Dahlemann: Land unterstützt Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora

Nr.201/2018  | 17.08.2018  | STK  | Staatskanzlei

Ein guter Tag für Prora: Nur wenige Stunden nach der Ernennung zum staatlich anerkannten Erholungsort überbrachte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die nächste gute Nachricht. Das Land beteiligt sich mit 3,4 Millionen Euro am Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums im Block V des Gebäudekomplexes in Prora.

 „Prora ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Als Anlage für den ideologisch geprägten Massentourismus in NS-Staat entwickelt, diente die Anlage zu DDR-Zeiten vor allem militärischen Zwecken. Es ist wichtig, die Geschichte dieses Ortes an jüngere Generationen weiterzugeben. Dieser Ort zeigt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in einem freien und demokratischen Land leben“, sagte Dahlemann, der bei seinem Besuch vom Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Steffen Freiberg begleitet wurde.

 „Ich bin sehr dankbar, dass zwei Vereine seit vielen Jahren an die Geschichte dieses Ortes von der NS-Zeit über die DDR bis hin in die jüngste Gegenwart erinnern. Und es ist eine hervorragende Idee, dass diese beiden Vereine sich zusammengeschlossen haben, um hier eine Bildungs- und Begegnungsstätte zu errichten. Der Block V, in dem sich bereits eine Jugendherberge befindet, ist der ideale Ort dafür“, sagte Dahlemann weiter.

 „Es ist den Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern mit parteiübergreifenden Einsatz gelungen, dass sich der Bund mit 3,4 Millionen Euro an der dafür notwendigen Sanierung des Blocks beteiligt. Ich freue mich, dass ich heute sagen kann: Auch das Land ist dabei. Wir werden das Vorhaben kofinanzieren“, so Dahlemann.

 „Prora ist das größte Projekt der Landesregierung im Bereich der Gedenkstättenförderung in dieser Wahlperiode", sagte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. "Wir freuen uns sehr, dass sich der Bund mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen Euro an diesem Projekt beteiligen wird. Das Land wird Fördermittel in gleicher Höhe bereitstellen. Derzeit lassen wir eine Betriebsstudie erarbeiten, die im Herbst vorliegen soll. Die Lichter für das Projekt stehen auf grün, wenn alle Beteiligten mitmachen", betonte Staatssekretär Freiberg.