? Das zerrissene Deutschland-Bild der Polen

Kategorie Fernsehen: Ingo Dell, MDR Geschichte, Dokumentationen und Osteuropa: Die Karawane der Pflegerinnen

Kategorie „Journalismus in der Grenzregion“: Friederike Witthuhn und Peter Schmidt, NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern, Nordmagazin - Land und Leute: Pomerania – Deutsch-polnisches Grenzfest

Kategorie Multimedia / Online: Ewelina Karpińska-Morek, Interia / Fakty und Deutsche Welle / polnische Redaktion: Z niej już jest Niemka

Die Juroren trafen ihre Wahl aus 114 Einsendungen, wobei 65 aus Deutschland und 49 aus Polen kamen. Es wurden je sechs Beiträge in den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen, der neuen Rubrik Multimedia/Online sowie für den durch den Gastgeber Mecklenburg-Vorpommern ausgelobten Sonderpreis „Journalismus in der Grenzregion“ nominiert. Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Unabhängige Jury wählte die besten Beiträge aus

Eine unabhängige Jury aus Vertretern aller beteiligten Partner wählte die besten Beiträge aus. Gestiftet haben die Preise die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen, die Wojewoschaften Westpommern, Lebuser Land und Niederschlesien sowie die Robert Bosch Stiftung, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.