4. Informationen zum Impfen

FAQ Corona

Welche Impfstoffe gibt es und wie funktionieren sie?

Aktuell sind in der EU drei Impfstoffe zugelassen worden:

Bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer (Deutschland) und von Moderna (USA) handelt es sich um „mRNA-Impfstoffe“. Beide haben dieselbe Wirkweise. Es wird der Bauplan für das Spike-Protein des Corona-Virus verimpft, so dass der Körper es selbst herstellen kann und mit einer Immunantwort reagiert. Beide Impfstoffe erfordern zwei Impfungen, beim Biontech/Pfizer-Impfstoff im Abstand von drei bis sechs Wochen, beim Moderna-Impfstoff im Abstand von vier bis sechs Wochen. Beide Impfstoffe haben eine vergleichsweise hohe Wirksamkeit.

Bei dem dritten in der EU zugelassen Impfstoff handelt es sich um den Vektorimpfstoff des Herstellers Astrazeneca (England, britisch-schwedisch). Hier wird einem harmlosen Virus die Erbinformation für das Spike-Protein des Coronavirus SARS-CoV-2 verabreicht. Daraufhin wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe gegen das Spike-Protein zu bilden. Bei einem späteren Kontakt mit dem Coronavirus, kann das Immunsystem dieses gezielt bekämpfen. Aufgrund bisher mangelnder Studienergebnisse bei älteren Bevölkerungsgruppen wird dieser Impfstoff von der Ständigen Impfkommission bisher nur für unter 65-jährige empfohlen. Daher ist dieser Impfstoff zunächst vor allem für Pflegekräfte, medizinisches Krankenhauspersonal und Mitarbeitern der Impfzentren vorgesehen. Hier ist eine Zweitimpfung nach neun bis zwölf Wochen erforderlich. Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Länder dazu aufgerufen, die Zweitimpfung nicht zurückzuhalten, da er auf eine rechtzeitige Lieferung innerhalb des Zeitraums denkt.

Ein vierter Impfstoff ist momentan im Gespräch. Der Vektorimpfstoff von Sputnik V (Russland).

[Stand: 09.02.2021]

Wie weit ist Mecklenburg-Vorpommern mit den Impfungen?

In Mecklenburg-Vorpommern werden seit dem 27. Dezember 2020 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt. Alle in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehenden Impfdosen werden verimpft (bis auf die zurückgestellten Dosen für die zweite Impfung). Momentan stehen im Mecklenburg-Vorpommern drei verschiedene Impfstoffe der Hersteller BioNTech, Moderna und AstraZeneca zur Verfügung.

Seit dem 27. Dezember 2020 haben in Mecklenburg-Vorpommern 68.373 Personen die Erstimpfung (Grundschutz) erhalten. 42.793 Personen sind nach Erhalt der Zweitimpfung bereits voll geimpft.

Mit Stand 22.02.2021 konnten bereits Impfangebote in 97% der vollstationären Pflegeinrichtungen des Landes gemacht werden, in 82% der Einrichtungen wurden auch schon die Zweitimpfungen durchgeführt und ein Vollschutz der vulnerablen Gruppen erreicht.

Parallel dazu wurde auch das Personal in Krankenhäusern durch die Abgabe von Impfstoffmengen einbezogen, sodass auch Personal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko Impfangebote erhalten hat.

Seit dem 7. Januar 2021 erhalten auch alle nicht in Pflegeeinrichtungen lebenden über 80-Jährigen ein Impfangebot. Diese werden zentral durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) alphabetisch angeschrieben. Die Vergabe der Impftermine erfolgt weiterhin streng entsprechend der Priorisierung der aktuell gültigen Corona-Impfverordnung über das Callcenter. Die aktuelle Priorisierung können Sie unter „Welche Prioritätsgruppen gibt es?“ einsehen.

