11. Kita/Kindertagesförderung

FAQ Corona

Schließen die KiTas in Mecklenburg-Vorpommern ab dem 19. April 2021 landesweit?

Da die 7-Tages-Inzidenz landesweit in Mecklenburg-Vorpommern über 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt, können Kinder nicht mehr die KiTas besuchen. Es gilt das Besuchverbot mir Notfallbetreuung. In welchen Fällen Sie Ihr Kind in die Notfallbetreuung geben dürfen, können Sie in der nächsten Frage nachlesen. 

Diese Woche gilt noch die Übergangsfrist für das Besuchsverbot. Ab Montag, 19. April 2021 greift dann jedoch das Betretungsverbot landesweit.

In welchen Fällen darf mein Kind die Notfallbetreuung in der Kita besuchen?

Für die Kinderbetreuung haben in der Regel die Sorgeberechtigten bzw. die Pflegeeltern zu sorgen.

Sind Sie von einem der folgenden Ausnahmefälle betroffen, darf Ihr Kind die Notfallbetreuung in der Kita besuchen:

  • In Härtefällen (beispielsweise wegen einer Kindeswohlgefährdung als Folge einer familiengerichtlichen Entscheidung oder im Rahmen von Maßnahmen und Schutzplänen nach § 8a SGB VIII des Jugendamtes)
  • In begründeten Einzelfällen Kinder in stationären und teilstationären Einrichtung der Kinder und Jugendhilfe
  • In begründeten Fällen von Alleinerziehenden, die alleine für die Pflege und Erziehung ihres Kind/ ihrer Kinder sorgen (im Sinne des § 30 SGB XII)
  • Kinder bei denen eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann
  • Kinder bei denen mindestens ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. Hierzu zählen:
  1. Medizinischer Gesundheits- und Pflegebereich:
    a) insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienste, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnarztpraxen, medizinische Fachangestellte,
    b) psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, psychosoziale Notfallversorgung,
    c) stationären Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe, ambulante Pflegedienste,
    d) Hebammen, Gesundheitsfachberufe,
    e) Herstellung-, Prüfung- und Transport von Arzneimitteln, Medizinproduktherstellung, Hygieneartikeln oder Desinfektionsmitteln,
    f) Apotheken und Sanitätshäuser,
    g) veterinärmedizinische Notfallversorgung;
  2. Sonstiger Medizinischer Gesundheits- und Pflegebereich:
    a) Krankenkassen,
    b) Unterstützungsbereiche des medizinischen Gesundheits- und Pflegebereich (z. B. Reinigung, Wäscherei, Essensversorgung und Verwaltung);
  3. Staatliche Verwaltung:
    a) Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung und Justiz,
    b) Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr (Berufsfeuerwehr, Schwerpunktfeuerwehren und Werksfeuerwehren), Katastrophenschutz, Verfassungsschutz,
    c) Agentur für Arbeit und Jobcenter,
    d) Behörden des Arbeits-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes,
    e) Straßenmeistereien und Straßenbetriebe,
    f) Finanzverwaltung,
    g) Hochschulen und sonstige wissenschaftliche Einrichtungen,
    h) Regierung und Parlament;
  4. Justizeinrichtungen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Notarinnen und Notare, Justiz-, Maßregel-, Abschiebungshaftvollzugsdienst;
  5. Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Krisen- und Konfliktberatung:
    a) Sicherstellung der Förderung in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, der notwendigen Betreuung in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (zum Beispiel Hilfen zur Erziehung) und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung,
    b) notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie Hilfe- und Schutzangebote für weitere schutzbedürftige Personen,
    c) Schwangerschaftskonfliktberatung, Beratungspersonal des Frauen- und Kinderschutzes sowie sozialer Kriseninterventionseinrichtungen;
  6. Lebensmittelversorgung:
    a) Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und -verarbeitung, Lebensmittelhandel,
    b) Fischereiwirtschaft,
    c) Drogerien,
    d) Zulieferung und Logistik für Lebensmittel;
  7. Öffentliche Daseinsvorsorge:
    a) Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben,
    b) Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme-, Kraftstoffversorgung, Abwasserbeseitigung, Abfallentsorgung,
    c) Tankstellen
    d) Informationstechnik und Telekommunikation (Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze und der Kommunikationsinfrastruktur),
    e) Finanz- und Versicherungswesen (Bargeldversorgung, Zahlungsverkehr, Versicherungsdienstleistungen, Kreditvergabe), Steuerberaterinnen und Steuerberater,
    f) Öffentlicher Personennah- und Personenfern- sowie Güterverkehr, Flug- und Schiffsverkehr,
    g) Post- und Paketzustelldienste,
    h) Bestatterinnen und Bestatter,
    i) Sicherheitsdienste für die kritische Infrastruktur,
    j) Reinigungsdienste für die kritische Infrastruktur;
  8. Medien: insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko- und Krisenkommunikation.

