Schwesig wirbt für Verantwortung und Zusammenhalt

Nr.18/2018  | 26.01.2018  | MP  | Ministerpräsidentin

73 Jahre stehen zwischen uns und der einstigen Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. Die Zahl derer, die diese dunkle Zeit miterleben mussten, schwindet von Jahr zu Jahr. Doch ihre Erfahrungen sollen nicht in Vergessenheit geraten. „Nur, wer die Geschichte kennt, kann aus ihr lernen“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute im Vorfeld des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus. Darum sei es wichtig, den Zeitzeugen Gehör zu schenken und ihre Erinnerungen als Mahnung an die folgenden Generationen weiterzugeben. „Was damals geschah, darf sich nicht wiederholen – und wir, die nachfolgenden Generationen, tragen dafür die Verantwortung.“ 

Darum soll morgen allen Menschen gedacht werden, die unter dem totalitären Regime der Nationalsozialisten leiden mussten oder gar ihr Leben verloren. „Sie mahnen uns, auch heute alle Formen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt abzulehnen – als Basis für ein andauerndes, friedliches Zusammenleben“, so die Ministerpräsidentin. 

Gerade in Zeiten, in denen wir uns auch in Mecklenburg-Vorpommern erneut auf das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen zu verständigen haben, müsse Solidarität gelebt und die Würde des Einzelnen geachtet werden. „Deshalb darf in Mecklenburg-Vorpommern kein Platz sein für undemokratisches und menschenverachtendes Gedankengut“, erklärt Manuela Schwesig und dankte im gleichen Zuge allen Vereinen, Verbänden und Initiativen im Land, die sich der Aufarbeitung der Geschichte in all ihren Facetten annehmen. 

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in Deutschland ein nationaler Gedenktag. Er wird seit 1996 am 27. Januar begangen. Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit.