Schwesig: Deutschland und Frankreich verbindet eine sehr enge Freundschaft

Bundesratspräsidentin auf Besuch in Frankreich

Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig legte am 8. Mai in Paris einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten nieder. Anschließend nahm sie an der nationalen Gedenkzeremonie des französischen Staats­präsidenten zum 8. Mai teil. Es ist eine große Ehre und sehr bewegend, gemeinsam mit dem französischen Senats­präsidenten an dieser Veranstaltung teilzunehmen, sagte Schwesig. Deutschland hat in den Jahren von 1933 bis 1945 schwerste Schuld auf sich geladen. Wir trauern um alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Stärke ist Zusammenarbeit der Regionen und Kommunen

Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig mit ihrer Delegation beim Empfang des französischen Senatspräsidentin Gérard LarcherDetails anzeigen
Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig mit ihrer Delegation beim Empfang des französischen Senatspräsidentin Gérard Larcher

Empfang im Palais du Luxembourg

Empfang im Palais du Luxembourg

Schwesig war am Tag zuvor vom franzö­sischen Senats­präsi­denten Gérard Larcher im Palais du Luxem­bourg empfangen worden. Nach einem Gespräch mit Präsident Larcher und weiteren Senatorinnen und Senatoren verfolgte Schwesig auf der Ehrentribüne eine Sitzung des französischen Senats.

Deutschland und Frankreich verbindet eine enge Freundschaft. Es ist uns wichtig, dass die beiden Länder eng beieinander bleiben, erklärte Schwesig im Anschluss an den Besuch.

Wir waren uns einig, dass eine Stärke der deutsch-französischen Partnerschaft die Zusam­men­arbeit der Regionen und Kom­munen ist. Allen Bundes­ländern ist die Zusam­men­arbeit mit Frank­reich wichtig, sagte Schwesig weiter. Der Bundes­rat und der Senat arbeiten eng zusammen. Ich habe Präsident Larcher deshalb eingeladen, am 7. September eine Rede beim Festakt zur Erinnerung an die erste Bundesrats­sitzung vor 75 Jahren zu halten. Im September kommen die Europa­ausschüsse, im Oktober die Deutsch-Französischen Freundschafts­gruppen von Bundesrat und Senat zusammen. Das zeigt, dass es einen engen Austausch gibt.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich könne in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut werden. Ich würde mir wünschen, dass wir die hervorragende Zusammen­arbeit des deutsch-französischen Jugendwerks noch stärker nutzen. Beide Seiten haben ein Interesse am Ausbau der Beziehungen zwischen Frankreich und den ostdeutschen Bundesländern, so Schwesig.

Auftakt am Mémorial de la Shoa

Schwesig und Larcher legten Kränze am Mémorial de la Shoa niederDetails anzeigen
Schwesig und Larcher legten Kränze am Mémorial de la Shoa nieder

Schwesig und Larcher legten Kränze nieder

Schwesig und Larcher legten Kränze nieder

Am ersten Tag ihres Besuchs (6.5.) legte Schwesig gemeinsam mit dem französischen Senats­präsiden­ten Kränze am Mémorial de la Shoa nieder.

Anschließend beteiligten beide sich an der Verlesung der Namen der aus Frank­reich depor­tierten und von Deutsch­land ermordeten Juden. Diese Zere­monie findet alljährlich am Tag zum Gedenken an die Shoah statt. Ich habe die Erinnerung an die Opfer des National­sozialismus zu einem Schwerpunkt meiner Bundesrats­präsident­schaft gemacht. Meine Generation ist nicht verantwortlich für die Verbrechen von damals. Aber es gibt eine Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft. Für Antisemitismus gibt es in keinen Platz in demokratischen Gesellschaften. Nie wieder ist jetzt.

Anschließend besuchte Schwesig das Deutsch-Französische Jugendwerk und den Verein Espoir 18, die sich ebenfalls mit Rassismus, Ausgrenzung und Erinnerungsarbeit beschäftigen.

zu den Bildern des Frankreich-Besuchs