Die unter 65-jährigen besonders gefährdeter Gruppen in der Prioritätengruppe 2 können im Verlaufe des März ein Impfangebot mit dem AstraZeneca erhalten (z.B. Lehrkräfte in Grund- und Förderschulen, Personal in Kindertagesstätten, Personal der Arztpraxen, Personen mit schweren chronischen Vorerkrankungen oder Personal aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst). Hierzu wird noch im März eine Terminvergabe veröffentlicht werden können. Da die Prioritätsgruppe 2 einen sehr großen Personenkreis umfasst, wird der jeweils zur Verfügung stehenden Impfstoff zu gleichen Teilen auf das Personal in besonders sensiblen Einrichtungen (Kindertagesstätten, Grundschulen) und die weiteren Personenkreise der Gruppe 2 aufgeteilt. In diesen weiteren Personengruppen wird die Vergabe grundsätzlich nach Alter erfolgen, da das Alter das größte Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf darstellt.

Da die Impfmenge für alle drei verfügbaren Impfstoffe nach wie vor Lieferengpässen unterliegt, wird weiterhin ausschließlich das Verfahren der zentralen Terminsteuerung über das Callcenter erfolgen, um ein objektives Verfahren nach Priorisierung zu gewährleisten.

Die Einbindung niedergelassener Ärzte in die Impfkampagne (wie bereits im Landkreis Nordwestmecklenburg) wird momentan auch bundesweit geprüft und bei ausreichender Versorgung an Impfstoffen erfolgen.

[Stand 22.02.2021]

Kann ich mir einen Impfstoff aussuchen?

Nein, auf Grund der hohen Nachfrage nach Impfstoff und dem momentan noch begrenzten Angebot werden Sie den Impfstoff erhalten, den die Impfzentren vorrätig haben. Je nach Impfstoff werden Sie drei (Biontech) bis vier (Moderna) Wochen nach ihrer ersten Impfung, eine Zweitimpfung mit dem gleichen Impfstoff erhalten. Aus diesem Grund wird bisher nur die Hälfte des gelieferten Impfstoffes verwendet; um entsprechenden Impfstoff für Zweitimpfungen vorrätig zu haben.

Aktuell werden in der Prioritätengruppe 1 insbesondere die über 80-Jährigen mit den Impfstoffen von BionTech und Moderna geimpft. Durch die Zulassung des Impfstoffes AstraZeneca, der nur für Personen unter 65 zugelassen ist, steht für die Gruppe der über 80-jährigen mehr Impfstoff der Firmen Biontech und Moderna zur Verfügung, um eine rasche Durchimpfung zu erreichen.

[Stand: 22.02.2020]

Müssen die Impfintervalle eingehalten werden?

Ja, um die Effektivität der Impfstoffe zu gewährleisten, müssen die empfohlenen Zeiträume zwischen Erst- und Zweitimpfung eingehalten werden. Für den Impfstoff von BioNTech sind es 3-6 Wochen, von Moderna 4-6 Wochen und von AstraZeneca 9-12 Wochen.

Wo befinden sich die Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern?

Es gibt landesweit in jedem Landkreis Impfzentren, die in großen Sälen oder anderen geeigneten Räumen eingerichtet wurden.

Schwerin:

- Schwerin, Wittenburger Str. 118 (Kongresshalle)

Hansestadt Rostock:

- Rostock, Zur Hansemesse 1-2 (HanseMesse)

Landkreis Vorpommern Greifswald:

- Hansestadt Greifswald, Brandteichstr. 20 (Technologiezentrum)

- Pasewalk, Große Kirchstr. 18 (Altes Kino)

Landkreis Vorpommern-Rügen:

- Hansestadt Stralsund, Rostocker Chaussee 110 (SIC)

semistationäre Außenstellen im Landkreis Vorpommern-Rügen:

- Grimmen, Gartenweg 1 (Kultur und Ausstellungszentrum der Kleintierzüchter)

- Ribnitz-Damgarten, Georg-Adolf-Demmler-Str. 6 (Begegnungszentrum)

- Bergen auf Rügen, Markt 12 (Medien- und Informationszentrum)

- Bad Sülze, Kastanienallee 7 (Turnhalle Dahlien-Grundschule)

Landkreis Ludwigslust-Parchim:

