Bundesrat stimmt Gesetz zur Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt zu

Caffier: Engagement im ländlichen Raum weiter stärken

Der Bundesrat hat auf seiner heutigen Sitzung (14.02.) dem Gesetz zur Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt zugestimmt. Damit gibt es erstmals eine gesamtdeutsche Stiftung zur Förderung ehrenamtlicher Strukturen in der Bundesrepublik. Sie soll Engagierte auf vielfältige Weise bei den verschiedenen Aufgaben und Heraus­forderungen unterstützen.

Der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier am Rednerpult des BundesratesDetails anzeigen
Der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier am Rednerpult des Bundesrates

Minister Lorenz Caffier im Bundesrat

Minister Lorenz Caffier im Bundesrat

Innenminister Lorenz Caffier begrüßte in seiner Rede im Bundesrat die Einrichtung der Stiftung und die Standortwahl: Das, was unsere Gesellschaft trägt, ist das Engagement der Millionen Menschen. Ob im Sport, bei der Feuerwehr, ob in der Kultur, in der Jugend­arbeit, beim THW, in der Wohlfahrts­pflege oder in den Kirchen: Ohne Ehrenamt würden viele Räder nicht ineinander greifen können. Viele Bundesländer haben mit eigenen Ehrenamts­stiftungen Zeichen gesetzt, um ehrenamtliche Arbeit zu würdigen und zu unterstützen. Deshalb ist es ein gutes Signal und Zeichen der Wertschätzung für das Ehrenamt, dass wir genau das nun auch auf Bundes­ebene tun und auch auf Bundes­ebene eine zentrale Anlauf­stelle errichtet wird.

Die Stiftung soll in Abstimmung mit bereits bestehenden Bundes­programmen ehrenamtliches Engagement insbesondere in struktur­schwachen und ländlichen Räumen stärken und sinnvoll unterstützen, zum Beispiel bei rechtlichen und organisa­torischen Fragen oder der Beantragung von Förder­maßnahmen.

Dass diese Stiftung nach Neustrelitz kommt, ist auch ein zentrales Ergebnis der Kommission „Gleichwertige Lebens­verhältnisse“, die der Bund ins Leben gerufen hatte. Neuansiedlungen von Behörden sollen danach künftig bevorzugt in struktur­schwachen Regionen und in Klein- und Mittelstädten vorgenommen werden. Dafür hatte sich auch die Landes­regierung von Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt.

Als Minister eines Bundeslandes, das von Struktur­schwäche stärker betroffen ist, als andere Regionen und in dem Klein- und Mittelstädte der Normalfall sind und auch als Neustrelitzer, das gebe ich offen zu, bin ich für dieses Signal ausgesprochen dankbar, so Caffier.

Auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig begrüßte die Entscheidung des Bundesrates: Wir brauchen das Ehrenamt. Bereits als Bundes­familien­ministerin habe ich mich für eine Bundes­stiftung für ehren­amtliches Engagement eingesetzt. Neustrelitz ist eine hervorragende Wahl für den Sitz der neuen Stiftung. Sie wird die Arbeit der Stiftung für Ehrenamt und bürger­schaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern sinnvoll ergänzen. Ich freue mich besonders darüber, dass wir so das ehren­amtliche und bürger­schaftliche Engagement im ländlichen Raum weiter stärken.

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Ministerpräsidentin Manuela Schwesig begrüßt, dass nach der Zustimmung des Bundesrats vom 14.02.2020 die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt nach Neustrelitz kommen wird.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig begrüßt, dass nach der Zustimmung des Bundesrats vom 14.02.2020 die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt nach Neustrelitz kommen wird.