Bericht „Regionalspezifische Arbeitsmarktförderung“

Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium hat eine umfassende und räumlich differenzierte Analyse der regionalen und sektoralen Arbeitsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Darin werden Unterschiede in den einzelnen Regionen deutlich. Maßgebliches Ergebnis dieser Analyse ist die Identifizierung von Räumen mit besonderen arbeitsmarktlichen Herausforderungen innerhalb des Landes. Notwendig ist deshalb, die Arbeitsmarktförderung in unserem Land stärker an regionalspezifisch unterschiedliche Bedarfe in Regionen und Orten auszurichten.

Mehr regionalspezifische Arbeitsmarktförderung

Es gibt Bedarfe für eine spezifische Unterstützung vor allem in Vorpommern, aber auch in Mecklenburg.
In der Zusammenfassung der im Bericht untersuchten Indikatoren - wie Beispiel Beschäftigungsentwicklung, Entwicklung der Arbeitslosigkeit, Angebot-Nachfrage-Relation am Arbeitsmarkt sowie Langzeitarbeitslosigkeit - sind  Altentreptow, Anklam, Bergen auf Rügen, Bützow, Demmin, Grimmen, Malchin, Neubrandenburg, Neubrandenburg Umland, Pasewalk, Sternberg, Stralsund, Teterow und Ueckermünde Räume mit ganz besonderen arbeitsmarktlichen Herausforderungen.

Stärkung der Regionalbeiräte

Die vier Regionalbeiräte in Westmecklenburg, Region Rostock, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern werden gestärkt. In den vier Regionalbeiräten wurden die Budgetmittel für Strukturentwicklungsmaßnahmen bis 2020 aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) um zwei Millionen Euro aufgestockt.

Integrationsprojekte, Joblotsen und Bürgerarbeit

Die Budgetmittel für Integrationsprojekte wurden für die Jahre 2018-2020 um landesweit drei Millionen Euro aus dem ESF aufgestockt. Damit verbreitern sich die Möglichkeiten, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Mit „Bürgerarbeit“ wird Langzeitarbeitslosen, die sonst keine Chancen auf den regionalen Arbeitsmärkten haben, die Möglichkeit für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gegeben. Insgesamt werden dafür Mittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro aus Mitteln des ESF bereitgestellt.

„Joblotsen“ bringen Arbeits- und Fachkräfte benötigende Unternehmen einerseits sowie arbeitsuchende geflüchtete Menschen andererseits zusammen. Im Förderzeitraum bis 2020 sind 2,7 Millionen Euro ESF-Mittel für die Finanzierung der Personalkosten der Joblotsen vorgesehen.