Zunächst muss eine Erklärung der Eltern vorliegen, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Zudem muss auch eine Erklärung des Arbeitgebers vorliegen, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur tätig ist und die Präsenz am Arbeitsplatz unabdingbar ist. Bei selbstständig Tätigen, kann diese Erklärung durch eine Eigenerklärung ersetzt werden.

Die Formulare können Sie sich auf den Webseiten Ihres Landkreises oder Ihrer kreisfreien Stadt herunterladen Sie werden aber auch von den Jugendämtern und KiTas zur Verfügung gestellt.

Link zur Webseite der Landeshauptstadt Schwerin

Link zur Webseite des Landkreises Nordwestmecklenburg

Link zur Webseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte

Link zur Webseite des Landkreises Ludwigslust-Parchim

Link zur Webseite des Landkreises Vorpommern-Rügen

Link zur Webseite des Landkreises Rostock

die Hansestadt Rostock und der Landkreis Vorpommern-Greifswald haben leider noch keine Formulare veröffentlicht, bitte wenden Sie sich dazu an Ihre zuständigen Träger oder Ihre KiTa.

Für die Entscheidung, ob das Kind die Notfallbetreuung der Kita besuchen darf, sind die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig. Diese können die Entscheidungsbefugnis auch auf die Leitung der Kindertageseinrichtung übertragen.

Was beinhaltet der Kita-Stufenplan zur stufenweisen Rückkehr zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Kitas?

Vom 22. Februar an wird es in den Kindertages- und Kinderpflegeeinrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns eine Rückkehr zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen geben, dort, wo es die Inzidenz zulässt.

Der Kita-Stufenplan sieht vor, dass in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommers mit einer stabilen Inzidenzzahl bis 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner je 7 Tage, ein regulärer Betrieb unter Pandemiebedingungen mit Hygienehinweisen stattfindet. Dort können die Kinder wieder uneingeschränkt in die Einrichtungen kommen. Die Schutzmaßnahmen sind aber weiterhin hoch.

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner je 7 Tage, findet auch ein Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen statt, allerdings mit strengen Hygienehinweisen. Dazu gehören starke Einschränkungen beim Singen und Sport, Kontaktlisten, stündliche Stoßlüftung und eine notwendige Gesundheitsbestätigung. Eltern dürfen nur in Ausnahmesituationen die Einrichtungen betreten.

Bei einer Inzidenz von 100 bis 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner je 7 Tage, kommen ebenfalls die strengen Hygienehinweise zur Anwendung, es gilt dann aber wieder die Schutzphase und damit verbunden der Appell an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen.

Ab einer Inzidenz von 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner je 7 Tage, gilt ein grundsätzliches Besuchsverbot der Kitas: Es gibt nur noch eine Notfallbetreuung bei besonderen Härtefällen (u.a. Alleinerziehende, Kindeswohl) bzw. der Beschäftigung von mindestens einem Elternteil in der kritischen Infrastruktur und keiner anderen Möglichkeit der Kinderbetreuung.

