Arbeitsmarkt Mai

Glawe: Arbeitsmarkt boomt – auch mit Kitaplätzen, Wohnumfeld und Freizeitangebot bei Investoren werben – deutlich mehr sozialversicherungspflichtige Jobs entstehen – Herausforderungen gemeinsam angehen

Nr.160/18  | 30.05.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Die saisonale Belebung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai deutlich fortgesetzt. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 63.200 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.400 weniger als im Mai des Vorjahres (-6,5 Prozent). Das entspricht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt erlebt in Mecklenburg-Vorpommern einen Boom. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Handel und im Dienstleistungsbereich werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Motor der positiven Entwicklung sind die heimischen Unternehmen. Sie sorgen maßgeblich für den Abbau der Arbeitslosigkeit. Produktionskapazitäten werden ausgebaut, neue Arbeitsplätze entstehen, bestehende Jobs werden durch Investitionen gesichert. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe. 

Aktuelle Neuansiedlungen und Erweiterungen - über 400 neue Jobs

Als Beispiele nannte Minister Glawe das Erweiterungsvorhaben der Yamaton Paper GmbH in Rostock. Das Unternehmen stellt unter anderem Sechseckwabenplatten her. 50 Jobs wurden gesichert und fünf neue Arbeitsplätze entstehen. Das europäische Logistikzentrum der DeLaval im Gewerbegebiet Valluhn-Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurde im Mai offiziell eröffnet. „Rund 230 Arbeitsplätze sind mit der Ansiedlung verbunden“, so Glawe. Mit dem Medizintechnikunternehmen Ypsomed siedelt sich aktuell ein weiterer Medizintechnikhersteller an. Im Industriepark Schwerin sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. In der ersten Jahreshälfte 2019 wird die Produktion aufgenommen und damit werden insgesamt 119 weitere Arbeitsplätze entstehen. 

Mit Kitaplätzen, Wohnumfeld und Freizeitangebot werben

Glawe machte deutlich, dass es wichtig sei, gemeinsam noch stärker für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Neben harten Standortfaktoren wie einer gut ausgebauten Infrastruktur muss noch stärker in Investorengesprächen für die weichen Standortfaktoren Mecklenburg-Vorpommerns bei der Investorensuche geworben werden. „Von Bedeutung für die Fachkräftegewinnung sind auch Kindertagesstätten oder Schulen. Ebenso sind ein attraktives Wohnumfeld und abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten wichtig. Wer bei uns investiert, braucht auch motivierte Fachkräfte, die gern bei uns leben“, so Glawe weiter. 

Über 9.000 sozialversicherungspflichtige Jobs entstanden

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs liegt -aktuellste Angaben aus dem März 2018 - bei 563.800. „Das sind 9.200 Jobs mehr als im Vorjahresmonat. Der Trend hält weiter an. Nur Arbeitsplätze auf dem ersten, regulären Arbeitsmarkt bieten Perspektiven, hier bei uns im Land zu bleiben. Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung sind die Herausforderungen“, betonte Glawe weiter. Die neuen Jobs sind vor allem im verarbeitenden Gewerbe (+1.500), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000), im Handel (+1.200) und im Dienstleistungsbereich (+1.000) entstanden. 

Herausforderungen gemeinsam angehen

Der Minister verwies auch auf die Möglichkeiten der Unterstützung der Unternehmen. Veränderungen ergeben sich durch die verstärkte Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und Marktprozessen. Durch den demografischen Wandel wird es zunehmend schwieriger, den Fachkräftebedarf zu decken. Um die Unternehmen in diesem Spannungsfeld zu unterstützen, hat das Wirtschaftsministerium die entsprechenden Rahmenbedingungen angepasst. So können die Unternehmen durch gut ausgebildetes Personal ihre Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Wichtig ist die Umsetzung von neuen technologischen Innovationen und die Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Eine Reihe von Förderprogrammen werden im Wirtschaftsministerium insgesamt geöffnet. Hierzu zählen unter anderem die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen.