Zukunftsbündnis stellt Weichen für Azubi-Ticket

Landesregierung stellt 10 Millionen Euro 2021 und 2022 bereit

Es ist uns wichtig, die duale Ausbildung im Land zu stärken und junge, motivierte Leute an das Land zu binden, sagte Minister­präsidentin Manuela Schwesig nach einer Beratung des Zukunfts­bündnisses Mecklenburg-Vorpommern am 4. Dezember 2020. Für die berufliche Bildung und die Azubis im Land solle deshalb ein starkes Zeichen werden, so Schwesig: Wir haben uns darauf geeinigt, zum 1. Februar 2021 ein landesweites Azubi-Ticket einführen.

Das Azubi-Ticket gelte das ganze Jahr für den gesamten öffentlichen Personen­nahverkehr im Land, also in allen Zügen des Nahverkehrs, Bussen und Straßenbahnen. Es richte sich an alle Auszubildenden sowie alle, die einen Freiwilligen­dienst in Mecklenburg-Vorpommern leisteten, sofern nicht schon heute ein Anspruch auf ein Schülerticket bestehe. Das Ticket könne nicht nur für den Weg zur Berufs­schule oder zum Ausbildungs­betrieb, sondern auch für private Zwecke genutzt werden.

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Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor Mikrophonen auf der Pressekonferenz nach einer Beratung des Zukunftsbündnisses MV

Schwesig: Die duale Ausbildung stärken und junge, motivierte Leute an das Land binden

Schwesig: Die duale Ausbildung stärken und junge, motivierte Leute an das Land binden

Schwesig: Das Azubi-Ticket kostet 365 Euro im Jahr, also einen Euro pro Tag. Sein Erwerb ist selbstverständlich freiwillig. Die Finanzierung übernimmt das Land. Wir haben dafür 10 Millionen Euro für 2021 und 2022 zur Verfügung gestellt und bitten gemeinsam die Unternehmen im Land, ihren Azubis den einen Euro am Tag zu erstatten.

Wir hoffen natürlich, mit dem Ticket auch ein Stück weit für den ÖPNV im Land werben zu können, ergänzte der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel. Das Ticket könne ab dem 4. Januar gekauft werden. Es solle das erste im Land sein, das nur digital, also über das Internet, erworben werden könne. Auf der Internetseite www.azubiticket-mv.de könne der Antrag dann gestellt werden.

Zum Zukunfts­bündnis gehören Vertreterinnen und Vertreter der Landes­regierung, der Gewerk­schaften, der Arbeit­geber, der Bundes­agentur für Arbeit, der Industrie- und Handels- sowie der Handwerks­kammern, des Städte- und Gemeinde­tages und des Landkreis­tages Mecklenburg-Vorpommern.