Neu wird mit der 6. Corona-KiföVO ÄndVO M-V nunmehr für alle Hortkinder in Innenräumen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (dies sollte eine OP-Maske sein) eingeführt. Es kommt also nicht mehr darauf an, ob die 7-Tages-Inzidenz unter oder über 50 liegt. Auch die Beschäftigten in der Hortförderung sollen nunmehr OP- oder FFP2-Masken tragen. Das gilt weiterhin auf dem Außengelände weder für Kinder noch Beschäftigte. Damit wird die geltende Regelung in der Grundschule nachvollzogen, denn die Grundschulkinder haben durch den Besuch von Schule und zusätzlich Hort bereits viele Kontakte.

Im Stufenplan sind Vorkehrungen bei einem diffusen Infektionsgeschehen mit Mutation vorgesehen. Das heißt: Werden vermehrt Mutationen festgestellt, soll in der betroffenen Region schnell ein grundsätzliches Besuchsverbot mit Notfallbetreuung und strengen Hygienehinweisen ausgesprochen werden, um eine Ausbreitung der Mutation zu verhindern.

Weitere Informationen und Formulare finden Sie hier.

Wie läuft unter Pandemie-Bedingungen in den Kitas der Regelbetrieb ab?

In den Kindertagesstätten in Mecklenburg-Vorpommern gibt es keinen Notbetrieb nur für systemrelevante Berufsgruppen. Dies bedeutet, dass eine Betreuung der Kinder möglich ist. Dennoch wird Eltern dringend empfohlen, ihre Kinder nicht in die Einrichtungen zu bringen und stattdessen andere Betreuungsmöglichkeiten zu prüfen, um eine weitere Ausbreitung der Pandemie zu verhindern.

In den Kitas gelten zudem Vorsichtsmaßnahmen: So müssen Eltern beim Bringen oder Abholen einen Mundschutz tragen. Einige Einrichtungen haben zusätzlich Bringe- und Abholzonen in den Eingangsbereichen eingerichtet, wo ebenfalls die Maskenpflicht gilt. Damit wird ein Kontakt der Eltern zu anderen Kindern in den Gruppenbereichen vermieden. Außerdem ist generell eine einmalige schriftliche Erklärung erforderlich, dass das Kind symptomfrei ist, nicht in den letzten 10 Tagen in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu Infizierten hatte.

Für Kinder mit COVID-19-Symptomen findet die Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE) Anwendung.

Kinder, die
- respiratorischer Symptome jeder Schwere wie Husten (nicht durch chronische Erkrankung verursacht), Halsschmerzen, Schnupfen (nicht durch Heuschnupfen oder Allergie verursacht), Fieber (≥ 38,5 °C bei Kleinkindern, ≥ 38 °C bei Hortkindern),
- Kopfschmerzen,
- Gliederschmerzen,
- Störung des Geruchs- und Geschmackssinns,
- Durchfall oder Erbrechen
aufweisen, sind von der Kindertagesförderung in der Kindertageseinrichtung bzw. der Kindertagespflegestelle ausgeschlossen.
Sofern die Symptome während des Aufenthaltes in der Kindertageseinrichtung, bei der Kindertagespflegeperson oder in der Schule auftreten, ist das Kind sofort zu separieren, die Eltern sind zu informieren und das Kind ist schnellstmöglich abzuholen.
Es ist grundsätzlich immer beim Auftreten der oben genannten Symptome eine Vorstellung beim Haus- oder Kinderarzt bzw. -ärztin sowie die diagnostische Abklärung

Beschäftigte und alle Anwesenden sind im gesamten Gebäude verpflichtet, eine medizinische Maske (OP- oder FFP2-Maske) zu tragen. Kinder bis zum Schuleintritt und Menschen, die aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder wegen einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können und dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können, sind von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske ausgenommen. Das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Meter zulässig, solange es zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung, die auf das Lippenlesen angewiesen sind, erlaubt.

