#menschMV. Demokratie im Dialog. 30 Jahre Mecklenburg-Vorpommern

300 Video-Clips geben 300 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Stimme

In der Reihe #menschMV. Demokratie im Dialog. 30 Jahre Mecklenburg-Vorpommern kommen Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns im Regierungsportal und via Facebook zu Wort: Das Medienzentrum Greifswald e.V. produziert im Rahmen von "30 Jahre M-V" Video-Clips von 90 Sekunden Länge, die bis ins Jahr 2021 veröffentlicht werden. 300 Bürgerinnen und Bürger schildern ihre Sicht auf die vergangenen 30 Jahre, erzählen, wie es ihnen heute geht und was sie von der Zukunft erwarten. Das Medien­zentrum Greifs­wald e.V. produziert die Videos in 162 Orten im ganzen Land. Die in den Clips geäußerten Meinungen und Ansichten sind persönlich und repräsentieren nicht notwendigerweise die Meinungen und Ansichten der Landesregierung.

Im Januar 2021 veröffentlichte Video-Clips

André, 52, Wismar

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André studierte zur DDR-Zeit und nach der Wende Maschinenbau. In den 90er Jahren legte er seinen Fokus auf erneuerbare Energien. Klimaschutz sei ein zähes Thema geworden, vor allem weil Genehmigungsverfahren immer länger dauerten. Obwohl er Unternehmer ist, ist er der Meinung, dass die Energieversorgung am Ende in Staatshand bleiben soll.

Letizia, 38, Rostock

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Letizia arbeitet nach eigenen Worten selbstbestimmt, legal und angemeldet als Sexarbeiterin in Rostock. Sie fordert, dass diese Arbeit nicht mehr stigmatisiert wird und es endlich flächendeckende Beratungsstellen in MV gibt. Wichtig ist ihr eine klare Unterscheidung zwischen einvernehmlichem Sex (ob bezahlt oder nicht) und allen Formen von Missbrauch, Ausbeutung und Vergewaltigung.

Christian, 58, Sassnitz

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Weil Christian den Dienst an der Waffe verweigerte, machte ihn die DDR zum Bausoldaten. Man hatte ihm das Arbeiten militärisch befohlen - erst in Bitterfeld in einer Chemiefabrik und danach auf Rügen im KdF-Bad Prora. Später kehrte er nach Prora zurück und arbeitete im Dokumentationszentrum.

Thomas, 47, Schwerin

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Thomas hat 2005 das erste Erotikportal für MV gegründet. Er bedauert den schlechten Ruf der Branche. Denn die meisten Frauen auf seiner Plattform würden hauptberuflich als Sexworkerin arbeiten, seien selbstbestimmt, angemeldet und zahlten eben auch Steuern.

Dardin, 35, und Tatjana, 31, Stralsund

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Dardin und Tatjana haben in Stralsund ihre neue Heimat gefunden. Sie haben in Honduras studiert und gearbeitet, doch als Familie sahen sie keine Zukunft mehr in ihrem Land. Dardin arbeitet seit fast einem Jahr im Seehafen und Tatjana bemüht sich gerade, ihr letztes Zeugnis für die Arbeit als Krankenschwester zu bekommen: ein Sprachzertifikat. 2021 möchte sie endlich wieder in ihrem Beruf arbeiten.

Erwin, 49, Zinnowitz

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Erwin wuchs in Österreich auf und fand durch Zufall den Weg in die Schauspielerei. Mit 22 Jahren verschlug es ihn zunächst nach Anklam zum Theater und bald wurde Vorpommern seine neue Heimat. Die Pandemie hat die Arbeit auf der Bühne stark verändert, dennoch denkt Erwin, dass das Theater zur gewohnten Form wieder zurückfinden wird.