Schwesig: Trotz Fortschritten in der Gleichstellung bleibt viel zu tun

Empfang der Ministerpräsidentin anlässlich des Internationalen Frauentags

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig während des Empfangs zum Frauentag am Rednerpult des Schweriner StaatstheatersDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig während des Empfangs zum Frauentag am Rednerpult des Schweriner Staatstheaters

Schwesig: Frauenrechte sind Menschenrechte

Schwesig: Frauenrechte sind Menschenrechte

Frauenrechte sind Menschenrechte. Sie sind keine Gnade, für die Frauen dankbar sein müssen, sondern eine Selbst­verständ­lich­keit, sagte Minister­präsidentin Manuela Schwesig anlässlich des Empfangs zum Internationalen Frauentag im Schweriner Staats­theater vor rund 300 Gästen.

Frauen seien in der Parlamenten noch immer in der Minderheit, trotz den großen Fortschritten in den vergangenen 100 Jahren. Manches schrecke Frauen ab. Sie wollten Lösungen und keine langen Debatten. Zudem gebe es vieles, was Frauen und Männer an einem Engagement behindere, wie Job, Kinder oder die Pflege kranker Angehöriger. Schwesig: Unsere Kultur der Teilhabe muss sich ändern. Sitzungs­zeiten und Kommuni­kations­formen müssen sich den Bedürf­nissen von Frauen und Männern mit Betreuungs­aufgaben anpassen.

Forderung nach mehr Frauen in Führungspositionen und gleichem Lohn

Die Ministerpräsidentin sprach sich für mehr Frauen in Führungs­positionen aus und forderte gleichen Lohn für sie. Frauen bekämen in Deutschland rund 20 Prozent weniger Gehalt als Männer. Die jetzige Situation sei nicht gerecht und habe mit Chancengleichheit nichts zu tun. Wer wirtschaftliche Eigenständigkeit für Frauen wolle, müsse zudem neben besseren Löhnen und besserer Vereinbarkeit ein gutes flächen­deckendes Betreuungs­angebot schaffen.

In diesem Zusammenhang verwies Schwesig auf den Fahrplan für kostenfreie Kitas im Land: Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das die Beiträge für einen Kitaplatz vollständig abschafft und auch noch den Hort einbezieht.

Marion Löning "Frau des Jahres des Landes Mecklenburg-Vorpommern"

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Sozialministerin Stefanie Drese mit Marion Löning, der Frau des Jahres, in ihrer MitteDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Sozialministerin Stefanie Drese mit Marion Löning, der Frau des Jahres, in ihrer Mitte

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Sozialministerin Stefanie Drese mit Marion Löning

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Sozialministerin Stefanie Drese mit Marion Löning

Stellvertretend für alle Frauen ehrte Mininsterpräsidentin Manuela Schwesig Marion Löning aus Ludwigslust mit der Auszeichnung "Frau des Jahres des Landes Mecklen­burg-Vorpommern": Frau Löning hat mit Mut und Hartnäckig­keit die Schließung der Edith-Stein-Schule in Ludwigslust verhindert und einen Neuanfang bewirkt. Das hat mich sehr beeindruckt und das hat auch die Jury überzeugt.

Mit der Auszeichnung werde künftig jedes Jahr eine Frau gewürdigt, die aufgrund ihrer Leistungen und ihres Engagements im beruftlichen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich sehr aktiv ist, Verantwortung übernimmt und sich für ihre Mitmenschen einsetzt. Die Statue für den Preis hat die Künstlerin Marie Madeleine Saludas geschaffen, die in der Nähe von Ueckermünde arbeitet.

Die Laudatio auf Marion Löning hielt Sozialminsterin Stefanie Drese. Sie hob das außergewöhnliche, Engagement Lönings zur Rettung der Edith-Stein-Schule hervor. Die Fäden liefen bei Marion Löning zusammen. Sie war der Ankerpunkt, die Energiequelle, die beharrliche Macherin. Marion Löning gründete auf eigenes Risiko die Edith-Stein Christliche gGmbH, um einen potenziellen Träger vorweisen zu können, die Voraussetzung, um überhaupt mit potenziell neuen Trägern und weiteren Akteuren über eine Zukunft und einen Neubau der Schule sprechen zu können.