Landesfachtagung: Vom Flüchtling zur Fachkraft

Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung nutzen

„Vom Flüchtling zur Fachkraft“: Über 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung haben sich am 07.11.2018 in Rostock über die Möglichkeiten der beruflichen Integration von Geflüchteten informiert. Die berufliche Integration der in Mecklenburg-Vorpommern lebenden geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung, die gemeinsam gemeistert werden sollte. Es müssen schon heute alle Möglichkeiten zur Fachkräftegewinnung genutzt werden. Die Landesfachtagung wurde federführend durch das Wirtschafts- und Arbeitsministerium organisiert.

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Unterstützung für die berufliche Integration in den Arbeitsmarkt - 22 Joblotsen helfen bei der Jobsuche

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit haben eine Vereinbarung zur Beschleunigung und Verbesserung der beruflichen Integration von Migranten geschlossen. Vereinbart wurde die Unterstützung der Jobcenter durch die Finanzierung von 22 Joblotsen durch das Wirtschaftsministerium. Aufgabe der Joblotsen ist die individuelle Unterstützung der Geflüchteten bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, aber auch nach einem Praktikum oder Ausbildungsplatz bzw. einer Einstiegsqualifizierung. Ebenfalls leisten sie Unterstützung bei der erfolgreichen betrieblichen Integration von geflüchteten Menschen sowie Begleitung der geflüchteten Menschen, wie beispielsweise zu Ausländerbehörden, Jugend- und Schulämtern.

Projektgruppe und Integrationsfachdienste Migration (IFDM)

Darüber hinaus wurden „Koordinatoren zur beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten“ im Rahmen einer Projektgruppe des Wirtschaftsministeriums eingesetzt. Ein Landeskoordinator und vier Regionalkoordinatoren kümmern sich um die berufliche Integration von Migranten an den Standorten Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Stralsund. Die Koordinierung bezieht Arbeitgeber und Arbeitgebervertreter ein und fördert die Transparenz der regionalen Angebote beruflicher Integration.

Außerdem werden durch das Wirtschaftsministerium drei Integrationsfachdienste Migration (IFDM) gefördert. Diese beraten, begleiten und unterstützen flächendeckend an rund dreißig Standorten im Land erwachsene Migranten individuell zu Fragen beruflicher Integration. Dies reicht von einer individuellen Kompetenzfeststellung, über Beratung bezüglich der nächsten Integrationsschritte (Sprachförderung, Maßnahmen bei Trägern, Integrationsprojekte, Praktika) bis hin zur Einarbeitungsbegleitung.

Gewinnung von Fachkräften im Bereich Medizin und Pflege

Einen besonderen Stellenwert für die Gewinnung von Fachkräften im Bereich Medizin und Pflege für das Land Mecklenburg Vorpommern hat das Projekt „Health and Care Office“ (HCO). Das HCO hilft zugewanderten Ärzten, Apothekern, Pflegekräften und weiteren Gesundheitsberuflern dabei, die notwendigen Voraussetzungen für ihre berufliche Anerkennung zu erfüllen. Mit dem HCO gibt es damit eine zentrale Anlaufstelle in Mecklenburg-Vorpommern für Personen aus Gesundheitsberufen mit Migrationshintergrund und für Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Fachvorträge der Landesfachtagung

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auch in den vier Fachvorträgen der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, der Referatsleiterin Arbeitsmarktpolitik des Bundes im Wirtschaftsministerium, Annegret Steinhäuser, und dem Leiter Geschäftsfeld Arbeitsmarkt bei der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Sven Hinrichsen.