#menschMV. Demokratie im Dialog. 30 Jahre Mecklenburg-Vorpommern

300 Video-Clips geben 300 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Stimme

In der Reihe #menschMV. Demokratie im Dialog. 30 Jahre Mecklenburg-Vorpommern kommen Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns im Regierungsportal und via Facebook zu Wort: Das Medienzentrum Greifswald e.V. produziert im Rahmen von "30 Jahre M-V" Video-Clips von 90 Sekunden Länge, die bis ins Jahr 2021 veröffentlicht werden. 300 Bürgerinnen und Bürger schildern ihre Sicht auf die vergangenen 30 Jahre, erzählen, wie es ihnen heute geht und was sie von der Zukunft erwarten. Das Medien­zentrum Greifs­wald e.V. produziert die Videos in 162 Orten im ganzen Land. Die in den Clips geäußerten Meinungen und Ansichten sind persönlich und repräsentieren nicht notwendigerweise die Meinungen und Ansichten der Landesregierung.

Im Juni 2021 veröffentlichte Video-Clips

Andrea, 52, Rostock

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Andrea hat sich in der Kirche für den Systemwechsel engagiert. Sie war bei den Anfängen des Wandels dabei und hat die ersten stillen Demonstrationen miterlebt. Damals hatte sie gehofft, dass mehr Zeit bleibt, um Politik und das Zusammenleben zu gestalten. Auch heute ist ihr politische Teilhabe wichtig.

Axel, 47, und Alex, 38, Ostseebad Binz

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Alex und Axel lernten sich zufällig auf einer Autofahrt kennen. Sie hatten so viel Spaß am miteinander Reden, dass sie sich entschlossen einen Podcast zu starten. Ohne zu viel zu verraten, geht es um die Menschen auf Rügen.

Lena, 21, Sassnitz

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Lena ist auf Rügen geboren und aufgewachsen. Sie studiert in Greifwald Politikwissenschaften und engagiert sich in einem Verein, der Frauenrechte international thematisiert. Ein wichtiges Thema für sie: 'Femizide' - Morde an Frauen.

Marcus, 37, und Evelin, 63, aus Dabel

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1994 kaufte Evenlin ein marodes DDR-Ferienlager, um es für Urlauber aufzubauen. Ihr Sohn Marcus sammelte schon damals DDR-Fundstücke und betreibt heute ein DDR-Museum.

Marianne, 63, Greifswald

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Marianne erlebte eine glückliche Kindheit in der DDR. Kurz vor der Wende schaffte sie es einmal, die BRD zu besuchen. Wenn sie heute zurückblickt, ist sie vor allem dankbar für die Möglichkeit, nach der Wende frei reisen zu können. Dennoch liebt sie ihr Leben in Mecklenburg-Vorpommern.

Im Mai 2021 veröffentlichte Video-Clips

Valerie, 40, und Viviane, 42, aus Elmenhorst

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Valerie und Viviane sind im Westen Deutschlands aufgewachsen. Sie bekamen Ostpakete aus der DDR. Der Osten schien für die Schwestern als Kinder unerreichbar. Ein emotionaler Urlaub im Harz sollte den Grundstein für die Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern legen. Noch immer im Doppelpack unterwegs, gestalteten sie die letzten Krippenspiele zum Weihnachtsfest auf eine ganz besondere Art und Weise.

Wolfgang, 31, und Juliane, 32, aus Beidendorf

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Wolfgang und Juliane träumten von einer mediterranen Weinlandschaft in Frankreich. Auch einer romantischen Vorstellung entwickelte sich die Umsetzung eines eigenen Weinbergs in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam stellen sie sich der Herausforderung, hier professionell Wein anzubauen.

Ralf, 57, Woserin

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Ralf hat seine Kindheit und Jugend in der DDR verbracht. Nach der Wende wurde er als Korbflechtlehrer nicht übernommen und arbeitete in vielen unterschiedlichen Handwerksberufen. Seit 2005 ist er selbstständig als Korbflechter regional aber auch international unterwegs.

Im Februar 2021 veröffentlichte Video-Clips

Volker, 53, Jasnitz

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Volker ist Forstamtsleiter in Jasnitz. Seit 25 Jahren bewirtschaftet er die Waldgebiete in seiner Region. Der Wald in Deutschland braucht Pflege, da er vielfach durch den Menschen gestört und verändert wurde. Volker und sein Team helfen dem Wald dabei sich zu regulieren und an die heutige Nutzung anzupassen. Was in der DDR reine Produktionsstätte für Holz war, wird heute mehr denn je als Erholungsort genutzt und darauf möchte das Forstamt der Wald vorbereiten.

Jenny, 17, Heringsdorf

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Die Corona-Situation wirkt sich stark auf das Leben von Schülerinnen und Schülern aus. Jenny ist mit der Situation unzufrieden und hat auch Sorge, dass sich der Homeschooling-Unterricht negativ auf ihre Abi-Note auswirken wird.

