7. Corona-Ampel

FAQ Corona

Was ist die Corona-Ampel?

Die Corona-Ampel ist ein Stufenplan, der die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie an das aktuelle Infektionsgeschehen anpasst. Maßgeblich ist die sogenannte 7-Tage-Inzidenz: also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangen sieben Tagen.

Grüne Ampelphase: 0-10 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner je 7 Tage

In der grünen Ampelphase liegt eine kontrollierte Situation vor.

Gelbe Ampelphase: 10-35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner je 7 Tage

In der gelben Ampelphase steht die epidemiologische Entwicklung im Land unter besonderer Beobachtung. Die örtlich zuständigen Gesundheitsämter können die Vorgaben an die regionalen Gefahrensituationen anpassen. Ab einer 7-Tages-Inzidenz von über 20 sollen Beratungen und Abstimmungen von Maßnahmen zwischen Land und betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten erfolgen.

Orangene Ampelphase: 35-50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner je 7 Tage

In der orangenen Ampelphase sind folgende Kontaktreduzierungen im Alltag anzuordnen:

  • Gewerblich organisiert und durchgeführte bzw. in Gaststätten stattfindende Zusammenkünfte im Familien- und Freundeskreis können mit maximal 25 Personen stattfinden.
  • Privat organisiert und durchgeführte bzw. in privaten Häuslichkeiten stattfindende Zusammenkünfte können mit maximal 15 Personen stattfinden.
  • Es gilt eine ergänzende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum, wo Menschen dichter und länger zusammenkommen (z.B. In Einkaufszentren oder auf Märkten).
  • Gaststätten muss um 1 Uhr schließen und unterliegen zusätzlichen Auflagen und Kontrollen.
  • Veranstaltungen können in geschlossenen Räumen mit maximal 200 Personen und im Freien mit maximal 500 Personen stattfinden. (Ausnahmen können auf Grundlage eines mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes getroffen werden. Für Gottesdienste wurden mit den Kirchen gesonderte Absprachen getroffen.)

In den Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen sowie in Einrichtungen und Angeboten der Pflege und Eingliederungshilfen werden zeitliche, räumliche und zahlenmäßige Besuchseinschränkungen je nach Einrichtung angeordnet und eine zusätzliche Testung für Personal, Patienten und Bewohner empfohlen.

Für weiterführenden Schulen wird die geprüft, ob das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht erforderlich ist.

Die Regelungen der orangenen Ampelphase bleiben solange in Kraft bleiben, bis der Schwellenwert für mindestens 10 Tage unter 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner je 7 Tage liegt.

Rote Ampelphase: mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner je 7 Tage

In der roten Ampelphase sind folgende Kontaktreduzierungen im Alltag anzuordnen:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit und im Privaten ist nur noch mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet (1 Hausstand + 1 Person). Dazugehörige Kinder bis 12 Jahre werden nicht mitgerechnet, wenn dies aus Gründen der Betreuung des Kindes erforderlich ist. Ebenso werden dazugehörige notwendige Begleitpersonen eines Menschen mit Behinderungen nicht mitgerechnet, wenn dies aus Gründen der Betreuung des Menschen mit Behinderungen erforderlich ist. Es ist sowohl erlaubt, dass sich der Hausstand zu der Einzelperson bewegt, als auch, dass die Einzelperson den Hausstand besucht. Die Zahl der Haushalte, aus der die weiteren Personen kommen, soll möglichst konstant und klein gehalten werden.
  • Es besteht eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind; in öffentlichen Verkehrsmitteln und an durch die zuständigen Behörden festgelegten öffentlichen Orten, an denen Menschen dichter und länger zusammenkommen (auch unter freiem Himmel). Darüber hinaus besteht in der Zeit von 10 bis 18 Uhr in Fußgängerzonen eine Mund-Nasen-Bedeckungspflicht. .
  • Auch im öffentlichen Raum können sich maximal 5 Personen aus 2 verschiedenen Hausständen treffen.
  • Gaststätten sind geschlossen.
  • Der Ausschank alkoholischer Getränke ist untersagt.
  • Öffentliche und nichtöffentlichen Veranstaltungen, Ansammlungen und Versammlungen sind untersagt. Ausnahmen davon sind beispielsweise Veranstaltungen der öffentlichen Daseinsfür- und –vorsorge; Angebote von öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen; Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften; unaufschiebbare gesetzlich oder satzungsmäßig erforderliche Veranstaltungen und Versammlungen von Vereinen, Verbänden und Parteien; unaufschiebbare Betriebsversammlungen und Tarifverhandlungen sowie Trauungen und Hochzeiten (siehe § 8 II-IX Corona-LVO M-V). Auch für Gottesdienste gelten gesonderte Regelungen.
  • Frühjahrs-, Kunst-, Handwerks- und ähnliche Märkte sind untersagt. Wochenmärkte für Lebensmittel sind zulässig.

