Schwesig verabschiedet Landrat Christiansen mit Bundesverdienstorden

Nr.259/2018  | 04.10.2018  | MP  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Hagenow anlässlich der Verabschiedung von Rolf Christiansen die Bedeutung der Kommunen hervorgehoben und die Arbeit des scheidenden Landrates gewürdigt: „Die kommunale Ebene ist nicht das Kellergeschoss, sondern das Fundament unserer Demokratie. Das ist Lebenswelt und Heimat. Es sind die Städte und Gemeinden, es sind die Kreise, die das alltägliche Leben der Menschen zuallererst gestalten. Eine riesige Verantwortung und eine unschätzbare Arbeit für unsere Gesellschaft insgesamt. Dafür bin ich allen sehr dankbar, die das tun. Vertrauensvoll im Umgang und klar in der Sache. So wie Rolf Christiansen das in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten als Landrat getan hat.“ 

Rolf Christiansen habe viel für den Kreis und die Menschen erreicht: „Zu verzeichnen ist eine hervorragende wirtschaftliche Entwicklung, die zu Beginn seiner Zeit als Landrat noch bei weitem nicht abzusehen war.“ Als Bespiele nannte Schwesig Unternehmen wie Dr. Oetker, Stern-Wywiol oder Wesergold, das Alpincenter, Sweet-Tec, die Boizenburger Fliesenfabrik, HydraulikNord, BmP, die Mecklenburger Landpute und den Businesspark in Valluhn/Gallin mit mittlerweile 25 Unternehmen. Der Kreis habe im September mit 5,4 Prozent die beste Arbeitslosenquote im ganzen Land gehabt. „Bei allem Engagement für eine gute wirtschaftliche Entwicklung hat er auch immer auf einen starken sozialen Zusammenhalt geachtet.“ 

Kluge Entscheidungen zu treffen und dann auch durchzuhalten: Das sei ein wichtiges Prinzip seiner Arbeit gewesen. Zum Beispiel mit Blick auf die Chancen der Metropolregion Hamburg: „Engagiert hat er sich für die Metropolregion eingesetzt. Dass sich unsere Region wieder auf ihre traditionelle Metropole hin orientiert, dazu hat Rolf Christiansen den entscheidenden Beitrag geleistet in einer wirklich norddeutschen Region“, so Schwesig. 

Als erfahrener Landrat und seit 2009 auch als Vorsitzender des Landkreistages sei Christiansen der wichtigste Partner für die Landesregierung, wenn es um die Zusammenarbeit zwischen Land und Kreisen ging. „Wichtig waren für ihn zwei Dinge: Mit offenem Visier für seine Sache kämpfen. Auch unbequem und hartnäckig. Aber dann, wenn eine Entscheidung anstand, dann war er zum Kompromiss bereit, der von allen gemeinsam getragen wird.“ Das hätten viele in der Landesregierung geschätzt. 

„Ich freue mich, dass ich Rolf Christiansen heute im Namen des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen kann. Diese verdiente Ehrung hat er zu einem großen Teil über viele Jahre erfolgreiche Arbeit als Landrat zu verdanken. Zu einem anderen Teil aber seinem Engagement weit darüber hinaus: Ob als Vorsitzender des regionalen Planungsverbands Westmecklenburg, als Mitglied des Landesplanungsbeirats, als Vorsitzender des Tourismusverbands Mecklenburg-Schwerin, als Vorsitzender mehrerer Zweckverbände oder auf Bundesebene als Vizepräsident des Deutschen Landkreistages: Immer hat er sich für die Menschen aus seinem Landkreis eingesetzt – mit dem Blick und mit der Verantwortung weit darüber hinaus.“ 

Rolf Christiansen wurde 1994 zum Landrat des Landkreises Ludwigslust gewählt. Seit der Kreisgebietsreform 2011 ist er Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim.