Dahlemann eröffnet Speer-Ausstellung in Prora

Nr.101/2018  | 17.05.2018  | STK  | Staatskanzlei

In Prora hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute die Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“ eröffnet. 

„Ich freue mich sehr, dass die Wanderausstellung des NS- Dokumentationszentrums „Reichsparteitagsgelände Nürnberg“ jetzt auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern, hier in Prora Station macht. Mit ´Erinnerungen´ war das Buch überschrieben, mit dem es Albert Speer gelang, erhebliche Teile der bundesdeutschen Öffentlichkeit über sein Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus zu täuschen. Speer war nicht der unpolitische Technokrat und nach der NS-Zeit dann so etwas wie ein geläuterter Nazi. Er war Täter, der es nach 1945 geschickt verstand, seine tatsächliche Verantwortung in der Zeit des Nationalsozialismus zu verschleiern. Die Ausstellung macht deutlich, was im Leben von Albert Speer Dichtung und was Wahrheit ist und führt so die Kluft zwischen Aktenlage und Mythos anschaulich vor Augen“, würdigte Dahlemann die Ausstellung. 

Der Parlamentarische Staatssekretär übergab zugleich an das Dokumentationszentrum Prora einen Zuwendungsbescheid in Höhe 2.500 Euro aus dem Vorpommern-Fonds für die Durchführung einer Deutsch-Polnischen Begegnungswoche, bei der auch ehemalige NS-Zwangsarbeiterinnen als Zeitzeuginnen zu Wort kommen sollen. „An die Geschichte erinnern und für ein friedliches, demokratisches Miteinander einzutreten, ist eine Aufgabe, der wir uns immer wieder aufs Neue stellen müssen. Die damaligen Verbrechen kann niemand ungeschehen machen. Aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass wir in Gegenwart und Zukunft friedlich, demokratisch und respektvoll miteinander leben – im eigenen Land und über Grenzen hinweg“, sagte der Staatssekretär.