Schwesig: 25 Jahre Landesfrauenrat ist eine Erfolgsgeschichte

Nr.135/2018  | 15.06.2018  | MP  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute dem Landesfrauenrat zu seinem 25-jährigen Bestehen gratuliert: „25 Jahre Landesfrauenrat – das ist eine Erfolgsgeschichte. Das ist eine Geschichte über großes Engagement für Chancengleichheit, für gleichwertige Lebensperspektiven für Frauen und Männer, für Mädchen und Jungen. Und das ist ein Grund zum Feiern. Herzlichen Glückwunsch allen, die sich engagieren und jeden Tag mit ihrer Arbeit zum Erfolg des Landesfrauenrates beitragen.“ 

Gleichstellung sei ein Thema in allen gesellschaftlichen Bereichen, betonte die Regierungschefin, „in Beruf und Familie, in der Politik, in der Wirtschaft und in der Kultur“. Vernetzen, für Austausch sorgen. Lobbyarbeit im besten Sinne – „das ist es, was der Landesfrauenrat seit 25 Jahren für seine Themen und vor allem für die seiner Mitgliedsvereine macht, um Frauen untereinander zu solidarisieren, für eigenes politisches Engagement zu motivieren.“ Es sei beispielsweise maßgeblich dem Landesfrauenrat zu verdanken, dass Mecklenburg-Vorpommern ein gut funktionierendes Beratungs- und Hilfenetz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt habe. 

Die Ministerpräsidentin verwies auf Fortschritte in der Gleichstellung und nannte als Beispiel das Entgelttransparenzgesetz und das Gesetz über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Selbst habe sie bei den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene für höhere Löhne in der Pflege gekämpft, „und zwar zu gleichen Bedingungen in Ost und West. Und wir werden das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit bekommen. Auch dafür habe ich mich eingesetzt.“ 

Die Chancen, die mit der Digitalisierung verbunden sind, seien eine der großen Herausforderungen. Schwesig erläuterte die vom Kabinett beschlossene Digitale Agenda, für die insgesamt 1,5 Milliarden Euro bereitstünden, „für Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und mehr Bürgernähe. Vor allem mit großen Chancen für die Frauen. Ich bin überzeugt: Die Digitalisierung der Wirtschaft bietet ganz neue Möglichkeiten, eine wirklich partnerschaftliche Arbeitsteilung von Frauen und Männern zu unterstützen. Flexibles Arbeiten und Homeoffice können die Vereinbarkeit erleichtern. Ergebniskultur statt Präsenzkultur ist ein entscheidendes Stichwort.“