„Diagnose Mukoviszidose – was tun?“

Glawe: Wochenendseminar bietet wichtige Unterstützung für Betroffene und ihre Familien – Fachvorträge und Erfahrungsaustausch zwischen Patienten und medizinischen Fachkräften

Nr.403/18  | 30.11.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

„Diagnose Mukoviszidose – was tun?“ – Betroffene und ihre Familien sowie medizinische Fachkräfte tauschen sich noch bis Sonntag beim 20. Wochenendseminar des Mukoviszidose- Zentrums Mecklenburg-Vorpommern in Wustrow (Landkreis Vorpommern-Rügen) über neue Behandlungsmethoden und Verfahren aus. „Mukoviszidose ist eine schwere Erkrankung, die meist mit einer deutlichen Reduzierung der Lebenserwartung und der Lebensqualität einhergeht. Nach der Diagnose und während der Therapie haben Betroffene oft viele Fragen, Ängste und Unsicherheiten. Das Wochenendseminar bietet eine wichtige Unterstützung. Neben medizinischen Fachvorträgen ist ausreichend Raum für den Austausch mit Menschen in ähnlicher Lage und gegenseitige Hilfestellungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

 

Rund 100 Mukoviszidose-Erkrankte in Mecklenburg-Vorpommern

In Deutschland sind rund 8.000 Menschen an Mukoviszidose erkrankt. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Angaben des Mukoviszidose-Zentrums etwa 100 Erkrankte, darunter 45 Kinder und Jugendliche. Der Begriff Mukoviszidose setzt sich aus den lateinischen Wörtern mucus (Schleim) und viscidus (zäh) zusammen. Infolge eines Gendefektes wird in vielen Organen des Körpers ein zäher Schleim produziert. Bereits im Kindesalter können verschiedene Krankheitserscheinungen auftreten; vor allem die Lunge und die Bauchspeicheldrüse, aber auch weitere Organe wie beispielsweise die Leber oder die Gallenblase und die Gallenwege sind von der Erkrankung betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern erfolgt seit 2003 die ambulante Behandlung von Mukoviszidose-Patienten in vier Ambulanzen, den Mukoviszidose-Zentren an den Krankenhäusern in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg. „Ein fest integrierter Bestandteil der Mukoviszidose-Zentren sind die regionalen Selbsthilfegruppen, die eine wichtige Arbeit leisten. Hier finden Erkrankte ein breites Spektrum an Erfahrung im Leben mit Mukoviszidose sowie Unterstützung und Hilfe vor Ort“, sagte Glawe.

 

Informationen zum Mukoviszidose-Zentrum Mecklenburg-Vorpommern

Das Mukoviszidose-Zentrum Mecklenburg-Vorpommern entstand im Oktober 2001 durch einen Vertrag der Chefärzte der Kinderkliniken Greifswald, Rostock, Neubrandenburg und Schwerin. Damit wurden deutschlandweit erstmals neue Strukturen etabliert, die 2002 von der Ärztekammer als Struktur der Mukoviszidose-Behandlung zertifiziert wurde. In dem Zentrum wird nach einheitlichen Diagnostik- und Therapie-Standards gearbeitet. Weitere Informationen unter www.luft-zum-atmen.de.

 

Standorte und Ansprechpartner:

  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ernst-Moritz-Arndt Universität, Ferdinand-Sauerbruch-Straße 17475 Greifswald; Priv.-Doz. Dr. Sebastian M. Schmidt (Zentrums-Sprecher) schmidt3@uni-greifswald.de
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, Dr.-Salvador-Allende-Straße 30, 17036 Neubrandenburg, Oberärztin Dr. Birte Kinder
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Rostock, Rembrandtstr. 16/17, 18057 Rostock, Oberärztin Dr. Katja Breuel
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Helios-Kliniken Schwerin, Wismarsche Str. 397, 19049 Schwerin, Oberärztin Dr. Veronika Fischer
  • Assoziiert die Ostsee-Kurklinik Fischland, An der Seenotstation 1, 18347 Ostseebad Wustrow, Dr. Ines Eggers
  • Elternsprecher: Hans-Joachim Walter, Willi-Bredel-Str.7, 17034 Neubrandenburg; jwalter222@gmx.de