Meyer: Wir müssen gezielt um Fachkräfte werben

Nr.340-2018  | 27.12.2018  | STK  | Staatskanzlei

Mehr als 35 Firmen und öffentliche Einrichtungen aus dem Kreis Nordwestmecklenburg präsentieren sich heute von 10 bis 14 Uhr auf dem 1. Rückkehrertag Nordwestmecklenburg in der Markthalle in Wismar. Sie bieten dort weit über 300 offene Stellen an und hoffen, geeignete Fachkräfte für sich zu gewinnen.

 

„Ich halte den Rückkehrertag für eine hervorragende Idee“, lobte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Reinhard Meyer, die Veranstaltung bei ihrer Eröffnung. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich gewandelt. „2018 wird das erste Jahr sein, in dem die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahresschnitt unter 70.000 liegt. Es gab Zeiten, da waren es fast 200.000. Das zeigt, welch positive Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren genommen hat. Es ist heute einfacher als früher, sich eine Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern aufzubauen.“

 

Was für viele Grund zur Freude sei, stelle die Wirtschaft jedoch vor wachsende Herausforderungen. „Die Unternehmen müssen heute deutlich größere Anstrengungen unternehmen, um ihre Fachkräfte von morgen zu gewinnen. Ich finde es gut, dass die Wirtschaftsförderer und die Unternehmen im Kreis Nordwestmecklenburg diese Herausforderung offensiv angehen. Und ich halte es für klug, dabei eine Gruppe ins Visier zu nehmen, in der wir besonders gute Chancen haben. Nämlich bei denen, die vor fünf, zehn oder sogar zwanzig Jahren aus Mecklenburg-Vorpommern weggegangen sind. Viele können sich jetzt mit Ende 20, Mitte 30 oder Anfang 40 eine Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern vorstellen. Um diese Gruppe müssen wir gezielt werben“, erklärte Meyer.

 

„Zur gezielten Ansprache müssen attraktive Bedingungen kommen“, sagte Meyer weiter. Dazu gehören für den Staatssekretär vor allem gute Löhne, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und familienfreundliche Arbeitsbedingungen.

 

Außerdem müsse das Land mit seinen Stärken werben. „Die Natur, die Landschaft, die Ostsee, Städte wie Wismar. Eben das, was das besondere Heimatgefühl in Mecklenburg-Vorpommern ausmacht“, so Meyer. Auch das gute Kinderbetreuungsangebot, bald für Eltern beitragsfrei, sei ein wichtiger Faktor. „Gerade für Familien mit kleinen Kindern sind wir ein attraktives Land.“