Neujahrsempfang von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Pasewalk

Schwesig: Land wirtschaftlich voranbringen mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern

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Video: Impressionen rund um den Neujahrsempfang 2018

Video: Impressionen rund um den Neujahrsempfang 2018

Das Land wirtschaftlich voranzubringen mit dem klaren Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern, bezeichnete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in ihrer Rede vor rund 400 Gästen zum Neujahrsempfang als die wichtigste Aufgabe der Landesregierung. Derzeit gebe es 9.700 mehr sozial­versicherungs­pflichtige Beschäftigte als vor einem Jahr.

Um diese Ziele zu erreichen, müsse sich das Land wirtschaftlich noch breiter aufstellen und setze dabei auf die Erfolgsbranchen Tourismus, Land- und Ernährungs­wirtschaft, Erneuerbare Energien, die Gesundheits­wirtschaft, die maritime Industrie und die Zulieferer für die Automobil-, Luft- und Raumfahrt­industrie.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig während ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang Details anzeigen

Das Land wirtschaftlich voran­zubringen nannte die Minister­präsidentin als wich­tigste Auf­gabe

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig während ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang

Das Land wirtschaftlich voran­zubringen nannte die Minister­präsidentin als wich­tigste Auf­gabe

Mecklenburg-Vorpommern könne auf Dauer nur konkurrenz­fähig mit anderen Regionen sein, wenn wir auch bei Löhnen attraktiv sind. Es kann nicht so bleiben, dass die Löhne bei uns niedriger sind als in den west­deutschen Ländern. Dies sei nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit für jeden Einzelnen, sondern es gehe um mehr: Es geht um die Frage, ob unsere Demokratie insgesamt gestärkt oder geschwächt wird, ob die soziale Markt­wirtschaft als Wirtschafts­ordnung bei uns im Land trägt. Für mich ist völlig klar, dass sie nur dann Akzeptanz findet, wenn diejenigen, die hart arbeiten, auch einen fairen Anteil am gesell­schaft­lichen Wohlstand haben.

Digitalisierung

Glasfaserkabel auf großer Spule am Straßenrand Details anzeigen

Beim Breitband-Ausbau ist das Land auf gutem Weg

Glasfaserkabel auf großer Spule am Straßenrand

Beim Breitband-Ausbau ist das Land auf gutem Weg

Die Digitalisierung sei die entscheidende Zukunftsfrage des 21. Jahr­hunderts, die dem Land viele neue Möglichkeiten eröffne. Eine gut ausgebaute digitale Infra­struktur sei hierfür die zwingende Voraussetzung. Mit den Mitteln des Breit­band-Förder­programms befinde sich das Land hier auf einem guten Weg. Jetzt gehe es in einem weiteren Schritt darum, die vielen kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen, die die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns prägten.

Schwesig: Junge Kreative können es auch bei uns im Land schaffen, ihre klugen Ideen zu einem wirt­schaftlich sinnvollen Konzept zu machen. Das wollen wir an mindestens zwei Standorten ganz besonders fördern, in digitalen Gründer­zentren in Rostock und Greifswald. All das wollen wir mit einem 10-Millionen-Euro-Programm des Landes auf den Weg bringen.

Kitas und Schulen

Kind liest vor Schule Details anzeigen
Kind liest vor Schule

Auch Kitas und Schulen sollen 2018 ein Schwerpunkt der Regierungsarbeit sein. Zum 1. Januar 2018 seien die Kita-Beiträge um 50 Euro gesenkt worden. Zum 1. Januar 2019 sorgen wir dafür, dass Eltern für das zweite Kind in der Kita nur noch einen halben Beitrag zahlen und für ein drittes Kind gar keinen mehr, so Schwesig. Außerdem werde sie in diesem Jahr einen Fahrplan vorlegen, wie alle Kinder zu einer gebühren­freien Kita kommen. In den Sondierungs­gesprächen habe der Bund hierfür eine Unterstützung von 3,5 Milliarden Euro für ganz Deutschland zugesagt.

Bei den Schulen setze die Landesregierung das 50-Millionen-Euro-Paket für weniger Unterrichts­ausfall, mehr Attraktivität des Lehrer­berufs und mehr Qualität fort. Die Zahl der Ganztags­schulplätze soll erhöht und das im vergangenen Jahr beschlossene Schulbau­programm umgesetzt werden.

Einen besonderen Schwerpunkt will die Minister­präsidentin bei den Regionalen Schulen setzen: Eine solide Schul­bildung an der regionalen Schule mit einer anschließenden dualen Berufsausbildung ist genauso viel wert wie das Abitur mit anschließendem Studium.