Wird in der KiTa regelmäßig getestet?

Testung von Beschäftigten

Ja. Beschäftigte in den Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen sind ab dem 3. Mai 2021 verpflichtet, sich zweimal in der Woche zu testen oder testen zu lassen. Ausgenommen sind vollständig geimpfte Personen. Ab dem 01. Mai 2021 werden vollständig geimpfte Personen, getesteten Personen gleichgestellt. Personen, bei denen die Zweitimpfung bereits 14 Tage zurückliegt, benötigen keinen negativen Coronatest mehr, um eine Einrichtung zu besuchen, in der ein tagesaktueller Test benötigt wird. Bitte bringen Sie dazu Ihren Impfausweis oder -nachweis und Ihren Personalausweis mit. Geimpfte Personen mit corona-typischen Symptomen sind nicht von der Testpflicht befreit.

Die Testpflicht greift für alle Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen, die die Einrichtung in der Woche betreten und für Kindertagespflegepersonen, die in der Woche Kinder fördern.
Wenn sich die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen nicht entsprechend testen, dürfen sie die Kindertageseinrichtung nicht betreten. Kindertagespflegepersonen die der Verpflichtung nicht nachkommen, dürfen keine Kinder fördern. Seitens des Landes werden den Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen hierfür über die Landkreise und kreisfreien Städte kostenlos Selbsttests zur Verfügung gestellt.

Beschäftigte, die Krankheitssymptome von COVID-19 (z. B. Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Fieber, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns) aufweisen, müssen bis zum negativen PCR-Testergebnis zu Hause bleiben und dürfen bis zum Vorliegen des Testergebnisses nicht tätig werden. Ein negativer Selbst- oder Schnelltest ist insoweit nicht ausreichend.

Testung von Kindern

Flächendeckende Testungen von Kindern in Kindertageseinrichtungen sind bislang in der Teststrategie des Landes nicht berücksichtigt worden, da die bisher zugelassenen Tests noch keine Empfehlung für die Anwendung an kleinen Kindern haben und eine regelmäßige Testung von gesunden Kindern eine zu hohe Belastung für die Kinder bedeuten würde.

Für Kinder mit COVID-19-Symptomen findet die Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE) - Download Anwendung.

Weiterführende FAQs zu der Teststrategie in KiTas und der Jugendhilfe können Sie sich hier herunterladen: Download

Wann muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden?

Im Kindergarten, in der Krippe und Kindertagespflegestelle müssen Kinder keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dies gilt beim Kontakt der Kinder untereinander und im Kontakt der Kinder zum pädagogischen Personal (in der Gruppe). Es besteht bei jüngeren Kindern das Risiko eines unsachgemäßen Umganges damit.

Kinder und Beschäftigte im Hort müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung in dem Gebäude tragen. Es wird dringend empfohlen eine medizinische Maske (OP- oder FFP2-Maske) zu tragen. Auf dem Außengelände des Hortes besteht für die Kinder und Beschäftigten keine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
Von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Hort sind folgende Personen ausgenommen:
1. Personen, die aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder wegen einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Die Einschränkung des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder Behinderung ist glaubhaft zu machen. Im Zweifel kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden;
2. Personen bei der unmittelbaren Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme;
3. Schülerinnen und Schüler, sofern sie sich im Freien in ihrem Klassenverband aufhalten und den Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten;
4. Personen, die sich allein in einem Raum befinden;
5. Kinder, die im Rahmen der teilstationären Frühförderung betreut werden;
6. pädagogisches Personal, das im Förderschwerpunkt Sprache oder Hören tätig ist und pädagogisch notwendige Übungen durchführt, bei denen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung der Erfüllung des pädagogischen Zwecks entgegensteht;
7. Integrationshelferinnen und Integrationshelfer, die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt
Sprache oder Hören begleiten. Es wird dringend empfohlen, eine Atemschutzmaske zu tragen;
8. Das Abnehmen der Mund-Nase-Bedeckung oder Maske ist unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Meter zulässig, solange es zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderungen, die auf das Lippenlesen angewiesen sind, erforderlich ist;
9. Schülerinnen und Schüler, die die Jahrgangsstufen 1 bis 4 besuchen, sofern sie sich im Freien aufhalten.

