MV WERFTEN starten Produktion im neuen Schiffbau-Hallenkomplex

Glawe: Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften Schiffbaumarkt wird weiter gestärkt

Wirtschaftsminister Harry Glawe (2.v.r.) bei der Inbetriebnahme der neuen Schweißanlage bei MV WERFTEN (© MV WERFTEN) Details anzeigen
Wirtschaftsminister Harry Glawe (2.v.r.) bei der Inbetriebnahme der neuen Schweißanlage bei MV WERFTEN (© MV WERFTEN)
Wirtschaftsminister Harry Glawe (2.v.r.) bei der Inbetriebnahme der neuen Schweißanlage bei MV WERFTEN (© MV WERFTEN)
Wirtschaftsminister Harry Glawe (2.v.r.) bei der Inbetriebnahme der neuen Schweißanlage bei MV WERFTEN (© MV WERFTEN)
Nr.396/18  | 28.11.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

MV WERFTEN nahm am Mittwoch die Laser-Hybrid-Paneellinie in der neuen Halle 11 in Betrieb: Ab sofort entstehen hier bis zu 25 x 16 Meter große Paneele für die Kreuzfahrtschiffe der Global Class. Pro Schicht werden zukünftig knapp 150 Beschäftigte im Hallenkomplex arbeiten.

Eine der modernsten Schweißanlagen Europas in Betrieb

Eine der modernsten Schweißanlagen Europas wurde heute am MV WERFTEN-Standort Rostock in Betrieb genommen. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe, Vertreter von Genting Hong Kong, von MV WERFTEN, des Anlageninstallateurs Pemamek sowie weitere Projektpartner waren in der neuen Halle 11 zugegen, als die Anlage ihre erste Schweißnaht zog. „Mit der neuen Anlage erhöhen wir die Kapazität unserer Stahlvorfertigung für die Global-Schiffe am Standort Rostock signifikant und gehen einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Industrie 4.0“, sagte Peter Fetten, CEO von MV WERFTEN. „Sie ist eine der innovativsten Laser-Hybrid-Paneellinien Europas und zudem einzigartig, da speziell auf unsere Prozesse und die Global Class abgestimmt.“

Innovationsförderung - Unterstützung von Bund und Land

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe sagte: „Mit der Übernahme der Werften durch Genting Hong Kong Limited und deren Entwicklung zu Spezialwerften für den Kreuzfahrtschiffbau hat sich für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie des Landes eine völlig neue Perspektive eröffnet. Aufträge, Auslastung und Beschäftigung entwickeln sich weiter positiv. Mit der hochmodernen und innovativen Paneel-Fertigungslinie wird die Umsetzung der Produktion deutlich verbessert. Darüber hinaus wird die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im hart umkämpften Schiffbaumarkt weiter gestärkt. Das ist heute ein weiterer guter Tag für den Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern.“

Sechs Millionen Euro Innovationsförderung wurde für die prototyphafte Fertigungsanlage von Bund und Land gewährt. Mehrere regionale Unternehmen sind an der Wertschöpfung des Projektes beteiligt. So führte das renommierte Fraunhofer Institut in Rostock die Machbarkeitsstudie zu optimierten Taktzeiten durch und eine Schweriner Firma lieferte die Anlagensteuerung zur Koordination der Kräne und Schweißportale.

Anlage ist Herzstück des Hallenbereichs

Die semiautomatische, hocheffiziente Anlage ist das Herzstück des 400 Meter langen Hallenbereichs 11.1 sowie der gesamten Stahlvorfertigung. Auf ihr werden bis zu 25 x 16 Meter große Paneele produziert. Die Paneellinie ist, mit allen integrierten Geräten, einzigartig in Deutschland. Sie umfasst unter anderem eine Einseitenschweißstation mit Laser-Hybrid-Schweißkopf und zusätzlichen MAG-Tandem-Schweißköpfen mit integrierter Fräse zur Herstellung von Stumpfnähten. Darüber hinaus zeichnet sich die neue Anlage durch eine automatisierte Profilmontage mit einem Zwei-Seiten-Kehlnaht-Schweißen von Profilen im Laser-Hybrid-Verfahren sowie programmierbaren Roboterportalen aus. Durch ihren hohen Automatisierungsgrad ist die Dünnblech-Paneellinie perfekt in das Digitalisierungs- und Logistikkonzept von MV WERFTEN eingebunden.

„Es ist eine große Ehre, einer der Partner von MV WERFTEN und Teil der Erfolgsgeschichte des Unternehmens zu sein“, erklärte der CEO von Pemamek, Jaakko Heikonen. „Diese Paneellinie ist einzigartig, da wir sie speziell an MV WERFTEN angepasst haben. Ihre Technologie ist perfekt auf die Anforderungen der Produktion der Global-Kreuzfahrtschiffe abgestimmt und wird eine starke Grundlage für das künftige Wachstum der Werften darstellen. Während des ganzen Projekts ist unsere Zusammenarbeit großartig gewesen, und wir freuen uns darauf, sie auch in Zukunft fortzusetzen.“

Neben der Paneelfertigung im Hallenbereich 11.1 befindet sich die Sektionsfertigung und -ausrüstung im Bereich 11.2. Die Halle 11.3 für die Profilfertigung wird im Mai fertiggestellt. Insgesamt werden die drei Hallen 25 Arbeitsstationen umfassen. MV WERFTEN investiert über 100 Millionen Euro in den neuen Schiffbauhallenkomplex. Mittelfristig werden hier bis zu 150 Beschäftigte pro Schicht arbeiten.

Unternehmensangaben zu den MV WERFTEN

MV WERFTEN besteht aus drei Werften in Wismar, Rostock und Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern, hat 2.800 Mitarbeiter und einige der größten Docks und überdachten Fertigungsstätten in Europa. Die Werften verfügen über eine exzellente Transport- und Logistikinfrastruktur und haben direkten Zugang zur Ostsee. Weitere Investitionen in eine Laser-Dünnblechschweißlinie, Kabinenbau, modernste Software und andere Automatisierungen wurden getätigt, um MV WERFTEN zu einem der effizientesten Kreuzfahrtschiffbauer der Welt zu machen.

In ihrer 70-jährigen Geschichte haben die drei Werften rund 2.500 Schiffsneubauten entworfen, produziert und ausgerüstet, darunter zwei AIDA-Kreuzfahrtschiffe, Premicon-Flusskreuzfahrtschiffe und Stena-Line-Fähren. MV WERFTEN mit Sitz in Wismar investiert kontinuierlich in Innovationen und neue Technologien sowie Mitarbeiterschulungen, um eine hervorragende Qualität „Made in MV“ zu gewährleisten. Weitere Informationen: www.mv-werften.com.