Tina, 32, Schwerin

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Tina ist Theater-Pädagogin im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin. Sie leitet verschiedene Theatergruppen, macht Führungen mit Kindern und Jugendlichen und gibt ihnen einen Einblick hinter die Bühne und erläutert, was alles zu einem Theaterbetrieb dazugehört. Schwerin hat eine große Theatertradition. Die Stücke mit den Laientheater­gruppen zum Thema 30 Jahre Mauerfall kamen leider durch die Corona-Krise nicht zur Aufführung. Dabei sind die Themen Wiedervereinigung und das Leben in der DDR immer noch beliebt beim Publikum.

Tobias, 39, Raden

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Tobias ist gern Glücksbringer - das Schornsteinfeger-Image ist rundweg positiv. Doch was genau heute ein Schornsteinfeger macht, wissen die wenigsten. Hinter seinem Unternehmen steckt viel mehr, als den Kamin sauber zu machen.

Daniela, 40, Laage

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Daniela wuchs in Rio de Janeiro auf. In Brasilien studierte sie Kommunikationswissenschaften und später in Deutschland Theologie. Ein besonderes Ereignis für sie war es, in Brasilien für eine große deutsche Sportfirma zu arbeiten und dabei die WM 2014 mit zu organisieren. In MV hat Daniela Freunde fürs Leben gefunden und eine erfüllende Arbeit: Sie schützt unseren Wald.

Im Januar 2021 veröffentlichte Video-Clips

Lars, 34, Kittendorf

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Lars ist ein junger Pastor auf dem Land. Er, seine Kolleginnen und Kollegen haben moderne Methoden geschaffen, um in Kontakt mit den Menschen zu bleiben. Es freut ihn, dass er mit seiner Arbeit relevante Themen für die Menschen bearbeiten kann.

Dörte, 44, Liepen

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Dörte arbeitet bei einer regionalen Vermarktungsinitiative in der mecklenburgischen Schweiz und ist Mutter von drei Kindern. Die Initiative bringt frische Produkte aus der Region in die lokalen Geschäfte. Dörte arbeitet dort auch, weil sie einen Arbeitsort finden wollte, bei dem sie mit persönlicherem Einsatz dabei sein kann. Ihr ist es wichtig die Lebensmittel regional zu produzieren und zur Verfügung zu stellen. So könne man auch erreichen, dass die Verbraucher und Verbraucherinnen wieder einen engeren Bezug zu landwirtschaftlichen Produkten bekommen.

André, 52, Wismar

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André studierte zur DDR-Zeit und nach der Wende Maschinenbau. In den 90er Jahren legte er seinen Fokus auf erneuerbare Energien. Klimaschutz sei ein zähes Thema geworden, vor allem weil Genehmigungsverfahren immer länger dauerten. Obwohl er Unternehmer ist, ist er der Meinung, dass die Energieversorgung am Ende in Staatshand bleiben soll.

Letizia, 38, Rostock

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Letizia arbeitet nach eigenen Worten selbstbestimmt, legal und angemeldet als Sexarbeiterin in Rostock. Sie fordert, dass diese Arbeit nicht mehr stigmatisiert wird und es endlich flächendeckende Beratungsstellen in MV gibt. Wichtig ist ihr eine klare Unterscheidung zwischen einvernehmlichem Sex (ob bezahlt oder nicht) und allen Formen von Missbrauch, Ausbeutung und Vergewaltigung.

Christian, 58, Sassnitz

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Weil Christian den Dienst an der Waffe verweigerte, machte ihn die DDR zum Bausoldaten. Man hatte ihm das Arbeiten militärisch befohlen - erst in Bitterfeld in einer Chemiefabrik und danach auf Rügen im KdF-Bad Prora. Später kehrte er nach Prora zurück und arbeitete im Dokumentationszentrum.

Thomas, 47, Schwerin

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Thomas hat 2005 das erste Erotikportal für MV gegründet. Er bedauert den schlechten Ruf der Branche. Denn die meisten Frauen auf seiner Plattform würden hauptberuflich als Sexworkerin arbeiten, seien selbstbestimmt, angemeldet und zahlten eben auch Steuern.

Dardin, 35, und Tatjana, 31, Stralsund

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Dardin und Tatjana haben in Stralsund ihre neue Heimat gefunden. Sie haben in Honduras studiert und gearbeitet, doch als Familie sahen sie keine Zukunft mehr in ihrem Land. Dardin arbeitet seit fast einem Jahr im Seehafen und Tatjana bemüht sich gerade, ihr letztes Zeugnis für die Arbeit als Krankenschwester zu bekommen: ein Sprachzertifikat. 2021 möchte sie endlich wieder in ihrem Beruf arbeiten.

Erwin, 49, Zinnowitz

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Erwin wuchs in Österreich auf und fand durch Zufall den Weg in die Schauspielerei. Mit 22 Jahren verschlug es ihn zunächst nach Anklam zum Theater und bald wurde Vorpommern seine neue Heimat. Die Pandemie hat die Arbeit auf der Bühne stark verändert, dennoch denkt Erwin, dass das Theater zur gewohnten Form wieder zurückfinden wird.