Gleisanschluss im Frankenhafen Stralsund in Betrieb genommen

Glawe: Infrastrukturelle Voraussetzungen für die erfolgreiche Akquise neuer Geschäfte geschaffen - Sicherung und Erhöhung des Beschäftigungsgrades in der maritimen Branche in Vorpommern

Nr.315/18  | 28.09.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

In der Hansestadt Stralsund ist der Startschuss für die Inbetriebnahme des „Gleisanschlusses des Betriebsteils Frankenhafen Stralsund“ feierlich begangen worden. „Damit wurde eines der aufwendigsten Infrastrukturvorhaben der vergangenen Jahre umgesetzt. Mit der Inbetriebnahme der Gleisanbindung ist die Hansestadt Stralsund nun ihrem Ziel, die ehemalige Industriebrache der Volkswerft Stralsund städtebaulich zu entwickeln, ein ganzes Stück vorangekommen. Das ist ein wichtiger Beitrag für den erfolgreichen Strukturwandel vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag in Stralsund.

Gleisanschluss ist die infrastrukturelle Voraussetzung zur erfolgreichen Belebung des Standortes

Der Frankenhafen ist Bestandteil des Maritimen Industrie- und Gewerbegebietes Franzenshöhe. Bei dem Infrastrukturvorhaben wurden neben dem Neubau der Gleise unter anderem die Baufeldfreimachung durch den Rückbau hochbautechnischer Anlagen, der Rückbau von Bauwerken in der Bauhofstraße einschließlich Damm- und Gleisaufbau in diesem Bereich, der Straßenbau inklusive Entwässerung und Beleuchtung sowie alle bahnspezifischen Leistungen gefördert. Insgesamt wurden 2,3 Kilometer Gleise mit fünf Weichen und entsprechender Leit- und Sicherheitstechnik neu verlegt. „Die Gleisanbindung ist für die weitere erfolgreiche Belebung des Maritimen Industrie- und Gewerbegebietes Franzenshöhe unverzichtbar. Sie ist ein grundlegender Standortvorteil für Stralsund. Der Gleisanschluss ist die infrastrukturelle Voraussetzung für die erfolgreiche Akquise neuer Geschäfte. Darüber hinaus werden auf den ehemaligen Werftflächen weitere attraktive Gewerbeflächen für die Ansiedlung von neuen Unternehmen entstehen. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherung und Erhöhung des Beschäftigungsgrades in der maritimen Branche in Vorpommern“, so Glawe weiter.

Über 650 Arbeitsplätze entstanden - Höhere Flexibilität bei Umschlägen

Gegenwärtig sind im Gewerbegebiet u. a. die Unternehmen Ostseestaal, Formstaal, PEHA Reparatur und Anlagenbau, Allround Schiffsservice ansässig sowie die MV Werften. „Es besteht ein weiterer Bedarf an erschlossenen Gewerbeflächen. Die Nähe zur Kaikante ist gefragt. Jede Ansiedlung schafft und sichert neue Jobs in Vorpommern. Über 650 Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren vor Ort entstanden“, so Glawe.

„Der Seehafen Stralsund verfügt nun über die besten Voraussetzungen für die logistische Abfertigung von schienengebundenen Verkehren, die weitere Ansiedlung von maritimen Gewerbestrukturen und Unternehmen mit gleisaffinem Logistikbedarf. Mit den angrenzenden Zwischenlagerflächen kann eine höhere Flexibilität bei Umschlägen zwischen Bahn und Schiff und Bahn und Lkw erreicht werden. Dies ist insbesondere für die weitere strategische Ausrichtung des Seehafens auf Eisenbahnverkehre im Vor- und Nachlauf von Bedeutung“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtausgaben belaufen sich auf rund 14,0 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit 12,35 Millionen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). „Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und deshalb wird das Wirtschaftsministerium auch weiterhin wirtschaftsnahe Infrastrukturvorhaben zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes und zur regionalpolitischen Flankierung von Strukturproblemen unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.