Den sozialen Zusammenhalt stärken

Ehrenamt, geschrieben auf  Kreidetafel mit Glühbirne und Schlagwörtern wie "Aufgabe", "Aktiv" und weitere Details anzeigen
Ehrenamt, geschrieben auf  Kreidetafel mit Glühbirne und Schlagwörtern wie "Aufgabe", "Aktiv" und weitere

Ein weiteres wichtiges Ziel sei es, den sozialen Zusammenhalt im Land zu stärken. Hier gebe es für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit etwas zu machen. Viele Menschen seien bereits ehrenamtlich aktiv und hätten dabei alle Unterstützung verdient. Mit der Ehrenamts­stiftung gebe es bereits einen starken Akteur, der viel zur Entfaltung des Ehrenamts im Land beitrage.

Schwesig: Wir brauchen aber noch mehr Möglichkeiten der Anerkennung, zum Beispiel eine Ehrenamts­karte. Die Landesregierung werde hierfür gemeinsam mit der Ehrenamts­stiftung ein Konzept erarbeiten.

Verdienstorden des Landes verliehen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit der Trägerin und den Trägern des Landes-Verdienstordens, den sie auf dem Neujahrsempfang 2018 in Pasewalk verlieh: Brigitte Thielk, Rainer Tschirner (links) und Hans-Joachim Grätsch Details anzeigen

Die Ministerpräsidentin mit Brigitte Thielk, Rainer Tschirner (links) und Hans-Joachim Grätsch

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit der Trägerin und den Trägern des Landes-Verdienstordens, den sie auf dem Neujahrsempfang 2018 in Pasewalk verlieh: Brigitte Thielk, Rainer Tschirner (links) und Hans-Joachim Grätsch

Die Ministerpräsidentin mit Brigitte Thielk, Rainer Tschirner (links) und Hans-Joachim Grätsch

Mit dem Verdienstorden des Landes zeichnete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf ihrem Neujahrs­empfang drei Menschen aus, die für das Land und das Miteinander in Mecklenburg-Vorpommern etwas Besonderes geleistet haben: Hans-Joachim Grätsch aus Mölln, Brigitte Thielk aus Elmenhorst im Landkreis Rostock sowie Rainer Tschirner aus Benitz im Landkreis Rostock.

Auf Initiative von Hans-Joachim Grätsch aus Mölln wurde 1991 das Lebenshilfewerk Hagenow aufgebaut. Es bietet ein dichtes Netz vielfältiger Unterstützungs­leistungen für jedes Alter - von Wohngruppen und Werkstätten über Pflege- und Förder­einrichtungen bis hin zu ambulanten Hilfen. Bei seinem Handeln sei es ihm besonders wichtig, Menschen mit und ohne Behinderungen miteinander in Kontakt zu bringen. Was Herr Grätsch im Altkreis Hagenow aufgebaut und später im Verbund mit dem Lebenshilfewerk Mölln gestärkt hat, ist wirklich beispielhaft, so die Minister­präsidentin.

Brigitte Thielk aus Elmenhorst im Landkreis Rostock hat sich seit 1990 beruflich und ehrenamtlich für die Gleichstellung von Frauen und Männern engagiert. Sie war eine der ersten kommunalen Gleich­stellungs­beauftragten im Land, zunächst im damaligen Landkreis Rostock und seit 24 Jahren in der Hansestadt Rostock. Die Ausgezeichnete habe für die Gleichstellung im Land hart gekämpft und erfolgreich argumentiert. Auch auf Bundesebene war Frau Thielk schon erfolgreich aktiv. Ich war sehr stolz darauf, dass eine kommunale Gleich­stellungs­beauftragte aus meinem Bundes­land im Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gut bekannt war, so die Minister­präsidentin.

Rainer Tschirner aus Benitz im Landkreis Rostock erhält den Landesorden für seinen langjährigen Einsatz im Verwaltungsrat der Tierseuchenkasse und damit für einen wichtigen Beitrag für eine funktionierende Solidar­gemeinschaft unter den Tierhaltern des Landes. Als engagiertem Landwirt war ihm immer klar: Das ist entscheidend für die Erhaltung der Bestände und damit auch für eine ökonomisch erfolgreiche Landwirtschaft. Rainer Tschirner engagiert sich auch in verschiedenen Gremien des Bauern­verbandes und im Rinderzucht­verband. Schwesig: Es ist sehr verdient, dieses große, langjährige Engagement im Ehrenamt und Beruf heute mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu ehren.