Presse

Thema im Landtag – Praktische Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes

Glawe: Teilweise veränderte Anforderungen in der Arbeitswelt – neues „Schweizer Modell“ soll Antragstellung erleichtern

Nr.101/19  | 12.04.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Im Landtag ist am Freitag die praktische Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes vor allem im Hotel- und Gaststättenbereich diskutiert worden. „In der heutigen Arbeitswelt sind Dienstleistungsbereiche, die Industrie, die Landwirtschaft sowie die Hotellerie und Gastronomie in der Praxis gefordert, sich auf teilweise veränderte Bedingungen einzustellen. Im Rahmen der behördlichen Möglichkeiten wird durch Beratung wie auch Kontrolle darauf hingewirkt, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in den Betrieben zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. Geht es den Beschäftigten gut, geht es auch den Unternehmen gut“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin.

 

Probezeitraum mit dem „Schweizer Modell“

Saisonbetriebe können unter bestimmten Voraussetzungen eine Bewilligung zur verlängerten Arbeitszeit über acht Stunden werktäglich erhalten, wobei die längeren Arbeitszeiten zu anderen Zeiten ausgeglichen werden müssen. Seit Anfang Januar 2019 wird das sogenannte „Schweizer Modell“ in Mecklenburg-Vorpommern zur Begriffsdefinition herangezogen. Das Modell definiert einen Saisonbetrieb, in dem es klare Grenzen setzt. Saisonbetriebe sind Betriebe, die nur während bestimmter Zeiten des Jahres geöffnet sind und eine oder mehrere Hochsaisonzeiten aufweisen sowie Betriebe, die das ganze Jahr geöffnet sind. Sie weisen eine oder mehrere Hochsaisonzeiten von insgesamt mindestens drei und höchstens sechs Monaten auf.

 

Hochsaisonzeiten sind die Monate, deren durchschnittlicher Monatsumsatz über dem durchschnittlichen Umsatz des gesamten Jahres liegt und deren durchschnittlicher Monatsumsatz während der Monate der Hochsaison mindestens 35 Prozent höher ist als der durchschnittliche Monatsumsatz in den übrigen Monaten. „Um festzustellen, ob das gewählte Verfahren das richtige für uns im Norden ist, wurde ein Probezeitraum von zwei Jahren festgelegt. Das Vorliegen der eigentlichen Bewilligungsvoraussetzungen wird sorgfältig in jedem Einzelfall geprüft“, so Glawe weiter. Die Bewilligungen erfolgen durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales M-V.

 

Antragstellung soll erleichtert werden

Glawe machte deutlich, dass mit dem „Schweizer Modell“ nicht die Erlangung von Ausnahmegenehmigungen erleichtert würde. „Vielmehr wird die Antragstellung für Betriebe im Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes, die das ganze Jahr geöffnet sind, durch die konkreten Festlegungen zu Saisonbetrieb und Hochsaison in Mecklenburg-Vorpommern vereinfacht und transparenter“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

 

In den vergangenen drei Jahren sind 69 Anträge auf Ausnahme bewilligt worden. Drei Viertel dieser Anträge kamen aus dem landwirtschaftlichen Bereich. Bislang wurden sechs Anträge von Betrieben des Gast- und Beherbergungsgewerbes genehmigt. 2019 liegt ein Antrag aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe vor. „Für alle Akteure - nicht nur im Hotel- und Gastgewerbe - ist es eine Pflicht, die zeitlichen und sonstigen Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass es zum Erhalt der physischen und psychischen Gesundheit sowie auch der Zufriedenheit von Beschäftigten dient“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend. Neben der Prüfung der Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes von Betrieben kann die Arbeitsschutzbehörde zu rechtlichen Auslegungen des Arbeitszeitgesetzes beraten. Das reicht von Publikationen, Vorträgen bis hin zu Beratungsgesprächen im Betrieb.

Pressemitteilungen abonnieren

Möchten Sie in unseren Presseverteiler aufgenommen werden und die Presseinformationen der Landesregierung kostenlos abonnieren, melden Sie sich bitte bei folgendem Kontakt:

Hausanschrift
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Pressesprecher
Gunnar Bauer
Telefon: 0385-588 5003
Telefax: 0385-588 5067

Meldungsübersicht

Ihre Suchkriterien

  • Suchbegriff: 
  • Bereich:  Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit
  • Zeitraum:   
18.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Wolgaster Unternehmen investiert in neuen Hallenkomplex

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich am Donnerstag in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) bei der Hadrian GmbH & Co. Metall- und Kunststofftechnik KG über aktuelle Erweiterungsvorhaben des Unternehmens informiert.

17.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Presseeinladung für Donnerstag, 18.07.2019 - ACHTUNG - geänderte Uhrzeit

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe wird sich am Donnerstag, den 18. Juli 2019, in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) über die HADRIAN GmbH & Co. Metall- und Kunststofftechnik KG bei einem Betriebsrundgang informieren.

16.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Rostocker Unternehmen für Biomaterialien baut neuen Standort

Das Rostocker Unternehmen ARTOSS GmbH entwickelt, produziert und vermarktet resorbierbare Biomaterialien für den Knochenaufbau.

15.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Presseeinladung für Donnerstag, 18.07.2019

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe wird sich am Donnerstag, den 18. Juli 2019, in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) über die HADRIAN GmbH & Co. Metall- und Kunststofftechnik KG bei einem Betriebsrundgang informieren.

12.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Sommerferien in 14 Bundesländern

Am Montag starten in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Dann sind in 14 Bundesländern gleichzeitig Ferien.

11.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Gesundschuh GmbH erweitert Betriebsstätte in Rostock

Die Gesundschuh GmbH, ein Produzent von orthopädischen Schuhen, erweitert derzeit die eigene Betriebsstätte in Rostock, um künftig mehr Herstellungskapazitäten zu haben.

10.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

„anheuern in mv“ startet Urlaubsaktion

Motive „anheuern in mv“. Claudia ist zahnmedizinische Fachangestellte, Mutter und Naturliebhaberin. Sie freut sich, Arbeit und Erholung in MV im Einklang erleben zu können. (Fotoquelle: H2F Kommunikationsagentur)

„Ich bleibe hier. Was ist mit Dir?“ - Im Rahmen einer Urlauberkampagne macht die Fachkräfteinitiative „anheuern in mv“ gemeinsam mit den Welcome Centern auf Lebens- und Arbeitsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam.

09.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Wirtschaftsminister reist nach Österreich

Mobilität im Dialog - Steiermark trifft Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe ist am Dienstag gemeinsam mit Unternehmen der heimischen Automobilzulieferindustrie sowie der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Invest in MV nach Österreich gereist.

08.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Neue Betriebsstätte für Schönberger Büromittelhersteller

Die Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH aus Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) hat zur Erweiterung der Produktionskapazitäten eine weitere Betriebsstätte in Rehna errichtet.

05.07.2019  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Sportboot- & Industrie-Motoren-Unternehmen erweitert Standort in Barth

Das Unternehmen Sportboot- & Industrie-Motoren Olaf Lingrön aus Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) baut derzeit an einer Erweiterung seiner Betriebsstätte „Am Wirtschaftshafen“.