Schwesig bei der Eröffnung des Wandertages: Soziale Berufe aufwerten

Nr.182/2017  | 25.08.2017  | MP  | Ministerpräsidentin

„Ich freue mich, gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das schöne Dömitz und sein herrliche Landschaft zu erleben. Die Flusslandschaft Elbe ist schließlich einmalig. Vielen Dank an die Stadt dafür, dass sie in diesem Jahr den Landeswandertag ausgerichtet hat“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung des Wandertages der Volkssolidarität Südwestmecklenburg. Spazierengehen und Wandern mit Familie oder Freunden sei wirklich etwas Schönes. „Wo könnte man besser gemeinsam entspannt wandern als in unserem schönen Mecklenburg-Vorpommern.“ 

Mecklenburg-Vorpommern könne nicht nur ein Land für den Urlaub sein, „sondern auch eines zum Leben und Arbeiten. Dazu gehört für mich auch, dass die Menschen anständig verdienen“, so die Regierungschefin. Das gelte für den Tourismus aber auch für soziale Berufe. „Sie müssen dringend aufgewertet werden. Dass jemand, der Maschinen wartet, mehr verdient als jemand, der sich um Menschen kümmert, das ist nicht logisch und nicht gerecht. Ich hoffe, ich kann dabei auch auf die Unterstützung der Volkssolidarität rechnen.“ Schwesig erinnerte in diesem Zusammenhang an das von ihr als Bundesministerin durchgesetzte Pflegeberufsgesetz: „Mit dieser Reform wurde erreicht, dass die Pflegeausbildung vergütet wird, die Auszubildenden kein Schulgeld bezahlen müssen und sie während der Ausbildung bereits sozialversichert sind.“ 

Die Volkssolidarität als eine der mitgliederstärksten Wohlfahrtsorganisationen sei ein wichtiges Sprachrohr in der Renten-, Gesundheits- und Gesellschaftspolitik und ein wichtiger und kompetenter Gesprächspartner der Landesregierung.

„Hier arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche miteinander Hand in Hand für ihre Mitmenschen. Heute sind fast 43 Prozent der Menschen in unserem Land in ihrer Freizeit für andere aktiv. Auf diese Menschen setze ich. Sie sind es, die unser Land zusammenhalten und zugleich die Demokratie stärken.“