Erste Bilanz der Modernisierungsförderung für Beherbergungsbetriebe

Glawe: Wichtiges Instrument für die Verbesserung des Angebots der Tourismusbranche

Wirtschaftsminister Harry Glawe (r.) im Hotel Seeschloss in Sellin (© WM) Details anzeigen
Wirtschaftsminister Harry Glawe (r.) im Hotel Seeschloss in Sellin (© WM)
Wirtschaftsminister Harry Glawe (r.) im Hotel Seeschloss in Sellin (© WM)
Wirtschaftsminister Harry Glawe (r.) im Hotel Seeschloss in Sellin (© WM)
Nr.249/21  | 20.09.2021  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Im Rahmen eines Vor-Ort-Besuches im Hotel Seeschloss in Sellin auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat Wirtschaftsminister Harry Glawe gemeinsam mit dem DEHOGA-MV eine erste Bilanz der Modernisierungsförderung für Beherbergungsbetriebe gezogen. „Die Unternehmen mussten während der Corona-Pandemie zur Deckung ihrer laufenden Ausgaben oftmals auf Rücklagen zurückgreifen. Damit Investitionen nicht an fehlenden Rücklagen scheitern, hat das Land die Modernisierungsförderung aufgelegt. Das Programm wird landesweit nachgefragt. Es wird sehr gut angenommen, es ist insgesamt ein wichtiges Instrument für die Verbesserung des Angebots der Tourismusbranche“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. 

Über 29 Millionen Euro in Beherbergungsbetrieben bewilligt

Bisher wurden (Stand 10. Sept. 2021) 97 Anträge mit ca. 28,3 Millionen Euro bewilligt. Weitere 121 Anträge mit 34 Millionen Euro an Zuschüssen sind in Bearbeitung. „Der Schwerpunkt der Bewilligungen liegt bei den Hotels (inklusive Hotel garni´s). Das macht über die Hälfte der bisherigen Bewilligungen aus. Aber es sind auch Pensionen und Campingplätze darunter“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe in Sellin. 

Investitionen in Qualitätsverbesserung, Energieeffizienz, und Klimafreundlichkeit

Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern haben bis Ende September die Möglichkeit, zusätzliche Fördermittel für Modernisierungsinvestitionen zu beantragen. Gefördert werden Investitionen zur Qualitätsverbesserung in Ausstattung und Angebot, zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur Verbesserung der Klimafreundlichkeit. Um Beherbergungsbetrieben die Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen zu erleichtern, bezuschusst das Land Investitionen von kleinen, mittleren und großen Beherbergungsunternehmen mit bis zu 800.000 Euro. „Es wird investiert. Das ist ein klares Signal, dass die Branche trotz der herausfordernden Zeiten nach vorn schaut. Das Angebot wird weiter ausgebaut und vor Ort verbessert. Das kommt im Ergebnis den Gästen und Einheimischen zu Gute“, betonte Glawe weiter. 

Umfangreiche Hilfen in Corona-Pandemie

Die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe haben in der Pandemie durch Land und Bund umfangreiche Unterstützung erhalten. „In den verschiedenen Überbrückungshilfen und der November- und Dezemberhilfe sind in Mecklenburg-Vorpommern an Bundes- und Landesmitteln im Gastgewerbe ca. 370 Millionen Euro bewilligt worden. Das sind mehr als die Hälfte (rund 54 Prozent) aller in Mecklenburg-Vorpommern in diesen Programmen bewilligten Mittel. Auch die Wiederanlaufkosten im Gastgewerbe hat das Land im Rahmen seiner ´Starthilfe´ mit ca. vier Millionen Euro bezuschusst“, sagte Glawe. Weitere Unterstützung gibt es unter anderem durch Liquiditätshilfen (Darlehen), das Kurzarbeitergeld, die Unterstützung des Landes für Ausbildungsbetriebe, die Überbrückungshilfen oder die Neustart-Prämie für Beschäftigte. 

Branche wird weiter unterstützt

Wirtschaftsminister Harry Glawe machte deutlich, dass die Branche künftig weiter unterstützt wird. „Wichtig ist, dass touristische Vorhaben in die Region und die vorhandene Infrastruktur passen. Für neue Vorhaben ist zu prüfen, ob sie die touristische Angebotspalette des Landes ergänzen und qualitativ aufwerten. Hier ist auch Augenmaß wichtig, beispielsweise, wenn es darum geht, die Bürger vor Ort mitzunehmen. Wichtig ist auch, dass der Ganzjahres-Tourismus weiter gestärkt wird. Investitionen sind wichtig, um im Wettbewerb mit anderen weiter Schritt zu halten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.