Richtfest der Produktionsstätte der Firma BM Bioscience Technology GmbH

Rudolph: Deutsch-chinesisches Joint Venture produziert Filtersysteme – 35 innovative Arbeitsplätze im ersten Ausbauschritt – Medizintechnikunternehmen sind Taktgeber für Forschung und Entwicklung

Nr.382/18  | 16.11.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

In Laage (Landkreis Rostock) ist feierlich das Richtfest für die Produktionsstätte der Firma BM Bioscience Technology GmbH begangen worden. „Nach Fertigstellung wird hier vor Ort hochwertige Medizintechnik hergestellt. Das ist doppelt gut, denn diese Produkte werden nicht nur den internationalen Markt erobern sondern auch zahlreichen Patienten auf der Welt ein Weiterleben ermöglichen. Der Produktionsstart der Komplett-Filtersysteme ist für Anfang 2019 vorgesehen. Im ersten Ausbauschritt sollen ca. 35 Dauerarbeitsplätze entstehen“, sagte der Staatssekretär im Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

 

 

Deutsch-chinesisches Joint Venture produziert Filtersysteme

Das 2017 gegründete Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der deutschen MedTec Holding GmbH und der chinesischen Firma Biolight Healthcare GmbH. Das Investitionsvolumen beträgt rund zehn Millionen Euro. Grundsätzlich wird in dem neu gegründeten Unternehmen die Produktion von Komplett-Filtersystemen stattfinden, welche z. B. bei Autoimmunkrankheiten, Stoffwechselerkrankungen, Herzmuskelerkrankungen, Sepsis oder auch bei Nieren- und Lebererkrankungen angewendet werden. „Begonnen wird zunächst mit der Produktion sogenannter Dialysatoren, wie sie in Deutschland bzw. weltweit bei der Dialyse zum Einsatz kommen. Die durch Dialysatoren durchgeführte Blutreinigung ist zu einer unerlässlichen Behandlungsmethode erwachsen, welche vornehmlich bei Nierenschwäche bzw. vollständigem Nierenversagen als Nierenersatz zum Einsatz kommt und jährlich zahlreichen Patienten ein Weiterleben ermöglicht“, so Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph weiter.

 

 

Deutliches Wachstum im Bereich der Medizintechnik

Die Gesundheitswirtschaft im Land ist ein Markt mit enormem Wachstumspotential. „Die Branche der Medizinprodukte und Medizintechnik hat eine herausgehobene Rolle, da sie in Mecklenburg-Vorpommern von einem überdurchschnittlichen Wachstum geprägt ist. Seit 2006 verzeichnet dieser Bereich ein Wachstum von durchschnittlich 4,7 Prozent jährlich. Damit liegen wir fast doppelt so hoch wie der Bundesschnitt“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph (Bund 2,6 Prozent, Quelle: WifOR, Aktualisierung des bestehenden Branchenmonitorings 2017).

 

 

Medizintechnik-Unternehmen sind Taktgeber für Forschung und Entwicklung

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein innovativer Wirtschaftsstandort und das Zuhause für großartige Medizintechnik-Unternehmen. Sie leisten einen wertvollen Beitrag für die Weiterentwicklung der heimischen Wirtschaft. Medizintechnikunternehmen sind Taktgeber für Forschung und Entwicklung bei uns im Land“, betonte Rudolph. Im Zeitraum von 2014 bis zum Oktober 2018 wurden im Rahmen der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations-Richtlinie bereits Zuschüsse von insgesamt 136,9 Millionen Euro für 407 Vorhaben bewilligt. „Der Großteil der Mittel ging in den Bereich Biotechnologie und Medizintechnik (39 Prozent) und Maschinenbau (24 Prozent) sowie in den Bereich der Mobilität (11 Prozent). Circa 10 Prozent flossen in den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.

 

Derzeit sind ca. 150.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt. „Das betrifft fast 20 Prozent (Bund 16,5 Prozent) des Arbeitsmarktes. Jeder fünfte Erwerbstätige arbeitet in dieser Branche – damit ist Mecklenburg-Vorpommern absoluter Spitzenreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es einen derart hohen Beschäftigungsanteil. In den vergangenen 10 Jahren wurden rund 25.000 neue Arbeitsplätze in der landesweiten Gesundheitswirtschaft geschaffen“, betonte Rudolph.

 

 

Außenhandel zwischen Mecklenburg-Vorpommern und China

China ist Mecklenburg-Vorpommerns achtwichtigster Außenhandelspartner. Im Jahr 2017 wurden Waren im Wert von 549 Millionen Euro ausgetauscht. Der Anteil am gesamten Außenhandel von M-V betrug 4 Prozent. Der Warenexport nach China betrug im vergangenen Jahr 233 Millionen Euro, was Platz 10 sowie einen Anstieg von +2 Prozent im Vergleich zu 2016 bedeutet. Wichtigste Exportgüter nach China 2017 waren Eisen-, Blech- und Metallwaren sowie Fahrgestelle/Motoren. 2017 betrug der Warenimport von China 306 Millionen Euro (Platz 6). Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine Steigerung um +10 Prozent erreicht. Zu den wichtigsten Importgütern aus China zählten im vergangenen Jahr elektrotechnische Erzeugnisse sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung.