Aktueller Arbeitsmarkt in M-V

Arbeitsmarkt März 2019

Arbeitsmarkt reißt sich immer mehr um Fachkräfte

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Die Zahl der Arbeitslosen ist im März 2019 in Mecklenburg-Vorpommern spürbar gesunken. In diesem Monat waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern 64.200 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März 2018 sank die Zahl der Arbeitslosen um 9.100 (-12,4 Prozent). Das entspricht einer aktuellen Quote von 7,8 Prozent.

Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung stehen im Fokus der Unternehmen. Deutlich wird, der Arbeitsmarkt reißt sich immer mehr um Fachkräfte. Diese werden vor allem in der Gesundheitswirtschaft sowie in der Gastronomie und im Baugewerbe gesucht. Der Tourismus zieht saisonbedingt an. Wichtig ist, dass in dieser Branche aus den saisonalen Jobs im Ergebnis noch mehr saisonunabhängige Beschäftigungsverhältnisse werden. Dazu muss die Angebotsvielfalt für die Gäste ausgebaut werden, damit mehr Menschen auch in den Monaten abseits der Hauptsaison den Nordosten besuchen. Im Vergleich zum Vormonat Februar 2019 ist die Arbeitslosigkeit um 6,4 Prozent (4.400 Arbeitslose weniger) gesunken.

Potentiale des Arbeitsmarktes erschließen

Wirtschaftsminister Glawe rief die heimische Wirtschaft auf, weiter in den eigenen Personalbestand zu investieren. Die Potentiale, die der Arbeitsmarkt bietet, können noch besser erschlossen werden, um die Bedarfe weiter decken zu können. Er warb dafür, die regionalspezifischen Unterstützungsmöglichkeiten insbesondere auch zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit zu nutzen. Dazu wurde die Förderung in einzelnen Regionen weiter verbessert.

Langzeitarbeitslosigkeit gesunken

Wichtig ist es vor allem, langzeitarbeitslosen Frauen und Männern mit besonderen Vermittlungshemmnissen eine Chance zu geben. Ziel ist es, die soziale und arbeitsmarktliche Integration durch Übergang in Erwerbsarbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erreichen. Klar ist: Die oft kleinteilige Projektarbeit vor Ort braucht einen langen Atem und viel Ausdauer. Aktuell sind 20.800 Menschen langzeitarbeitslos. Das sind 15.400 (42 Prozent weniger) als vor fünf Jahren.

Unterstützungsmöglichkeiten nutzen

In den vier Regionalbeiräten in Westmecklenburg, Region Rostock, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern wurden beispielsweise die Budgetmittel für Strukturentwicklungsmaßnahmen bis 2020 aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) um zwei Millionen Euro aufgestockt. Von diesen zusätzlichen ESF-Mitteln werden mit 68 Prozent überproportional viele Mittel für die östlichen Landesteile in M-V bereitgestellt. Ebenso angehoben wurde der Fördersatz (regional maximal 80 Prozent statt bisher maximal 70 Prozent) und die Förderhöhe (regional maximal 30.000 Euro statt bislang höchstens 25.000 Euro).

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst deutlich

Außenansicht der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit © Bundesagentur für ArbeitDetails anzeigen
Außenansicht der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit © Bundesagentur für Arbeit

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse weisen ein Plus von 6.300 gegenüber dem Vorjahresmonat auf. Sie liegen – nach aktuellsten Zahlen für Januar 2019 – bei 556.100 Beschäftigten. Das sind 38.900 sozialversicherungspflichtige Jobs mehr als vor fünf Jahren. Der positive Trend setzt sich weiter fort. Es wird deutlich: Nur Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt sind ein Garant für die Perspektive, hier bei uns im Land zu bleiben. Beschäftigungszuwächse gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (+1.400), im Baugewerbe sowie im Dienstleistungsbereich (+900), im Gesundheits- und Sozialwesen (+2.800).

Berufliche Perspektiven auf Durchstarten in MV

Die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ wirbt für Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Jugendliche sollten die Angebote intensiv nutzen. Im Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von aktuell rund 1.500 Unternehmen mit über 3.200 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen veröffentlicht. Auf dem Internet-Portal werden den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region des Landes aufgezeigt. Die Umkreissuche ermöglicht die gezielte Suche in der Heimatregion, die Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen „TOP-Ausbildungsbetrieb“ der IHKs in MV handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Zahlreiche Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

„Durchstarten in MV“ ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes. Die Internetseite durchstarten-in-mv.de wurde seit Oktober 2009 über 3,5 Millionen Mal aufgerufen.

Alle Informationen zur Kampagne unter:

www.durchstarten-in-mv.de
www.facebook.com/DurchstartenInMV
www.instagram.com/durchstarteninmv

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 5 - Arbeit
Referat 500 - Arbeitsmarktpolitik des Bundes; Rechtsangelegenheiten der Abteilung
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Referatsleiterin
Annegret Steinhäuser
Telefon: 0385-588 5500
Telefax: 0385-588 5052

Publikationen und Dokumente

Arbeitslose und Arbeitslosenquoten nach Bundesländern im März 2019
Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern im März 2019
Bilanz Berufsberatungsjahr 2017/2018 in Mecklenburg-Vorpommern