Neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung besucht Mecklenburg-Vorpommern

Glawe: Maritime Industrie kommt voran – gemeinsame Anstrengungen notwendig

Nr.192/18  | 19.06.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Am Dienstag hat der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann die maritimen Unternehmen Neptunwerft, Caterpillar und MV Werften in Rostock besucht. „Bei den hiesigen Werften herrscht eine positive Grundstimmung. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es wird ordentlich investiert. Die maritime Industrie kommt voran. Auch aufgrund der Unterstützung des Bundes ist in den vergangenen Jahren vieles im maritimen Bereich im Land erst ermöglicht worden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe beim gemeinsamen Unternehmensbesuch bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde. An dem heutigen Treffen hat unter anderem auch der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhard Rehberg teilgenommen.

 

Gemeinsame Anstrengungen notwendig

Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Er machte deutlich, dass es auch wichtig sei, den Bund künftig mit im Boot zu wissen. „Das Land setzt sich weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen mit allen Beteiligten notwendig. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Das ist heute eine Situation, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar war“, betonte Glawe weiter.

 

Schiffbau im Wandel - Bund und Land unterstützen Innovationen

Der Schiffbau der vergangenen Jahre ist in MV gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau. „Die maritime Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Strukturwandel. Die heimische maritime Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Heute wird mit dem Know-how im Bau von Küstenschutzbooten und Kreuzfahrtschiffen für Meere und Flüsse international gepunktet“, so Glawe weiter. Gleichzeitig wird eine noch stärkere Konzentration auf Forschung, Entwicklung und Innovation nötig. „Die Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir lösen müssen“, sagte der Wirtschaftsminister.

 

Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung für die maritime Industrie. So werden z. B. mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Die Landesregierung ist entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

 

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein großer Wirtschaftsfaktor. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen (MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock) sind derzeit rund 2.670 Mitarbeiter und weitere 230 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende März 2018). „Die Schiffbauindustrie ist für die Landesregierung eine strategische Industrie. Insofern gewährte und gewährt sie ihr bei ihrem Strukturwandel die bestmögliche Unterstützung. Die Werften in unserem Land zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern und sind von daher von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.