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1.650 Nutzer pro Tag – großes Interesse am Internetportal gruender-mv.de

Glawe: Junge Gründer mit innovativen Ideen halten unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig – Wirtschaftsministerium unterstützt Gründer

Nr.22/17  | 17.01.2017  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Großes Interesse an Unterstützungsmöglichkeiten für Gründer in Mecklenburg-Vorpommern: Das internetbasierte Gründerportal www.gruender-mv.de ist in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 600.000 mal von informationssuchenden Gründern, Start-ups und anderen gründungsinteressierten Menschen aufgerufen worden; das entspricht durchschnittlich rund 1.650 Nutzern pro Tag. „Das Gründerportal ist eine hilfreiche und informative Anlaufstelle für alle, die sich selbstständig machen möchten oder die Vernetzung mit anderen jungen Start-Ups suchen. Wir werden auch weiter Gründungen in den Fokus unserer Aktivitäten rücken. Die Entwicklung innovativer Ideen und Projekte hält unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin. Nach Angaben des Bonner Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2015 rund 5.530 Existenzgründer, das waren 240 weniger als im Jahr 2014.

 

Gründerportal gibt Entscheidungshilfen und beschreibt Start-up-Ideen aus Mecklenburg-Vorpommern

Alle zur Gründung notwendigen Informationen, Kontaktadressen und Fördermöglichkeiten sind komprimiert auf der Internetseite zusammengefasst. Zudem werden Weiterbildungstermine, Hinweise zu aktuellen Wettbewerben für Start-ups und interaktive Online-Hilfen angeboten. Darüber hinaus sind auf dem Portal über 200 bereits umgesetzte Start-up-Ideen aus Mecklenburg-Vorpommern in Interviews und Videos beschrieben. Die Geschäftsideen reichen von Neuentwicklungen im IT-Bereich und Technologieausgründungen aus Forschungseinrichtungen über Dienstleistungen bis hin zum Tourismus, der Nahrungsmittelherstellung sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft. „Gründungswillige müssen viele Entscheidungen treffen - von der Finanzierung über Versicherungen bis hin zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Das Internetportal gibt Antworten und benennt Ansprechpartner. Und vor allem werden Beispiele anderer Neu-Unternehmer beschrieben. Das macht Mut, den Schritt zur Gründung oder Übernahme eines Unternehmens zu wagen“, betonte Glawe. Das Portal ist nicht nur über den klassischen PC oder das Laptop, sondern ebenso gut über mobile Endgeräte nutzbar.

 

Wirtschaftsministerium fördert Gründungen in Mecklenburg-Vorpommern

Das Wirtschaftsministerium unterstützt mit unterschiedlichen Instrumenten Existenzgründungen in Mecklenburg-Vorpommern. So können Gründer mit innovativen, technologieorientierten Geschäftsideen ein Gründerstipendium von bis zu 18 Monaten aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) als Unterstützung zum Lebensunterhalt erhalten.

Über die ebenfalls aus ESF-Mitteln finanzierte Richtlinie zur Förderung von Entrepreneurship werden Projekte gefördert, die insbesondere Studentinnen und Studenten für Unternehmertum begeistern sollen, wie etwa durch den landesweiten Ideenwettbewerb „inspired“ an den Hochschulen des Landes. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Technologien und Ideen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu identifizieren und nicht nur mit finanziellen Mitteln zu unterstützen, sondern auch mit wertvollen Kontakten, intensivem Coaching und wichtigen Erfahrungswerten. In der Kategorie Forschende gewannen 2016 beispielsweise die Gründer des Projektes „SoTaMed“ von der Universität Greifswald, die den Anbau von Sonnentau möglich machen.

Potentielle Gründer werden in weiteren Projekten im Rahmen der Richtlinie über die Möglichkeiten und Chancen einer Gründung informiert, beraten, qualifiziert und bei einer tatsächlichen Gründung betreut. Die Unterstützung erfolgt unter anderem an den Hochschulen durch das Projekt „Spin Off“ des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern e.V. und an den Technologiezentren durch das Projekt „Techno Start Up“ von der ATI Westmecklenburg GmbH.

Zudem hat das Wirtschaftsministerium zwei Beteiligungsfonds mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) aufgelegt, um die Startbedingungen für junge innovative Unternehmen zu verbessern. Im Risikokapitalfonds „Venture Capital Fonds Mecklenburg-Vorpommern“ (VCFMV) stehen zehn Millionen Euro für aktive Beteiligungen an jungen Technologieunternehmen zur Verfügung. Darüber hinaus können durch das Beteiligungsprogramm „InnoStart“ der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft forschungs- und entwicklungsbasierte Innovationen begleitet werden.

Auch für nicht technologieorientierte Gründer gibt es Unterstützungsmöglichkeiten durch das Land, beispielsweise über Bildungsschecks oder ein Mikrodarlehen.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt Internetportal www.gruender-mv.de

Das Portal gruender-mv.de wird seit 2015 noch bis 2018 im Rahmen der Richtlinie „Förderung von Entrepreneurship“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Höhe von rund 500.000 Euro unterstützt. Projektträger ist der Allgemeine Unternehmensverband Neubrandenburg.

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