Seebrücke in Koserow wird neu gebaut

Rudolph: Barrierefreiheit als Maßstab – vorbildliche Bedingungen für Urlauber

Nr.187/19  | 25.06.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

In der Gemeinde Ostseebad Koserow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) muss die Seebrücke neu gebaut werden. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph äußerte sich am Dienstag vor Ort zur Maßnahme. „Die Gemeinde Ostseebad Koserow setzt Zeichen. Die neue Seebrücke wird eine durchgehende barrierefreie Nutzung ermöglichen. Das ist der letzte noch fehlende Teil für einen barrierefreien Zugang zur Personenschifffahrt vor Ort. Straßen und Gehwege im Ort wurden bereits barrierefrei hergestellt. Damit verfügt der Ort Koserow über ein besonderes Alleinstellungsmerkmal auf der Insel Usedom. Das sind vorbildliche Bedingungen für Urlauber mit einer eingeschränkten Mobilität und Familien mit Kinderwagen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

 

Seebrückenkopf bietet künftig Platz für große Veranstaltungen

Vorgesehen ist, die bestehende Seebrücke vollständig zurückzubauen. An gleicher Stelle soll eine 290 Meter lange und dreieinhalb Meter breite Seebrücke in drei bogenförmigen Abschnitten als Stahlkonstruktion und Holzbelag entstehen. Im Verlauf der Seebrücke werden drei Verbreiterungen angelegt, die zusätzliche Flächen zum Verweilen anbieten. Zudem werden auf dem Seebrückenkopf ein acht Meter hoher Glockenturm installiert sowie eine Sitz- und Liegelandschaft eingerichtet. Eine künstlerisch gestaltete zweidimensionale Plastik in Form eines Fischers mit Glocke sowie eine Info-Tafel mit Wetter- und Wasserdaten ergänzen den Neubau. Darüber hinaus ist an der Süd-Ost-Seite ein Anleger für die Fahrgastschifffahrt geplant. Dieser erhält zwei Ebenen als Zugangsbereich zu den Fahrgastschiffen (das Oberdeck von Fahrgastschiffen kann barrierefrei mit Hilfe einer zusätzlichen Rampe erreicht werden, der untere Zugang ist für den normalen Publikumsverkehr vorgesehen). Geplant ist, die Baumaßnahme nach der Badesaison in diesem Jahr zu beginnen. „Mit der Neugestaltung der Seebrücke wird es künftig möglich sein, attraktive touristische Zusatzangebote für Urlauber und Anwohner zu bieten. Konzerte für rund 150 Gäste sind dann auf dem Seebrückenkopf möglich. Das stärkt die touristische Infrastruktur auch außerhalb der Saisonzeiten für die Region insgesamt“, hob Rudolph hervor.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 7,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro. „Investitionen an den touristischen Standorten im ganzen Land sind entscheidend für stetiges Wachstum der Branche. So werden Arbeitsplätze gesichert und neue Jobs geschaffen. Wir haben bereits eine Menge erreicht: Vieles erstrahlt in neuem Glanz. Aber wir dürfen nicht nachlassen, uns im Wettbewerb mit anderen Urlaubsdestinationen zu behaupten. Wir werden weiter Investitionen in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Rudolph abschließend.

Im Rahmen der touristischen Infrastrukturförderung wurden seit 1991 in der Gemeinde Ostseebad Koserow insgesamt 18 Investitionsmaßnahmen gefördert. Die Maßnahmen haben ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 13,3 Millionen Euro, das vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 9,3 Millionen Euro unterstützt wurde. Dabei handelte es sich unter anderem um die Errichtung von Rettungstürmen, die Ausstattung von Kinderspielplätzen und die Neugestaltung der Strandpromenade Koserow.

 

Informationen zu touristischen Ankünften und Übernachtungen

In Koserow gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Jahr 2018 insgesamt knapp 61.000 Ankünfte (- 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 252.000 Übernachtungen (-2,2 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es 2018 knapp 30,9 Millionen Übernachtungen (+3,9 Prozent) und fast 8 Millionen Ankünfte (+ 4,6 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im Land bei 3,9 Nächten.