Landeskulturpreis und Kulturförderpreis 2017 verliehen

Schwesig: "Kultur- und Kunstszene im Land ist etwas ganz Besonderes"

Hans Pölkow mit Fotoapparat auf der Festveranstaltung Details anzeigen

Hans Pölkow widmet sich seit 60 Jahren der Künstler­foto­gra­fie

Hans Pölkow mit Fotoapparat auf der Festveranstaltung

Hans Pölkow widmet sich seit 60 Jahren der Künstler­foto­gra­fie

Minister­präsidentin Manuela Schwesig ehrte am 29.11.2017 den Fotograf und Kultur­journalisten Hans Pölkow mit dem Landeskulturpreis 2017. Die Landesregierung zeichnet mit dem Kulturpreis besondere Leistungen in Kunst und Kultur aus und so auch Persönlichkeiten und Initiativen, die das Kulturland Mecklenburg-Vorpommern einzigartig mitgestalten.

Hans Pölkow wurde 1935 in Rostock geboren und lebt heute in Sarmstorf bei Güstrow. Seit 60 Jahren widmet er sich der Künstler­fotografie. Er portraitierte unter anderem Otto Niemeyer-Holstein, Jo Jastram, Günther Uecker und Oskar Manigk, aber auch Pina Bausch, Louis Armstrong und Leonard Bernstein.

Portrait von Günther Uecker, fotografiert von Hans Pölkow Details anzeigen

Portrait von Günther Uecker, foto­grafiert von Hans Pölkow

Portrait von Günther Uecker, fotografiert von Hans Pölkow

Portrait von Günther Uecker, foto­grafiert von Hans Pölkow

Mit dem Preis werde das Lebens­werk eines großen Fotografen und Kultur­journalisten ausgezeichnet, so Schwesig. Sein breit gefächertes Werk zeige eindrucksvoll und sei ein gutes Beispiel dafür, dass die spezifische Kunst- und Kultur­geschichte der DDR inzwischen auch Teil einer gesamt­deutschen Kunst­geschichte ist.

Neben dem künstlerischen Rang sei das Werk des Ausgezeichneten auch von unschätzbarem dokumentarischem Wert. In seinem Werk verbinde sich auf einzig­artige Weise ein sicheres künstlerisches Urteil, der Instinkt für den foto­grafisch frucht­baren Moment und die taktvolle Annäherung an den Portrai­tierten. Dazu kommen journalis­tischer Ehrgeiz und Geschick. Die besten Portrait­fotografien mecklen­burgischer Künstler, von denen viele schon verstorben sind, verdanken wir Herrn Pölkow und seiner Kunst. So habe das Land beispielsweise Fotografien von Otto Niemeyer-Holstein und Jo Jastram für seine Kunst­sammlung erworben, das Staatliche Museum 2016 ein Bildnis von Günther Uecker gekauft.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Ansprache Details anzeigen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Ansprache

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Ansprache

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Ansprache

Für mich ist die Kultur- und Kunstszene in unserem Land etwas ganz Besonderes, betonte Minister­präsidentin Manuela Schwesig in ihrer Ansprache. Das Land habe eine lebendige Kulturszene. Viele Künstlerinnen und Künstler füllten ihren Freiraum inspiriert und fantasievoll aus. Sie alle zeigen: Man kann hier in Mecklen­burg-Vorpom­mern etwas bewegen, man kann hier mit guten Ideen und Selbst­vertrauen unglaublich viel schaffen und erreichen.

Kulturförderpreis geht an das Festival polenmARkT

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Dr. Marek Fialek und Professor Dr. Bernhard Brehmer (rechts) und vom Verein Polenmarkt e.V. Details anzeigen

Die Minister­präsi­dentin mit Prof. Dr. Bern­hard Brehmer (r.) und Dr. Marek Fialek von polen­mArkT e.V.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Dr. Marek Fialek und Professor Dr. Bernhard Brehmer (rechts) und vom Verein Polenmarkt e.V.

Die Minister­präsi­dentin mit Prof. Dr. Bern­hard Brehmer (r.) und Dr. Marek Fialek von polen­mArkT e.V.

Der Kulturförderpreis des Landes geht an das Festival polenmARkT. Was ursprünglich als "Polnischer Kultur­abend" begann, ist heute das größte Festival polnischer Kultur außerhalb Polens und erfreute im November 2017 bereits zum 20. Mal zahlreiche Gäste aus Greifs­wald und der Umgebung. Zehn Tage lang gab es ein buntes Programm mit über 30 Veranstaltungen: Konzerte, Theater-Aufführungen, Lesungen, Ausstellungen, Filme, Vortrage und Workshops zu inter­kulturellen Themen.

Schwesig: Alle Generationen finden passende Angebote, Kinder und Jugendliche werden besonders angesprochen. Gerade das finde ich besonders gut: Diese Generation mit den polnischen Nachbarn, mit der polnischen Kultur vertraut zu machen, die morgen das grenz­über­schreitende Zusammen­leben mitgestalten wird.

Hinter dem Festival stehe der polen­mARkT e.V., ein Team ehren­amtlicher Aktiver. Das ist ein großartiges Engage­ment für die Kultur, für den lebendigen Austausch und die Verständigung unserer Völker auf beiden Seiten der Grenze. Danke für die Initiative und für den unermüdlichen Einsatz, betonte Schwesig.