Tischler-Meisterstücke im Wirtschaftsministerium

Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Präsident der Handwerkskammer Schwerin, Peter Günther, haben am 30. September 2019 gemeinsam eine Ausstellung mit Tischler-Meisterstücken im Wirtschaftsministerium eröffnet.

„Der Tischlerberuf ist einer der vielseitigsten Handwerke überhaupt. Von individuellen Möbeln über Fenster, Türen und Innenausbauten bis hin zu Messe- und Ladeneinrichtungen werden alle Produkte vom Tischler gefertigt. Die Tischler sind Experten rund ums Bauen, Wohnen und Einrichten. Das setzt voraus, dass sich die Fachleute ständig über den aktuellen Stand der Technik auf dem Laufenden halten müssen - eine tägliche Herausforderung. Mit der Ausstellung der Meisterstücke wollen wir die besonderen Leistungen der Handwerker würdigen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der Eröffnung.

Die Ausstellungsstücke können bis zum 18. Oktober 2019 im Speisesaal im Wirtschaftsministerium betrachtet werden - täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.

Meisterbrief steht für Qualität, Können und Kreativität

Die Tischlermeister haben bei der Handwerkskammer Schwerin über 24 Monate die Meisterschule in Teilzeit besucht. Fester Bestandteil der Abschlussprüfung ist die eigenverantwortliche Planung und Erstellung eines Meisterstücks. In maximal 18 Arbeitstagen mussten die Handwerker ihr Meisterstück entwerfen, zeichnen und fertigen. In der Ausstellung werden Haustüren, ein Hängesideboard, ein Empfangsboard, eine Flurgarderobe mit Sitzbank, ein Bett und ein Couchtisch präsentiert.

„Der Meisterbrief ist eine Spitzenqualifikation. Er steht für hochwertige Qualität im Handwerk, fachliches Können und Kreativität – das zeigt die Ausstellung eindrücklich. Mit den Absolventen gewinnen wir Fachkräfte, die den Wirtschaftszweig Handwerk weiter stärken werden“, so Minister Glawe.

Prämie: Meister-Extra für erfolgreiche Absolventen

„Der Meistertitel steht als Gütesiegel für die Qualität im Handwerk und in der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Meister-Extra wollen wir das persönliche Engagement der Absolventen für die Meisterqualifikation anerkennen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Das Wirtschaftsministerium honoriert den erfolgreichen Abschluss von Meistern in Handwerk und Industrie mit dem „Meister-Extra“. Eine erfolgreiche bestandene Meisterprüfung in Industrie und Handwerk wird mit 2.000 Euro prämiert. Bis zu 50 Absolventinnen und Absolventen erhalten ein „Meister-Extra“ in Höhe von 5.000 Euro, wenn sie als Beste oder Bester ihres Gewerkes bzw. ihrer Fachrichtung die Meisterprüfung abgelegt haben. Insgesamt wurde das „Meister-Extra“ seit Juni 2016 bereits 1.214 Mal ausgereicht. 

Die Ausstellung ist Bestandteil der landesweiten Imagekampagne „Besser ein Meister“, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommerns initiiert hat. Ziel ist es, für ein modernes, positives Bild des Handwerks zu werben, um Fachkräfte für den Wirtschaftszweig zu gewinnen und zu sichern.

Informationen zum Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Mitarbeiter und 5.113 Lehrlinge. Sie erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen. In diesem Lehrjahr haben 1.572 junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk begonnen. In Mecklenburg-Vorpommern sind über 700 Tischlereibetriebe in den Handwerksrollen der Kammern verzeichnet.

30.09.2019 - Ausstellung: Tischler-Meisterstücke im Wirtschaftsministerium

Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Präsident der Handwerkskammer Schwerin, Peter Günther, haben am 30. September 2019 gemeinsam eine Ausstellung mit Tischler-Meisterstücken im Wirtschaftsministerium eröffnet.