Landesregierung will Eltern bei den Kita-Beiträgen weiter entlasten

Nr.02/2018  | 05.01.2018  | STK  | Staatskanzlei

Jahresauftakt in der Kita: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung Stefanie Drese haben heute gemeinsam die Kindertagesstätte Naturtalent in Ludwigslust besucht. 

„Ich habe einen sehr positiven Eindruck gewonnen. Die Erzieherinnen und Erzieher leisten eine sehr engagierte Arbeit. Hier macht Kita Spaß“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an den Besuch. 

Anlass für den Besuch war auch die zum Jahresbeginn umgesetzte Elternentlastung bei den Kita-Beiträgen. Seit dem 1. Januar 2018 werden die Elternbeiträge für die Krippe und den Kindergarten mit Ausnahme der bereits abgesenkten Beiträge im Vorschuljahr über einen direkten Zuschuss des Landes um 50 Euro pro Monat bei einer Ganztagsförderung reduziert. Das gilt auch für Eltern, deren Kinder bei einer Tagespflegeperson betreut werden.  

„Die Landesregierung hat ihre Zusage eingelöst“, betonte Schwesig. „Die Eltern werden um bis zu 600 Euro im Jahr entlastet. Das ist ein wichtiger Schritt nach vorn.“ Ministerin Drese verdeutlichte, dass für die Eltern von Kindern in Kita und Tagespflege die Beitragsentlastung völlig unbürokratisch erfolge: „Sie müssen keinen Antrag stellen, sondern erhalten automatisch eine Abrechnung mit den durch das Land reduzierten Elternbeiträgen.“ 

Der nächste Schritt zur Elternentlastung sei bereits in Vorbereitung. „Wir werden zum 1. Januar 2019 gezielt diejenigen Familien entlasten, die besonders hohe Belastungen zu tragen haben, weil sie für zwei oder mehr Kinder Kita-Beiträge entrichten müssen. Wir werden den Elternbeitrag für das zweite Kind halbieren. Ab dem dritten Kind ist der Besuch dann komplett kostenlos“, erklärte die Ministerpräsidentin. Die Umsetzung dieser Geschwisterregelung ist nach Angaben von Ministerin Drese mit der Ressortanhörung der Ministerien im vollen Gange. 

„Unser langfristiges Ziel ist die komplett beitragsfreie Kita“, bekräftigte die Ministerpräsidentin. „Dazu werden wir noch in diesem Jahr einen Stufenplan vorlegen. Es ist klar, dass wir dieses Ziel umso schneller erreichen werden, wenn wir dabei auch die Unterstützung des Bundes haben. Das ist für mich eine der zentralen Fragen bei den Sondierungen in Berlin. Der Bund muss bei den Kitas stärker in die Verantwortung gehen.“ 

Mit den Zuschüssen zur Elternentlastung investiert die Landesregierung über 240 Millionen Euro jährlich in die Kindertagesförderung. Drese: „Das ist innerhalb von zehn Jahren mehr als eine Verdopplung der Ausgaben. Neben der Beitragsreduzierung unterstützen wir damit die Schaffung neuer Kita- und Hortplätze und verbessern weiter die Qualität.“ 

So sind laut aktuellen Angaben des Statistischen Amtes mit 108.529 Plätzen in der Kindertagesförderung (2014: 102.840) und 15.435 Beschäftigten (2014: 14.408) neue Höchststände zu verzeichnen.