Aktueller Arbeitsmarkt in M-V

Arbeitsmarkt Mai 2019

Anhaltende saisonale Belebung am Arbeitsmarkt

Mitarbeiter gesuchtDetails anzeigen
Mitarbeiter gesucht

Mitarbeiter gesucht

Mitarbeiter gesucht

Der Arbeitsmarkt hat sich im Mai 2019 weiter positiv entwickelt. Insgesamt waren im Mai 56.400 Menschen arbeitslos gemeldet, 6.800 weniger als im Mai des Vorjahres (-10,8 Prozent). Das entspricht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell einer Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent. Das Ergebnis spricht vor allem für eine anhaltende Belebung am Arbeitsmarkt. Diese geht insbesondere auf den bevorstehenden Hauptsaisonstart im Tourismus zurück. Die Zahlen täuschen nicht darüber hinweg, dass noch eine Menge zu tun ist. Auf dem Arbeitsmarkt muss es weiter zu mehr Saisonunabhängigkeit kommen. Das Wetter darf nicht der Taktgeber für mehr oder weniger Jobs in MV sein.

Flexible Arbeitszeitmodelle - Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Es gilt, möglichst viele Erwerbsfähige im Nordosten in den Arbeitsmarkt zu integrieren und so die dort schlummernden Fachkräftepotenziale zu nutzen. Auch verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen dabei. Das ist heute nicht nur für Eltern oder bei der Pflege von Familienangehörigen ein Thema. Flexible, auf Lebensabschnittsphasen angepasste Arbeitszeitmodelle, erwarten heute gerade die Jüngeren von Unternehmen, die mit der Zeit gehen. Ein weiterer Punkt ist die Integration von Langzeitarbeitslosen und Geflüchteten in den Arbeitsmarkt.

Unterstützungsmöglichkeiten nutzen

Das Arbeitsministerium verweist auch auf die Möglichkeiten der Unterstützung der Unternehmen. Der demografische Wandel und besonders die Digitalisierung verändern die Arbeitswelt. Das Wissen und der langjährige Erfahrungsschatz der Mitarbeiter sind dabei ein unverzichtbarer Bestandteil des Unternehmenserfolges. Um der Fachkräftesituation in MV zu begegnen, sind bislang insbesondere die passgenaue Qualifizierung, Weiterbildung und die Existenzgründerförderung Schwerpunktthemen der Fachkräftesicherung. Es gibt eine Reihe von Förderprogrammen, die vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium angeboten werden. Hierzu zählen unter anderem die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen.

Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren

Trotz der insgesamt guten Zahlen ist es wichtig, Frauen und Männer in existenzsichernde und nachhaltige Erwerbstätigkeit zu bringen. Dafür können die regionalspezifischen Unterstützungsmöglichkeiten des Arbeitsministeriums insbesondere zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit genutzt werden. Diese Förderung ist auf die Regionen zugeschnitten. Aktuell sind 20.100 Menschen langzeitarbeitslos. Das sind 15.200 (43 Prozent weniger) als vor fünf Jahren.

Mehr sozialversicherungspflichtige Jobs

Außenansicht der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit © Bundesagentur für ArbeitDetails anzeigen
Außenansicht der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit © Bundesagentur für Arbeit

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs liegt aktuell – aktuellste Angaben März 2019 - bei 569.600. Dies sind 5.400 Jobs mehr als im Vorjahresmonat März 2018. Der Trend hält weiter an. Im Gesundheits- und Sozialwesen (+2.800), im Baugewerbe (+1.200) und auch in der Metall- und Elektroindustrie (+1.300) gibt es mehr Jobs.

Ausbildungsmöglichkeiten im Land nutzen

Ende Mai waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 5.900 Ausbildungsplätze noch frei. Dem stehen rund 3.600 unversorgte Bewerber gegenüber. „Die Auswahl an Ausbildungsplätzen ist groß. Es ist notwendig, weiter in kluge Fachkräftebindung und ein verstärktes Ausbildungsmarketing zu investieren. Fachkräftesicherung beginnt mit einer Ausbildung! Vor allem Ausbildungsstellen zum Koch/zur Köchin (350 freie Plätze), Verkäufer/in (334), Kaufmann/-frau im Einzelhandel (303), Restaurantfachmann/-frau (282), Hotelfachmann/-frau (276) sowie Fachkraft-Lagerlogistik (158) gilt es zu besetzen. Es gibt eine große Bandbreite an Ausbildungsmöglichkeiten mit aussichtsreichen Karriereperspektiven für junge Menschen in MV. Viele Unternehmen im Land bieten auch kurzfristig noch Stellen an.

Berufliche Perspektiven auf Durchstarten in MV

Die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ wirbt für Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Jugendliche sollten die Angebote intensiv nutzen. Im Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von aktuell rund 1.500 Unternehmen mit über 3.200 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen veröffentlicht. Auf dem Internet-Portal werden den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region des Landes aufgezeigt. Die Umkreissuche ermöglicht die gezielte Suche in der Heimatregion, die Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen „TOP-Ausbildungsbetrieb“ der IHKs in MV handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Zahlreiche Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

„Durchstarten in MV“ ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes. Die Internetseite durchstarten-in-mv.de wurde seit Oktober 2009 über 3,5 Millionen Mal aufgerufen.

Alle Informationen zur Kampagne unter:

www.durchstarten-in-mv.de
www.facebook.com/DurchstartenInMV
www.instagram.com/durchstarteninmv

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 5 - Arbeit
Referat 500 - Arbeitsmarktpolitik des Bundes; Rechtsangelegenheiten der Abteilung
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Referatsleiterin
Annegret Steinhäuser
Telefon: 0385-588 5500
Telefax: 0385-588 5052

Publikationen und Dokumente

Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern im Mai 2019
Arbeitslose und Arbeitslosenquoten nach Bundesländern im Mai 2019
Bilanz Berufsberatungsjahr 2017/2018 in Mecklenburg-Vorpommern