- Parchim, Putzlitzer Str. 56 (Stadthalle)

- Ludwigslust, Christian-Ludwig-Str. 1 (Stadthalle)

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:

- Trollenhagen, Flughafenstr. 10 (Flughafen)

- Waren, Warendorfer Str. 14 (Sporthalle der Beruflichen Schule)

Landkreis Nordwestmecklenburg:

- Grevesmühlen, Am Ploggensee 4 (DRK-Liegenschaft)

- Wismar, Störtebeker Str. 2 (Geriatrische Tagesklinik/Sana-Klinikum)

Landkreis Rostock:

- Laage, Flughafenstr. 1 (Flughafen)

Wer wird zuerst geimpft und wie ist der Ablauf organisiert?

Den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes zufolge soll die Covid-19-Impfung zunächst Menschen im Alter über 80 Jahren angeboten werden. Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen werden bevorzugt, weil sie besonders geschützt werden müssen. Dort erfolgen die Impfungen ausschließlich über Impfteams, ab Mitte Januar auch direkt in den Impfzentren.

Durch eine zielgerichtete Impfung von Menschen über 80 Jahren sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen können die meisten Krankenhauseinweisungen verhindert und Krankenhäuser spürbar entlastet werden. Im nächsten Schritt können Pflegekräfte und Personen in medizinischen Einrichtungen eine Impfung erhalten. Darüber hinaus werden zunächst Pflegekräfte und medizinisches Personal geimpft.

Zunächst werden alle Personen, die über 80 Jahre alt sind, postalisch angeschrieben und über ihre Impfberechtigung informiert. Sie können sich dann telefonisch über ein Callcenter informieren und ihre Impftermine vereinbaren. Die entsprechende Rufnummer der Hotline wird in den Schreiben mitgeteilt. Das Callcenter ist von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 9 bis 16 Uhr erreichbar. Die Briefe werden seit 7. Januar landesweit in alphabetischer Reihenfolge verschickt - jeden Tag 2500, solange der Impfstoff noch knapp ist. Bekommt MV bald mehr Impfdosen zugeteilt, steigt auch die Anzahl der täglich versendeten Einladungen zum Impfen. Bitte warten Sie Ihre schriftliche Einladung ab, bevor Sie in der Hotline anrufen.

Ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste erhalten keine schriftliche Einladung für einen Impftermin. Bitte vereinbaren Sie als Team oder auch als einzelne Beschäftigte unter 0385/20271115 einen Termin im Impfzentrum.

Personen aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg, die bereits eine Einladung zur Impfung erhalten haben, können an der Hotline als Wunsch-Impf-Ort eine der zehn impfenden Hausarztpraxen angeben. So kann eine wohnortsnahe Impfung gewährleistet werden. Mehr dazu finden Sie auf der Webseite des Landkreises.

Weitere Fragen und Antworten zur Covid-Impfung gibt es beim LAGuS MV sowie beim Robert-Koch-Institut.

Welche Prioritätengruppen gibt es?

Es wurden drei Prioritätengruppen festgelegt, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe oder einem erhöhten Infektionsrisiko durch ihre berufliche Tätigkeit eine erhöhte Priorität haben geimpft zu werden. Angefangen wird mit der 1. Prioritätengruppe. Auch innerhalb der einzelnen Gruppen wird es eine Reihenfolge geben. Personen, die sich impfen lassen wollen, müssen ihre Zugehörigkeit zu einer Prioritätengruppe durch Dokumente oder eine ärztliche Bescheinigung belegen können. Die Einstufung in die Prioritätengruppen richtet sich nach der bundesweit beschlossenen Coronavirus-Impfverordnung.

