Corona-Hilfen MV – Wirtschaft und Arbeit im Fokus

Der Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am 12. April 2021 weitere Unterstützungsmaßnahmen für die heimische Wirtschaft vorgestellt. Die gesundheitspolitisch notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie treffen Wirtschaft und Beschäftigte auch in Mecklenburg-Vorpommern hart. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Betroffene im Land weiter. Hierfür wurden neue Programme aufgelegt beziehungsweise bestehende Hilfen verlängert.

Ausgewählte Programme im Überblick

Nachdem die pandemiebedingten Einschränkungen im ersten Halbjahr 2021 andauern, weitet das Land MV die Unterstützungsmöglichkeiten aus. Für die aktuellen Maßnahmen - für Verlängerungen und neue Maßnahmen – werden rund 150 Millionen Euro bereit gestellt.

NEU: Ausweitung der Marktpräsenzprämie

Dies betrifft zunächst den Einzelhandel: Der Kreis der Antragsteller für die Marktpräsenzprämie wird erheblich erweitert und die Antragsfrist bis zum 31. Mai 2021 verlängert. Mit der Pauschale in Höhe von 5.000 Euro pro Unternehmen unterstützt das Land stationäre Einzelhändler bei Maßnahmen zur Erhöhung der Marktpräsenz, also z. B. bei Werbemaßnahmen oder beim Aufbau eines Internetauftritts oder Onlineshops.

Verbesserungen auch für die Hotellerie und Gastronomie

Mit der Starthilfe hat das Land ein Programm aufgelegt, um dem Gastgewerbe den Wiederanlauf nach den Betriebsschließungen zu erleichtern. Gezahlt werden fünf Prozent des für die Novemberhilfe maßgeblichen Vergleichsumsatzes. Die Antragsfrist für die Starthilfe für Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe wird bis zum 30. April 2021 verlängert.

Für Beherbergungsbetriebe bezuschusst das Land Modernisierungsinvestitionen mit bis zu 800.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Antragsfrist für die Modernisierungsförderung für das Beherbergungsgewerbe wird bis zum 30. September 2021 verlängert.

Neues Programm für verarbeitendes Gewerbe aufgelegt

Investitionen im verarbeitenden Gewerbe können bei kleinen, mittleren und großen Unternehmen befristet bis zum 31. Dezember 2021 um 20 Prozentpunkte höher und mit insgesamt bis zu 1,8 Millionen Euro gefördert werden. So sollen bei Vorhaben des verarbeitenden Gewerbes ab sofort erhöhte Fördersätze von bis zu 50 Prozent für kleine, 40 Prozent für mittlere und 30 Prozent für große Unternehmen angewandt werden.

Neu: Unterstützung durch den Härtefallfonds

Für Unternehmen, die trotz der umfangreichen Hilfsprogramme von Bund und Land in wirtschaftlicher Not sind, werden derzeit Härtefallhilfen vorbereitet. Unterstützt werden Firmen, die keinen Zugang zu regulären Bundes- oder Landeshilfen haben. Weiterhin werden Unternehmen unterstützt, die zwar Zugang zu regulären Bundes- oder Landeshilfen haben, bei denen diese aufgrund besonderer Fallkonstellationen aber nicht ausreichen.

Neustart-Prämie verlängert

Mit der Neustart-Prämie beteiligt sich das Land an Sonderzahlungen von Arbeitgebern an Beschäftigte nach längerer Kurzarbeit. Damit soll für Beschäftigte, die ganz besonders von Kurzarbeit betroffen waren, der Einkommensverlust gemildert werden. Aufgrund der andauernden Einschränkungen wird die Neustart-Prämie bis zum 30. Juni 2021 fortgesetzt. Gezahlt werden bis zu 700 Euro pro Beschäftigtem. Anträge können bis zum 31. Oktober 2021 gestellt werden.

Corona-Liquiditätshilfe I - Zins- und Tilgungsfreiheit um acht Monate verlängert

Für Unternehmen aller Branchen hat das Land frühzeitig die rückzahlbare Corona-Liquiditätshilfe aufgelegt. In der ersten Antragsphase bis zum 31. Juli 2020 wurden in rund 2.200 Fällen circa 100 Millionen Euro ausgereicht. Nun würden nach einem Jahr Zins- und Tilgungsfreiheit die Rückzahlungen einsetzen. Die Zins- und Tilgungsfreiheit wird um acht Monate verlängert, somit von 12 Monate auf 20 Monate verlängert.

November- / Dezemberhilfe und die Überbrückungshilfe III

Besonders relevant sind derzeit die November-/Dezemberhilfe und die Überbrückungshilfe III des Bundes. Die November- und Dezemberhilfe ist in Mecklenburg-Vorpommern weitgehend umgesetzt, über 90 Prozent der beantragten Mittel sind ausgezahlt. In der Überbrückungshilfe III wurde am 16. März 2021 mit der regulären Auszahlung begonnen, mehr als ein Drittel der beantragten Mittel wurde ausgereicht. Zu den vom Bund am 01. April 2021 angekündigten Verbesserungen in der Überbrückungshilfe III laufen derzeit Gespräche auf Arbeitsebene zwischen Bund und Ländern.