Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik

Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat im Januar 2017 einen Ausblick auf die Arbeitsmarktpolitik 2017 vorgestellt.

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Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bleibt auf Wachstumskurs. Die Zeichen stehen gut für weiteres Wirtschaftswachstum, vor allem in den binnenwirtschaftlichen Bereichen. Ein Plus von etwa 1 bis 1,5 Prozent ist 2017 möglich. Wirtschaftswachstum bedeutet Sicherung von Arbeitsplätzen und Schaffung neuer Jobs. Es wird mit einem weiteren deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet. Für Ende des Jahres 2017 werden im Nordosten voraussichtlich etwa 70.000 Arbeitslose prognostiziert, 8.000 weniger als im Vorjahr. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt gibt es noch viel zu tun. Mecklenburg-Vorpommern hat Potential für noch mehr Ansiedlungen. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe hat das Land noch Nachholbedarf. Die Wirtschaftspolitik ist auf die intensive Werbung um Investoren ausgerichtet, um im Ergebnis mehr Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erreichen. 

Vier Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik

1. Schwerpunkt: Qualifizierungsoffensive im maritimen Bereich

„Für den maritimen Bereich wollen wir eine Qualifizierungsoffensive starten. Davon sollen die Werften im Land, aber auch die zahlreichen Zulieferbetriebe profitieren. Mit dieser Qualifizierungsoffensive werden wir die Betriebe der Branche nachhaltig unterstützen und ihre Beschäftigten fit machen für die besonderen Anforderungen des modernen Kreuzfahrtschiffbaus“, so Arbeitsminister Glawe.

2. Schwerpunkt: Existenzgründerförderung enger verzahnen

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Existenzgründerförderung sein. Hierbei sollen in Zukunft die Instrumente der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderung eng verzahnt werden. „Wichtig ist mir dabei besonders, dass die Existenzgründungen im Ergebnis auch die Existenzen sichern“, sagte Glawe. „Deshalb müssen Konzepte sorgfältig geprüft und die Gründer und Gründerinnen kompetent vorbereitet und begleitet werden.“

3. Schwerpunkt: Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt

Als ein weiteres Anliegen nannte Arbeitsminister Glawe, die Unterstützung für die Wirtschaft bei der Integration von Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt. „Wichtig ist, dass die Unternehmen im Land in ihrer Bereitschaft, geflüchtete Menschen einzustellen, Hilfe und Begleitung bekommen. Land und Jobcenter werden gemeinsam die ganzheitliche Betreuung sowohl des Arbeitgebers als auch des Geflüchteten organisieren“, betonte Glawe. Die Jobcenter im Land werden mit dem Projekt „Kooperationsmodell mit berufsanschlussfähiger Weiterbildung“ („Kommit“) Unterstützung bei der Qualifizierung anbieten.

4. Schwerpunkt: Unterstützung von Langzeitarbeitslosen

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Langzeitarbeitslosen in dieser Legislaturperiode. „Das ist besonders wichtig. Hierbei wird es darum gehen, die Instrumente der Jobcenter und des Landes gut aufeinander abzustimmen. Wir werden prüfen, welche Maßnahmen wir durch unsere Landesförderung zusätzlich  finanzieren können, um Frauen und Männern, die schon lange ohne reguläre Arbeit sind, wieder einen Einstieg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu ermöglichen“, betonte Arbeitsminister Glawe.