Arbeitsmarkt Januar 2018

Glawe: Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst kontinuierlich - mehr Ganzjahresbeschäftigung in den saisonabhängigen Dienstleistungsbereichen schaffen

Nr.37/18  | 31.01.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Januar bei 9,3 Prozent. Rund 76.800 Menschen sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit derzeit arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Wert um 8.650 Menschen (-10,1 Prozent) zurückgegangen. Erstmals gibt es damit in einem Januar seit der Wende weniger als 80.000 Arbeitslose. „Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. In vielen Branchen ist die Auftragslage gut, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst. Aber vor allem in den saisonabhängigen Dienstleistungsbereichen müssen wir weiter daran arbeiten, dass es noch mehr Ganzjahresbeschäftigung gibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. 

Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs steigt weiter

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Daten November 2017) ist gestiegen: Mit 570.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind zusätzliche 8.900 Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr entstanden (+1,6 Prozent). Beschäftigungszuwächse gab es vor allem in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (+3.300), im verarbeitenden Gewerbe (+900) sowie im Handel (+1.200). Zugleich sind den Arbeitsagenturen in Mecklenburg-Vorpommern im Januar insgesamt 4.000 freie Arbeitsstellen gemeldet worden, gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Plus von 650 (+19,4 Prozent). „Der stetige Anstieg an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen belegt, dass es sich hierbei um einen kontinuierlichen Beschäftigungsaufbau der Unternehmen im Land handelt. Die Sicherung des Fachkräftebedarfes ist für die Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Vor allem in unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft ist die ausreichende Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb gilt es, die eigenen Mitarbeiter stets fachlich zu schulen, um sie auf die geänderten Anforderungen vorzubereiten. Dabei unterstützen wir die Unternehmen“, sagte Glawe. 

Wirtschaftsministerium unterstützt Qualifizierung von Mitarbeitern in Unternehmen

Wirtschaftsminister Glawe verwies unter anderem auf die Qualifizierungsoffensive. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, für die Analyse des Qualifizierungsbedarfs für Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen.

Auch die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.