Umbaumaßnahmen am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg geplant

Glawe: Stationäre und tagesklinische Betreuung im Bereich Psychiatrie werden zusammengefasst

Nr.365/19  | 18.12.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Mittwoch einen Fördermittelbescheid an das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg für die Erweiterung der Psychiatrie übergeben. „In der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik sollen künftig die stationäre und die tagesklinische Betreuung der Patienten im Bereich der Psychiatrie auf einer gemeinsamen Station erfolgen. Dafür sind umfangreiche Umbaumaßnahmen nötig, um für die Erkrankten und das medizinische Personal optimale Bedingungen zu schaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

 

Gesundheitsministerium unterstützt Umbaumaßnahmen

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg ist derzeit mit 63 Betten im Fach Psychiatrie und Psychotherapie sowie mit 16 Betten Psychosomatik im Krankenhausplan aufgenommen. Dazu kommen 47 tagesklinische Plätze am Standort Neubrandenburg und 20 Plätze am Standort Neustrelitz. Künftig sollen insgesamt sechs Stationen mit je 13 bis 14 stationären Betten und vier bis fünf tagesklinischen Plätzen vorgehalten werden. Daneben wird nach wie vor eine Tagesklinik mit 20 Plätzen im Bestandsgebäude betrieben. Das Gesundheitsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen betragen rund 5,5 Millionen Euro. „Das Klinikum hat in der Region für die medizinische Versorgung der Bevölkerung eine große Bedeutung. Dank der hohen Kompetenz und der medizinischen Kompetenz der Mitarbeiter werden hier mehr als 40.000 Patienten pro Jahr stationär versorgt“, sagte Glawe.

 

Informationen zum Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Greifswald und Onkologisches Schwerpunktkrankenhaus. Die Klinik hat 944 Betten und 121 tagesklinische Plätze. In Neubrandenburg gibt es ein Perinatalzentrum, eine regionale Stroke Unit, eine Adipositas-Chirurgie und ein Onkologisches Zentrum. Die Planbetten verteilen sich auf folgende 16 Fachabteilungen: Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie; Neurochirurgie, Neurologie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Strahlentherapie, Urologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. In den fünf Tageskliniken stehen Plätze für die Betreuung in den Bereichen Geriatrie, Onkologie, Rheumatologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie zur Verfügung. Am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg befindet sich weiterhin eine Fachklinik für geriatrische Rehabilitation. Die Bethesda Klinik ist eine mit einem Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V zugelassene Klinik für geriatrische Rehabilitation. Träger dieser Einrichtung ist die Bethesda Klinik GmbH, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH. Über Verbindungsgänge ist die Bethesda Klinik mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum verbunden. Somit steht den geriatrischen Reha-Patientinnen und Reha-Patienten die medizinisch-technische Ausstattung des Klinikums zur Verfügung.

 

Das Krankenhauswesen in Mecklenburg-Vorpommern

Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser sichergestellt. Aktuell sind im Krankenhausplan 10.099 Betten und 1.419 tagesklinische Plätze ausgewiesen.

Insgesamt standen den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 Einzelfördermittel (= langfristige Investitionen wie etwa Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von rund 24 Millionen Euro und Pauschalfördermittel (Förderung für kleinere bauliche Maßnahmen und die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter) in Höhe von rund 22,8 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mit mehr als 2,8 Milliarden Euro erhebliche finanzielle Mittel in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen.