Schwesig setzt auf Zusammenarbeit im Zukunftsbündnis MV

Nr.46/2019  | 28.02.2019  | MP  | Ministerpräsidentin

Einmal im Jahr lädt die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit zum Arbeitsmarktfrühstück ein. In diesem Jahr fand die traditionsreiche Veranstaltung schon zum fünfzehnten Mal statt.

„Es gibt auch in diesem Jahr wieder einen positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt“, bilanzierte Ministerpräsidentin Schwesig zum Auftakt der Veranstaltung. Die Zahl der Arbeitslosen sei im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Dafür sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter angestiegen. „Heute haben wir 50.000 Menschen mehr in solchen Arbeitsverhältnissen als noch vor zehn Jahren.“ Die Aussichten für 2019 seien wieder positiv.

 Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gewinne damit weiter an Bedeutung. „Es gibt noch keinen flächendeckenden Mangel an Arbeitskräften. Aber eben in bestimmten Regionen und Segmenten des Arbeitsmarkts Engpässe bei spezialisierten Fachkräften“, schätzte die Regierungschefin ein. Dies sei ein Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung. Der Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern müsse attraktiver für gute Fachkräfte werden.

 Daran will die Landesregierung gemeinsam mit den Gewerkschaften, der Wirtschaft und den Arbeitsagenturen im neuen Zukunftsbündnis MV arbeiten. „Wir wollen den Beschäftigungsstandort Mecklenburg-Vorpommern stark machen“, betonte Schwesig. Qualifizierung und Weiterbildung würden an Bedeutung gewinnen. Außerdem müsse gemeinsam um Pendler geworben werden. „Über 75.000 Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern fahren in ein anderes Bundesland zur Arbeit. Wir wollen, dass sie ihre berufliche Zukunft bei uns in Mecklenburg-Vorpommern finden können. In dem Land, in dem sie schon jetzt gern leben.“

 Außerdem wolle die Landesregierung die Attraktivität der Berufsausbildung weiter steigern. „Wir wollen für die großen Chancen der dualen Ausbildung werben“, so die Ministerpräsidentin.

Weiter steigen müssten die Löhne im Land. „Die Landesregierung sorgt mit der Abschaffung der Kita-Beiträge dafür, dass Familien mit Kindern mehr Geld zur freien Verfügung haben. Auch das trägt zur Attraktivität bei“, betonte die Ministerpräsidentin.