Das pädagogische Personal und die Kindertagespflegepersonen können für die Förderung der Kinder bis zum Schuleintritt eine (kinderfreundliche) Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Einsatz kann das Infektionsrisiko mindern und wird deshalb dringend empfohlen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch das pädagogische Personal und die Kindertagespflegepersonen im Kontakt mit den zu fördernden Kindern bis zum Schuleintritt ist erforderlich, wenn ein Kind während des Aufenthalts in der Einrichtung eine akute Atemwegssymptomatik entwickelt und ein enger Kontakt mit diesem Kind bis zum Abholen durch die Eltern erforderlich ist. Zudem sollen die Beschäftigten eine Mund-Nasen-Bedeckung beim Kontakt mit Eltern, unter Beschäftigten, mit Externen und mit Kindern (in vorhersehbaren kritischen Hygienesituationen) tragen.

Welche Mitwirkungspflichten haben die Eltern?

Beim Bringen oder Abholen müssen Eltern einen Mund-Nasen­schutz tragen. Auch Hygiene­vorschriften sowie die Abstands­regel gelten. Außerdem ist eine einmalige schriftliche Erklärung erforderlich, dass das Kind symptomfrei ist, nicht in den letzten 10 Tagen in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu Infizierten hatte.

Dürfen Kinder Gruppen innerhalb ihrer Kita wechseln?

Gruppen sind weiterhin – soweit wie möglich – zu trennen. Gruppenarbeiten und die Durchführung offener und teiloffener Konzepte sind in voneinander getrennten, konstanten Teilbereichen mit bis zu 100 Kindern und mit konstantem pädagogischen Personal möglich.

Gerade in Einrichtungen mit bis zu 100 Kindern ist auch bei offenen und teiloffenen Konzepten die Nach­verfolg­bar­keit bei einem Infektions­geschehen grundsätzlich praktikabel, da die Zusammensetzung der Gruppen und Anwesenheit der Beschäftigten der Einrichtung und interner und externer Personen täglich dokumentiert wird.

Braucht jede Gruppe feste Erzieher?

Die Förderung der Kindergruppen sollte möglichst durchgehend durch dieselben pädagogischen Beschäftigten erfolgen. Dies bedeutet aber nicht, dass eine Gruppe nur von einer Bezugsperson gefördert werden kann und der Einsatz von anderen pädagogischen Beschäftigten ausgeschlossen ist.

Kann mein Kind die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegeperson besuchen, wenn es Husten, Halsschmerzen, Schnupfen oder Fieber hat?

Für Kinder mit COVID-19-Symptomen findet die Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE) Anwendung.

Kinder, die
- respiratorischer Symptome jeder Schwere wie Husten (nicht durch chronische Erkrankung verursacht), Halsschmerzen, Schnupfen (nicht durch Heuschnupfen oder Allergie verursacht), Fieber (≥ 38,5 °C bei Kleinkindern, ≥ 38 °C bei Hortkindern),
- Kopfschmerzen,
- Gliederschmerzen,
- Störung des Geruchs- und Geschmackssinns,
- Durchfall oder Erbrechen
aufweisen, sind von der Kindertagesförderung in der Kindertageseinrichtung bzw. der Kindertagespflegestelle ausgeschlossen.

Sofern die Symptome während des Aufenthaltes in der Kindertageseinrichtung, bei der Kindertagespflegeperson oder in der Schule auftreten, ist das Kind sofort zu separieren, die Eltern sind zu informieren und das Kind ist schnellstmöglich abzuholen.