 Prioritätengruppe 1 (höchste Priorität)

 Folgende Personen haben mit höchster Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung:
1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
2. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
3. Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- und Prüfungstätigkeiten ausüben,
4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in den mobilen Impfteams sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
5. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Prioritätengruppe 2 (hohe Priorität)

Folgende Personen haben mit hoher Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:
1. Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben,
2. Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
a) Personen mit Trisomie 21,
b) Personen mit einer Demenz, mit einer geistigen Behinderung oder mit einer schweren psychischen Erkrankung
c) Personen nach Organtransplantation,
d) Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen (nicht in Remission oder Remissionsdauer weniger als fünf Jahre)
e) Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
f) Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%),
g)Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
h) Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
i) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
j) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,
3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen
a) von pflegebedürftigen Personen, die über 80 sind und nach den Nummern 1 und 2, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird,
b) von schwangeren Personen, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird,
4. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig pder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
5. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren,
6. Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
6.a Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind,
7. Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,
8. Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutzgesetzes untergebracht oder tätig sind,
9. Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Prioritätengruppe 3

Folgende Personen haben mit erhöhter Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:
1. Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben,
2. Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
a) Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt,
b) Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
c) Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie,
d) Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung,
e) Personen mit Asthma bronchiale,
f) Personen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung,
g) Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder < 7,5%),
h) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30),
i) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,
3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
4. Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, in den Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder bei Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland tätig sind,
5. Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen,
6. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, welches keine Patientinnen oder Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut,
7. Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind,
8. Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht unter die Prioritätengruppe 2 Nr. 6a fallen, tätig sind,
9. Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen.

[Stand: 25.02.2021]

Sind Differenzierungen innerhalb der Prioritätengruppen möglich?

Innerhalb der Prioritätsgruppen können auf Grundlage der jeweiligen vorliegenden infektiologischen Erkenntnisse der jeweiligen aktuellen Empfehlungen der ständigen Impfkommision und der epidemiologischen Situation vor Ort bestimmte Anspruchsberechtigte vorrangig berücksichtigt werden. Insbesondere können die Impfungen innerhalb der Prioritätengruppe absteigend nach Alter geordnet werden.

Es kann insbesondere von der Reihenfolge der vorgegebenen Priorisierung in Einzelfällen abgewichen werden, wenn dies für eine effizientere Organisation der Schutzimpfungen und zur kurzfristigen Vermeidung des Verwurfs von Impfstoffen notwendig ist.

Außerdem können bereits vor dem 09.02.2021 vergebene Termine zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, die bereits vereinbart wurden, auch in Abweichung der neuen - seit dem 09.02.2021 geltenden - Priorisierungsvorgaben wahrgenommen werden.

Werden unter 65-jährige aus den unteren Prioritätengruppen früher als geplant geimpft?

Nicht unbedingt. Generell gilt, je mehr zugelassene Impfstoffe vorhanden und entsprechende Impfstoffdosen verfügbar sind, desto schneller können die Personen aus den Prioritätengruppen geimpft werden. Dabei ist vorgegebene Reihenfolge der Prioritätengruppen einzuhalten.

Der Astrazeneca-Impfstoff wird nur für 18- bis 64-Jährige empfohlen. Wenn alle Personen mit höchster Priorität berücksichtigt wurden, für die der AstraZeneca-Impfstoff empfohlen ist, können auch Personen der nachfolgenden Prioritätengruppen berücksichtigt werden, für die dieser Impfstoff empfohlen ist. Dies gilt auch dann, wenn die Schutzimpfungen von Personen mit mRNA-Impfstoffen in der höchsten Prioritätengruppe noch nicht abgeschlossen sind.

Werden auch Kontaktpersonen von Risikogruppen geimpft?

Ja. Es können zwei Kontaktpersonen von RisikopatientInnen (über 70-Jährige; Risikopatienten der Prioritätengruppe 1 und 2; Schwangere) benannt und geimpft werden. Diese Kontaktpersonen werden von diesen Personen bzw. dessen gesetzlichen Vertretungspersonen benannt und in die Prioritätengruppe 2 eingestuft.

Künftig können auch bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Personen der dritten Priorisierungsstufe (über 60-Jährige; Risikopatienten der Prioritätengruppe 3) berücksichtigt, wenn es sich um eine nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person handelt. Diese Kontaktpersonen werden in die Prioritätengruppe 3 eingestuft.

Besteht eine Impfpflicht?

Nein.