In den Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen sowie in Einrichtungen und Angeboten der Pflege und Eingliederungshilfen werden verschärfte Betretungsverbote eingeführt und vermehrte Testungen bei asymptomatischem Personal und Besuch durchgeführt. Es darf höchstens eine Besucherin oder ein Besucher je Bewohnendem, der nicht dauerhaft festzulegen ist, die Pflegeinrichtung bzw. die besondere Wohnform betreten.

In den Schulen wird regional und lokal über die notwendigen Maßnahmen an den dortigen Schulen entschieden, um das Infektionsgeschehen einzugrenzen. Dabei entscheiden die Gesundheitsämter je nach den Gegebenheiten vor Ort im Einzelfall, welche erforderlichen Maßnahmen eingeleitet werden (z.B. Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht).

Zudem findet ein weitergehender verstärkter Vollzug der Corona-Regelungen durch eine maximale erhöhte Kontrolldichte statt.

Die Regelungen der roten Ampelphase bleiben solange in Kraft bleiben, bis der Schwellenwert für mindestens 10 Tage unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner je 7 Tage liegt.

Hochrisikogebiete mit mehr als 150 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in 7 Tagen

In lokal abgrenzbaren Bereichen wie Landkreisen, Ämtern und amtsfreien Gemeinden, können bei einer Inzidenz von mehr als 150 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in 7 Tagen weitergehende Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört eine Ausgangsbeschränkung (Ausgangsverbot zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens). Von diese Beschränkung sind Ausnahmen, wie eine Heimkehr von der Arbeit, möglich.

Zusätzlich kann der Bewegungsradius jeder Person auf einen festgelegten Einzugskreis (wie Bsp. die Gemeinde- oder Amtsgrenze) um den Wohnort oder die Unterkunft eingeschränkt werden. Ausnahmen bilden nur triftige Gründe wie der Besuch der Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, der Schule oder Universität, die Durchführung einer notwendigen medizinischen, psychosozialen oder veterinärmedizinischen Behandlung; weitere berufliche Gründe sowie Einkäufe des täglichen Bedarfs. Der Besuch von Mitgliedern der Kernfamilie (inkl. Lebenspartnern) ist über den Radius hinaus ebenfalls weiterhin möglich. Touristische Ausflüge stellen aber keinen triftigen Grund dar. Ausführliche Auflistigung der triftigen Gründe finden Sie unter 7. Hochrisikogebiete M-V.

Der eigene Landkreis darf zum Einkaufen aber nicht verlassen werden. Auch Tagesausflüge über den festgelegten Bewegungsradius hinaus sind in diesen Fällen verboten. Zudem können betroffene Landkreise oder kreisfreie Städte Einreisebeschränkungen erlassen, sodass zwangsläufig auch die Nutzung von Zweitwohnsitzen aus nicht beruflichen Gründen (10-Tage-Übergangsfrist) untersagt werden kann.

Zudem kann auch der Zugang zu publikumsträchtigen Ausflugszielen gesperrt werden und für dieses ein Betretungsverbot angeordnet werden.

Zudem können kreisübergreifende Einsatz-Teams der Gesundheits- und weiteren Behörden gebildet werden, die schnell auf Ausbruchsgeschehnisse in Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Pflegeheime etc.) reagieren, Ausbrüche nachverfolgen und Testungen vornehmen können sowie Analysen des Infektionsgeschehens vornehmen können.

Ab einer Inzidenz von 150 dürfen Kinder der Klassen 1 bis 6 lediglich in begründeten Ausnahmefällen die Notbetreuung von Schulen und Kitas nutzen. Dies gilt bei Härtefällen, bei Kindern in stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, bei Kindern von Alleinerziehenden, bei Kindern bei denen mindestens ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist und eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Darüber hinaus sollen die Gruppen so konstant wie möglich bleiben. Die Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit komplexen Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist unabhängig vom Alter und der Beschäftigungssituation der Erziehungsberechtigten immer sicherzustellen

Ab Jahrgangstufe 7 wird grundsätzlich Distanzunterricht erteilt. Der Besuch der Schulen für Prüfungsklassen und die Abnahme von Prüfungen soll in Präsenz erfolgen. Darüber hinaus ist auch die Durchführung des fachpraktischen Unterrichts in den Ausbildungen der Gesundheitsfachberufe in Präsenz gestattet, sofern dieser fachpraktische Unterricht nicht in geeigneten alternativen Unterrichtsformaten gestaltet werden kann.

Durch diese Maßnahmen wird angestrebt die Ausbreitung der Virusmutation durch angemessene regionale Maßnahmen so einzudämmen, dass auch in Regionen mit hohen Inzidenzwerten der Wert auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sinkt. Die Maßnahmen sollten in Kraft bleiben, bis der Schwellenwert von 150 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen für mindestens zehn Tage ununterbrochen unterschritten wird, es sei denn das Infektionsgeschehen rechtfertigt eine Öffnung zu einem früheren Zeitpunkt. Die Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit der Maßnahmen wird regelmäßig geprüft.