Beratung des Zukunftsbündnisses stellt Weichen (Juni 2020)

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Pressekonferenz nach einer Beratung des Zukunftsbündnisses MVDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Pressekonferenz nach einer Beratung des Zukunftsbündnisses MV

Schwesig bei der Presse­konferenz

Schwesig bei der Presse­konferenz

Gute Arbeit mit guten Löhnen sichern und dafür sorgen, dass die Wirtschaft im Land gut läuft, sind die zentralen Fragen, mit denen sich das Zukunfts­bündnis MV einmal im Jahr beschäftigt, erläuterte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Bei der Beratung am 24. Juni 2020 seien diese Fragen vor dem Hinter­grund der Corona-Pandemie behandelt worden: Wie können wir weiter dafür sorgen, dass die Wirtschaft wieder an Fahrt aufnimmt, wir Arbeits­plätze sichern und die Jugend im Land weiter eine Perspektive hat?

Zum Zukunfts­bündnis gehören Vertreterinnen und Vertreter der Landes­regierung, der Gewerk­schaften, der Arbeit­geber, der Bundes­agentur für Arbeit, der Industrie- und Handels- sowie der Handwerks­kammern, des Städte- und Gemeinde­tages und des Landkreis­tages Mecklenburg-Vorpommern.

Grafik zum MV-Konjunkturprogramm, auf der einzelne Punkte des Programms, wie zum Beispiel die Neustartprämie, erwähnt und mit Symbolen verdeutlicht werden. Im Hintergrund sind zwei Bauarbeiter zu sehen.Details anzeigen
Grafik zum MV-Konjunkturprogramm, auf der einzelne Punkte des Programms, wie zum Beispiel die Neustartprämie, erwähnt und mit Symbolen verdeutlicht werden. Im Hintergrund sind zwei Bauarbeiter zu sehen.

Die Corona-Pandemie sei gemeinsam mit verschiedenen Maßnahmen bewältigt worden. Nun solle durch ein 120-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm des Landes das Konjunktur­programm des Bundes ergänzt werden. Zu den Maßnahmen gehören:

  • eine "Neustartprämie" für Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter, die wieder in den Betrieb einsteigen. Beschäftigten müssen hierfür nach der Kurzarbeit mindestens wieder einen Monat im Unternehmen beschäftigt sein. Insgesamt sind bis zu 700 Euro an Prämie je Beschäftigtem möglich (25 Millionen Euro).
  • mit dem Investitions­förder­programm "Modernisierung" sollen Zuschüsse an Beherbergungs­betriebe für Modernisierungs­maßnahmen zwischen 30 bis 50 Prozent (je nach Betriebsgröße) kofinanziert werden (50 Millionen Euro)
  • durch den MV-Härtefallfonds werden mit 22 Millionen Euro Überbrückungs­hilfen des Bundes ergänzt, um Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen
  • es gibt einen zweiten Darlehensfonds für kleine und mittlere Unternehmen vor dem Hintergrund des durch die Corona-Krise gestiegenen Liquiditätsbedarfs
  • das Mikrodarlehen für Existenz­gründerinnen und -gründer soll mit 10 Millionen Euro wieder aufgelegt werden
  • Kleine und mittlere Unternehmen sollen bei der Digitalisierung gefördert werden (5 Millionen Euro)

Ein weiteres wichtiges Thema der Beratung waren Ausbildungsplätze. Schwesig: Die gute Nachricht ist, dass es auch in diesem Jahr trotz der Coronakrise mehr Ausbildungs­plätze als Bewerber geben wird.

Landesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften appellierten gemeinsam an die Jugendlichen, die Beratungs­angebote der Bundesagentur für Arbeit, die vielfältigen Berufs­orientierungs­angebote, die Ausbildungs­beratung und Lehrstellen­börsen der zuständigen Stellen zu nutzen und sich für die duale Berufs­ausbildung zu bewerben.

Vorschaubild Video

Pressekonferenz nach der Beratung des Zukunfts­bündnisses Mecklenburg-Vorpommern am 24. Juni 2020 in der Staatskanzlei