Es ist grundsätzlich immer beim Auftreten der oben genannten Symptome eine Vorstellung beim Haus- oder Kinderarzt bzw. -ärztin sowie die diagnostische Abklärung mittels PCR-Test (oder alternativ mittels anderem Nukleinsäurenachweis) notwendig.

Wie verhalte ich mich, wenn mein Kind negativ auf Corona getestet wurde?

Ist der PCR-Test negativ und das Kind weist nur eine milde Symptomatik auf, kann die Förderung in der Kindertagesseinrichtung bzw. Kindertagespflegestelle grundsätzlich wiederaufgenommen werden. Sollte jedoch eine Verschlechterung der Symptomatik auftreten, ist eine Wiedervorstellung des Kindes beim Kinderarzt bzw. -ärztin notwendig. Gegebenenfalls ist ein erneuter Kontroll-PCR-Test (o. ä. Nukleinsäurenachweis) durchzuführen. Die Förderung kann bei dem Nachweis einer negativen PCR-Testung trotz bestehender milder Symptomatik nicht abgelehnt werden.

Ist der COVID-19-Tests negativ, aber das Kind weist dennoch eine Symptomatik mit Fieber oder eine Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes auf, ist eine Krankschreibung durch den Haus- oder Kinderarzt bzw. -ärztin notwendig. Ist das Kind 24 Stunden fieberfrei bzw. ist nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit nicht mehr zu befürchten, kann das Kind wiederaufgenommen werden. Eine ärztliche Gesundschreibung ist nicht erforderlich.

Was mache ich, wenn sich mein Kind infiziert hat und positiv auf Corona getestet wurde?

Ist Ihr Kind betroffen, stellen Sie bitte seine Betreuung durch ein Elternteil oder Sorge­berechtigten sicher. Wichtig ist, Ihrem Kind in alters­gerechten Worten die aktuelle Situation zu erklären und warum gewisse Maßnahmen aktuell durchgeführt werden müssen.

Ermöglichen Sie Ihrem Kind auch in der häuslichen Quarantäne Bewegung und bieten Sie ihm die Möglichkeit, sich auch geistig zu betätigen, z. B. durch Malen, Rätsel lösen oder andere Aufgaben.

Zunächst muss Ihr Kind für 14 Tagen in häuslich Quarantäne.

Die Quarantäne endet, wenn Ihr Kind für 48 Stunden symptomfrei ist und wenn am 14. Tag ein negatives Testergebnis mit einem Schnelltest durch Fachpersonal schriftlich attestiert werden. Ihr Kind kann dann wieder in der KiTa aufgenommen werden.

Warum dürfen Kinder, die nur Schnupfen haben, nicht mehr die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle besuchen?

Aufgrund der britischen Mutation B.1.1.7 des SARS-CoV-2-Virus erkranken auch verstärkt Kinder an COVID-19. Häufig haben diese jedoch mildere Symptome. Schnupfen ist nach dem RKI bei Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren in 23 % und ab 5 Jahren in 30 % der Fälle ein Symptom für COVID-19.

Es ist zu beobachten, dass sich das Infektionsgeschehen in der 3. Welle der Pandemie auch in Kindertageseinrichtungen niederschlägt. Den aktuellen Meldedaten kann man entnehmen, dass die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern im Alter zwischen 0 und 5 Jahren in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen ist und der Anteil von Kindern dem Anteil an Neuinfektionen bei Erwachsenen zwischen 35-59 Jahren entspricht. Vor Beginn der dritten Welle lag der Anteil der Fälle der 0- bis 5-Jährigen immer deutlich unter der Neuerkrankungsrate von Erwachsenen. Deshalb sollen gezielt die Testungen für symptomatische Kinder ausgeweitet werden und dabei qualitativ hochwertige Verfahren wie die PCR Testungen durchgeführt werden.

