Schwesig zieht positive Bilanz der Russlandreise

Schiffbau-Messe NEVA und Eröffnung der Tage der Deutschen Wirtschaft im Mittelpunkt des Besuchs

Nach der Rückkehr von St. Petersburg zog Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute (20.09.) eine positive Bilanz ihrer Reise: Es gibt auf beiden Seiten ein starkes Interesse, die Zusammen­arbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur weiter auszubauen. Der Besuch sei gut, wichtig und erfolgreich gewesen. Im Mittelpunkt der Reise stand ein Besuch der Schiffbau-Messe NEVA und die Eröffnung der Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet.

Besuch der Schiffbau-Messe NEVA

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hielt ein Grußwort bei der Eröffnung der Schiffbau-Messe NEVA in St. Petersburg Details anzeigen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrem Grußwort auf der Schiffbau-Messe NEVA

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hielt ein Grußwort bei der Eröffnung der Schiffbau-Messe NEVA in St. Petersburg

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrem Grußwort auf der Schiffbau-Messe NEVA

Auf der Schiffbau-Messe NEVA in St. Petersburg präsentieren 17 Unternehmen aus der maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns an einem Firmen­gemeinschafts­stand oder als Einzelaussteller ihre Dienstleistungen und Produkte.

Die maritime Wirtschaft hat eine lange Tradition in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist ein ganz wichtiger Wirtschafts­faktor in unserem Land. Dazu gehört Schiffs- und Bootsbau in unseren hochmodernen Werften. Dazu gehören Zulieferer, Dienstleister, die maritime Verkehrs­wirtschaft, unsere modernen Häfen, das hafennahe Gewerbe und die Logistikbranche, warb Schwesig in ihrem Grußwort bei der Eröffnung der Messe durch den russischen Transport­minister Maxim Sokolov. Wir freuen uns, dass unsere Unternehmen sich in den kommenden Tagen auf der NEVA präsentieren können.

Absichtserklärungen unterzeichnet

Viktor Lider, Ushakovo Yards (links), und Uwe Stieblich, Geschäftsführer von Stieblich-Hallenbau,  unterzeichnen eine Absichtserklärung Details anzeigen

Viktor Lider, Ushakovo Yards (links), und Uwe Stieblich unterzeichnen eine Absichts­erklärung

Viktor Lider, Ushakovo Yards (links), und Uwe Stieblich, Geschäftsführer von Stieblich-Hallenbau,  unterzeichnen eine Absichtserklärung

Viktor Lider, Ushakovo Yards (links), und Uwe Stieblich unterzeichnen eine Absichts­erklärung

Die Firmen Ostseestaal GmbH und Stieblich Hallenbau unterzeichneten gestern Absichts­erklärungen mit der Ushakowo Yards GmbH. Ostseestaal und die Werft wollen bei der Entwicklung eines neuen Schiffstyps zusammenarbeiten, der als Arbeits­schiff auf Flüssen und in küstennahen Gewässern eingesetzt werden kann. Stieblich und die Werft wollen bei der Entwicklung und Fertigung neuartiger Module aus Stahl und Glas für den Einsatz im Boots- und Schiffbau kooperieren. Das sind gute Beispiele dafür, wie Mecklenburg-Vorpommern und Russland die wirtschaftliche Zusammenarbeit ganz konkret ausbauen können, erklärte die Ministerpräsidentin.

Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet

Eröffnung der Tage der Deutschen Wirtschaft mit Gouverneur Alexander Drosdenko und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Details anzeigen

Eröffnung der Tage der Deutschen Wirtschaft

Eröffnung der Tage der Deutschen Wirtschaft mit Gouverneur Alexander Drosdenko und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

Eröffnung der Tage der Deutschen Wirtschaft

Schwesig eröffnete gestern gemeinsam mit Gouverneur Alexander Drosdenko die Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet.

Im Anschluss an die Eröffnung kamen Mitglieder der Wirtschafts­delegation aus den Bereichen Aquakultur, Pflanzenzucht, Energie, Logistik und Abfall­wirtschaft in parallelen Foren mit russischen Branchen­vertretern zu Gesprächen zusammen.

Russland ist seit vielen Jahren ein wichtiger Wirtschafts­partner für Mecklenburg-Vorpommern. Russland ist stark vertreten im Holzcluster in Wismar. Die Nordstream Pipeline landet bei uns an. Und im letzten Jahr hat das Unternehmern Kirov eine Produktions­stätte für Groß­wälz­lager in Betrieb genommen. Sehr viele Unternehmen des Landes haben gute Außen­handels­beziehungen zu Russland. Diese Beziehungen wollen wir beibehalten, intensivieren und ausweiten, erklärte Schwesig in ihrer Rede.

 

Bildung und Kultur: Stärkerer Austausch von Studierenden und Lehrenden geplant

Blick auf die St. Isaacs-Kathedrale in St. Petersburg Details anzeigen

Blick auf die St. Isaacs-Kathedrale in St. Petersburg

Blick auf die St. Isaacs-Kathedrale in St. Petersburg

Blick auf die St. Isaacs-Kathedrale in St. Petersburg

Auch in den Bereichen Bildung und Kultur soll die Zusammen­arbeit enger werden. Vertreter und Vertreterinnen der Hochschulen Stralsund, Wismar, der Universität Rostock sowie der Leiter der Kunst­halle Rostock waren in St. Petersburg dabei. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sprach mit Gouverneur Alexander Drosdenko darüber, wie ein stärkerer Austausch zwischen den Studierenden und Lehrenden an den Universitäten beider Regionen aufgebaut werden könne. Sie traf mit Studierenden der Puschkin-Universität des Leningrader Gebiets zusammen. Schwesig: Mir war es wichtig, auch mit Vertretern der jungen Generation zusammenzukommen. Das war ein sehr spannendes Gespräch, in dem nicht nur um Wirtschafts­themen, sondern auch um die Bekämpfung von Jugend­arbeits­losigkeit und gesell­schaft­liches Engagement in beiden Ländern ging.

