Salzmuseum mit Touristinformation ist Anlaufstelle für Urlauber in Bad Sülze

Glawe: Intensive Zusammenarbeit der touristischen Anbieter in der Region

Nr.5/21  | 08.01.2021  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Der Kultur- und Heimatverein Bad Sülze führt seit über 20 Jahren das städtische Salzmuseum in Bad Sülze. Neben der Präsentation der über 700jährigen Geschichte der Salzgewinnung in Mecklenburg-Vorpommern ist das Museum seit dem Jahr 2018 zudem Tourismuszentrale. Seither hat sich nach Angaben des Vereins die monatliche Besucherzahl stetig erhöht; auch 2020 wurden mehr Gäste gezählt als 2019. „Es ist über ein gefördertes Projekt eine neue Personalstelle für das Tourismusmanagement geschaffen worden. So kann die Zusammenarbeit aller touristischen Anbieter der Region intensiviert werden. Das ist vor allem für die Besucher ein echter Mehrwert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Steigerung der Besucherzahlen am Salzmuseum

Mehr als 6.000 Besucher hat die Tourist-Info am „Salzmuseum Mecklenburg“ im Jahr 2020 bislang begrüßt. Das bedeutet ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Damit erhöhte sich auch die Zahl der Gäste im neuen Gradierwerk des Museums, das über 4.000 Menschen besuchten. Für viele Urlauber der Region ist die Tourismuszentrale dabei zur ersten Anlaufstelle geworden. Veranstaltungen im Museumsbereich sorgten zudem für eine weiterführende touristische Wertschöpfung. Beispielsweise gab es besondere Angebote der ortsansässigen MEDIAN Klinik in Form von Vorträgen zu kulturellen Themen oder Führungen eigens für die Kurgäste. „Städtische Veranstaltungen bekamen durch eine gemeinsame Werbeplattform sowie die Hilfe bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen Unterstützung. Diese Vernetzung stärkt die gesamte Branche und verbessert das Standortimage“, so Glawe.

Reaktivierung der „Alten Salzstraße“

Entlang der historischen Transportwege des Salzes, können diese Pfade heute von Gästen der Region selbst erlebt werden. Beginnend im Salzmuseum steht als erstes das neu geschaffene Gradierwerk auf dem Programm. Es ist das Nördlichste Deutschlands. Hier können die Besucher selbst pumpen, probieren und in die einmalige Welt der Salzgewinnung eintauchen. Insgesamt sieben Stationen in der Region laden zum Entdecken und Verweilen ein. „Die ‚Schmugglerroute‘ entlang der alten Salzstraße ist eine wirkliche Attraktion. Durch diese Erweiterung der touristischen Angebote lasten wir auch im Küstenvorland unsere Hoteliers und Gastronomen besser aus und steigern somit die Attraktivität der gesamten Region. Dazu sollen im nächsten Jahr auch wieder die traditionellen Veranstaltungen wie die Salz-, Dahlien- und Bratapfelfeste beitragen, die in diesem Jahr leider ausfallen mussten“, so Glawe weiter.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten des Projektes im Förderzeitraum von Januar 2020 bis Dezember 2021 betragen rund 59.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 45.000 Euro.

Weitere Informationen

Der Zweck des Kultur- und Heimatvereins Bad Sülze e.V. ist die Förderung von Kunst, Kultur- und Heimatverbundenheit, der Volksbildung und der Wissenschaft, der Heimatkunde sowie der Landschaftspflege im Sinne des Naturschutzes in der Kur- und Dahlienstadt Bad Sülze sowie ihrer Umgebung.

Das Salzmuseum in Bad Sülze ist einmalig in seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern. Gegründet 1953 durch den Chefarzt des früheren Rheuma-Sanatoriums, Dr. Kurt Fuchs, befindet es sich seit 1971 im früheren Amtshaus der Großherzoglichen Saline, dem „Alten Salzamt“, einem Fachwerkbau aus dem Jahr 1759. Es vereint die Salinen- und Kurgeschichte des Ortes. Derzeit ist das Museum wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Am 23. März 2021 öffnet es wieder. Weitere Informationen unter www.salzmuseum-badsuelze.de