In der Folge wurde die Handlungsempfehlung angepasst. Sie sind ab dem 12.04.2021 zwingend zu beachten und anzuwenden.

Was ist bei der Reiserückkehr aus einem ausländischen Risikogebiet oder einem inländisch besonders betroffenen Gebiet zu beachten?

Eltern sind verpflichtet, der Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle unverzüglich eine Erklärung über die Einreise des Kindes aus ausländischen Risikogebieten vorzulegen.

Die Erklärung hat auch zu erfolgen, wenn sich das Kind aus einem anderen privaten Anlass

1. als einem privaten Besuch bei der Kernfamilie (Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder, Eltern, Geschwister, Enkel, Urenkel, Großeltern und Urgroßeltern),
2. aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts oder
3. einem Aufenthalt in der Haupt- oder Nebenwohnung

in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt in Deutschland aufgehalten hat, in dem oder der zum Zeitpunkt der Einreise in das Land Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 der letzten sieben Tage laut der Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 200 oder höher ist.

Während der Quarantäne ist es insbesondere nicht gestattet, Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen zu betreten. Sofern die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde die häusliche Quarantäne zu einem früheren Zeitpunkt beendet hat, können die Eltern auch dies mit dem entsprechenden Bescheid der örtlichen Gesundheitsbehörde nachweisen.

Wie unterstütze ich mein Kind in häuslicher Quarantäne?

Über die Anordnung und den Umfang der Quarantäne entscheidet das örtliche Gesundheitsamt. Ist ein Familienmitglied mit SARS-CoV 2 infiziert, wird in der Regel die gesamte häusliche Gemeinschaft der Familie unter Quarantäne gestellt.

Kann mein Kind in einem Hochrisikogebiet weiterhin die Kita besuchen?

Sollte der Inzidenzwert zwei Tage in Folge auf über 150 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro sieben Tage landesweit steigen, müssen Kitas im gesamten Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern ab dem darauffolgenden Tag grundsätzlich für Kinder geschlossen bleiben. Gleiches gilt regional bei einem Anstieg des Inzidenzwertes auf über 150 Neuinfektionen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt.

Für die Kinderbetreuung haben in der Regel die Sorgeberechtigten bzw. die Pflegeeltern zu sorgen, es sei denn es liegt ein Ausnahmefall vor, der es ermöglicht, dass Ihr Kind die Notfallbetreuung besuchen darf.

In der Notfallbetreuung sind die Kinder in voneinander getrennten Gruppen mit möglichst konstanter Gruppenzusammensetzung und möglichst konstanten Bezugspersonen zu fördern. Die Öffnungszeiten werden nicht eingeschränkt.

Wo finde ich Informationen zur Ausweitung des Kinderkrankengeldes?

Damit Eltern ihre Kinder besser zu Hause betreuen können, ist die Regelung zu den Kinderkrankentagen ausgeweitet worden (20 statt 10 Tage pro Elternteil in 2021, Alleinerziehende 40 statt 20 Tage). Kinder müssen auch nicht vom Arzt krankgeschrieben werden. Eine Bescheinigung der Kindertageseinrichtung ergänzt den entsprechend bei der Krankenkasse.
Die Musterbescheinigung können Sie sich hier herunterladen: Download

Nähere Informationen erhalten Sie in den FAQs des Bundesministeriums für Bildung, Senioren, Frauen und Jugend.

Erhalte ich eine finanzielle Entschädigung, wenn die Kindertageseinrichtung geschlossen ist oder das Betreten der Einrichtung untersagt ist?

Seit dem 30.03.2020 gilt die Regelung zur Eltern-Entschädigung in der Corona-Krise. Wer durch die Betreuung eines Kindes z. B. aufgrund einer behördlichen Quarantäneanordnung nicht arbeiten kann und deshalb Verdienstausfall hat, erhält vom Arbeitgeber für maximal sechs Wochen 67 Prozent vom Nettolohn.

Nähere Informationen und die Antragsformulare befinden sich auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.