Russlandtag im Oktober 2018

Schwesig kündigte an, dass es im Oktober 2018 einen weiteren Russlandtag in Mecklenburg-Vorpommern geben wird. Wir wollen die Kontakte nach Russland, insbesondere in unsere Partnerregion, weiter ausbauen. Deshalb werden wir auch die gegenseitigen Besuche und Wirtschafts­veranstaltungen weiter fortführen.

Fakten zum Außenhandel Mecklenburg-Vorpommerns

Das Außenhandels-Diagramm zeigt anhand von drei verschieden farbig markierten Linien die Entwicklung von Mecklenburg-Vorpommerns Import, Export sowie des Außenhandels insgesamt  von 2007 bis bis 2016. Das beste Ergebnis im Außenhandel (Export und Import zusammen gerechnet) wurde 2015 mit 13,4 Milliarden Euro erzielt, das zweitbeste 2016 mit 12,6 Milliarden Euro Details anzeigen

Außenhandel von Mecklenburg-Vorpommern 2007 bis 2016

Das Außenhandels-Diagramm zeigt anhand von drei verschieden farbig markierten Linien die Entwicklung von Mecklenburg-Vorpommerns Import, Export sowie des Außenhandels insgesamt  von 2007 bis bis 2016. Das beste Ergebnis im Außenhandel (Export und Import zusammen gerechnet) wurde 2015 mit 13,4 Milliarden Euro erzielt, das zweitbeste 2016 mit 12,6 Milliarden Euro

Außenhandel von Mecklenburg-Vorpommern 2007 bis 2016

Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2016 sein zweitbestes Außen­handels­ergebnis erzielt. Zwischen Januar und Dezember wurde Waren im Wert von 7,2 Milliarden Euro aus Mecklenburg-Vorpommern exportiert. Im Gegenzug wurden Waren im Wert von 5,4 Milliarden Euro nach Mecklenburg-Vorpommern importiert. Zusammen ergibt sich damit ein Außen­handels­volumen von 12,6 Milliarden Euro.

Die fünf wichtigsten Außen­handels­partner waren im Jahr 2016 die Niederlande (1,27 Mrd. Euro), Polen (1,07 Mrd Euro), Dänemark (737 Mio. Euro), Finnland (707 Mio) und Russland (642 Mio. Euro).

Im 1. Halbjahr 2017 lag der Außen­handel mit einem Wert von 7 Milliarden Euro höher als im 1. Halbjahr 2016 (6,4 Mrd. Euro).

Davon entfielen 3,8 Milliarden Euro auf den Export (1. Halbjahr 2016 ebenfalls 3,8 Mrd. Euro) und 3,2 Milliarden Euro auf den Import (1. Halbjahr 2016: 2,6 Mrd. Euro).

Die fünf wichtigsten Außen­handels­partner waren im 1. Halbjahr 2017 erneut, nur in anderer Reihenfolge: Dänemark (618 Mio. Euro), Polen (590 Mio. Euro), die Niederlande (566 Mio. Euro), Russland (525 Mio. Euro) und Finnland (350 Mio. Euro).

Fakten zum Außenhandel zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland

Der Außenhandel zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Russischen Föderation von 2012 bis 2016 in einem Diagramm mit den drei Linien Importe, Exporte sowie Außenhandel insgesamt. Details anzeigen

Außenhandel von Mecklenburg-Vorpommern mit der Russischen Föderation von 2012 bis 2016

Der Außenhandel zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Russischen Föderation von 2012 bis 2016 in einem Diagramm mit den drei Linien Importe, Exporte sowie Außenhandel insgesamt.

Außenhandel von Mecklenburg-Vorpommern mit der Russischen Föderation von 2012 bis 2016

Russland lag in den letzten Jahren auf den Plätzen 2 bis 5 der wichtigsten Außen­handels­partner Mecklenburg-Vorpommerns. Dabei unterlag der Außen­handel mit der Russischen Föderation allerdings größeren Schwankungen.

So wurde im Jahr 2014 mit über 1 Milliarde Euro der höchste Wert der letzten fünf Jahre erreicht. Im Jahr 2015 gab es einen deutlichen Rückgang beim Import, im Jahr 2016 beim Export.

2016 wurde im Handel mit der Russischen Föderation ein Außen­handels­volumen von 642 Mio. Euro erzielt. Davon entfielen 154 Mio. Euro auf den Export. Die wichtigsten Exportgüter waren Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs (23%), Kaffee (20%) und Eisen‑, Blech- und Metallwaren (14%).

Im selben Jahr wurden Waren im Wert von 488 Mio. Euro importiert. Die wichtigsten Importgüter waren Mineralöl­erzeugnisse (75%), Düngemittel (u.a. tierische oder pflanzliche Düngemittel, Ammoniumsulfat, Ammoniumnitrat, 6%) und Roheisen (5%).

Im 1. Halbjahr 2017 lag das Außen­handels­volumen mit Russland bei 525 Mio. Euro. Davon entfielen 99 Mio. Euro auf den Export und 426 Mio. Euro auf den Import von Gütern nach bzw. aus Russland. Damit ist beim Import ein leichter (1. Halbjahr 2016: 64 Mio. Euro), beim Import ein deutlicher Zuwachs (1. Halbjahr 2016: 262 Mio. Euro) zu verzeichnen.